Spiegel Online über Bollywoodmagazine
31. January 2007
Wir haben zwar noch nicht den YASBA des Jahres 2006 gewählt, aber schon stehen gute Anwärter für diesen Titel 2007 vor der Tür – Spiegel Online beglückt und diesmal mit einem Artikel über die deutschen Bollywoodmagazine, dessen Anfang so unglaublich falsch ist, dass es einem fast die Sprache verschlägt. Bollywood hat jetzt schon 2 Jahre einen festen Platz in Deutschland – wird es nicht langsam mal Zeit sich als Journalist darüber zu informieren wenn man Artikel darüber verfassen will? Ich verlang ja von niemanden, dass man diese Filme mag – aber man kann ja trotzdem korrekt darüber berichten, oder? *kopfschüttel*
Der Anfang lässt schon mal durchscheinen in welche Richtung der Artikel gehen wird:
Indiens Filmindustrie ist eine Schmonzetten-Fabrik, die inzwischen Welterfolge feiert. In Deutschland sind bereits vier Bollywood-Magazine auf dem Markt. “Stardust”, die mit Abstand bizarrste Klatsch-Postille, beantwortet endlich Fragen wie: Ist Ash zu gut für Ramu?
Schmonzetten-Fabrik. Na danke. Aber es gibt gleichmal Punkte für das richtige Erkennen von “Stardust” als “mit Abstand bizarrste Klatsch-Postille”. Nach diesem schon etwas unruhig machenden Vorspann gehts dann aber richtig übel los:
Es geht immer um Liebe. Um Männer und Frauen, die nicht miteinander dürfen, weil soziale, religiöse, familiäre Gründe sie trennen. Sie kämpfen für ihre Liebe und gegen die Ignoranz der ganzen Welt, brechen soziale Tabus, tragen so zur Verbesserung ihrer Gesellschaft bei – und finden am Ende, natürlich, zueinander.
Indische Filme sind alle gleich: ewig lang, ziemlich bunt und durchsetzt mit Liedern und Tänzen. Gewalt ist tabu, Sex ebenfalls, er wird nur durch im Wind hin und her wogende Bäume, durch eine aufgehende Blüte oder ähnlich kitschige Metaphern angedeutet. In den Kinos von Neu-Delhi oder Bangalore kichern die Menschen an diesen Stellen oder sagen “Ah” und “Oh”. Selbst Küsse bleiben den Zuschauern erspart. Indische Filme sind familientauglich. Die Geschichte geht immer gut aus, das Publikum ist zufrieden.
Was soll man darauf noch sagen? Als Fan hat man sich schon so oft gegen diese lächerlich falschen Vorurteile gewehrt, diese blödsinnigen Annahmen schon so oft widerlegt und schon so oft geseufzt, weil unsere Argumente einfach nie Wirkung zeigen und derselbe Schmarrn munter weitergeplappert wird – ich hab inzwischen einfach keine Lust mehr das immer und immer wieder durchzuexerzieren.
Muss man sich als Journalist denn überhaupt nicht über das Thema über das man schreibt informieren? Ist es wirklich der Sinn von Journalismus und Medien den unwissenden Lesern einfach das nachzuplappern was alle sagen und zu liefern was sie eh erwarten und die Leser damit in ihrer Unwissenheit lassen? (wenn ich an die momentane Killerspieldebatte denke, scheint das leider wirklich so zu sein…) Vielleicht sollte ich doch Journalist werden, das scheint ein ziemlich einfacher Job zu sein wenn das so läuft…
Also nochmals fürs Protokoll: Nein, in indischen Filmen geht es nicht immer nur um Liebe und nein, die Liebenden kommen nicht immer zusammen oft genug endet eine Liebesgeschichte tragisch. Das “ewig lang” ist Ansichtssache (ich find 2 1/2 Stunden nicht ewig), “ziemlich bunt” ist oft ziemlich falsch und “durchsetzt mit Liedern und Tänzen” ist nicht notwendig. Gewalt gibt es in indischen Filmen natürlich zuhauf, Sex gibts vielleicht weniger als Gewalt aber inzwischen doch auch schon sehr oft (und auch schon in den 70ern, das ist ja keine neue Erfindung), Küsse gibt es natürlich auch genügend und selbstverständlich sind bei weitem nicht alle indischen Filme familientauglich. Und NEIN, es geht nicht immer gut aus!
(Wow, ist dieser Absatz falsch. Faszinierend. Oh, und es reicht ein einziger Film um alle genannten Vorurteile zu entkräften, beispielsweise Ek Hasina Thi)
Danach folgt ein recht vernünftiger kurzer Abriss darüber, wie Bollywood in Deutschland ankam und dann werden die vier Bollywoodmagazine auf dem deutschen Markt vorgestellt. Das REM-Magazin, Ishq und das Indien Magazin bekommen jeweils ein paar Sätze – über den etwas herablassenden Ton werd ich da hinwegsehen, wer mit Bollywood generell nichts anfangen kann findet diese Magazine selbstverständlich auch albern, was solls.
Hübsch dann der längere Abschnitt über das Stardust-Magazin, über dessen fragwürdigen Stil und Inhalt hier richtig schön hergezogen wird. Gehört ja auch so. Oh, und natürlich freut es mich, dass hier dann die deutsche Bolly-Blogosphäre genannt wird (wenn auch mit einem etwas mageren Zitat *g*)
Die wachsende, wenngleich noch kleine Gruppe von Bollywood-Fans in Deutschland war empört. Schwulstige Texte voller Stilblüten, Rechtschreib- und Grammatikfehler – manche Sätze muss man dreimal lesen, um ihre Bedeutung zu erahnen. Manche bleiben auch danach sinnfrei. “Grottig” sei das, urteilten die Indien-Blogger.
Der Rest des Artikels ist also recht brauchbar. Etwas albern find ich, Regisseur Ram Gopal Varma in einem Spiegelartikel dessen Leser ihn wohl zum großen Teil nicht kennen mit seinem Spitznamen “Ramu” zu nennen. à„h ja. Gut, Stardust macht das natürlich, aber dessen Leser wissen ja auch wer Ramu ist.
Aber dieser recht ordentliche Schluss kann natürlich nicht verschleiern, dass der Anfang einfach himmelschreiend grausam und falsch war. Da kann man direkt froh sein, dass Don bei dem Berlinale-Programm-Bericht von SpOn nicht erwähnt wurde, wer weiß was für Sachen ihnen da eingefallen wären. Wobei, Don wär ja wahrscheinlich gar nicht als Bollywood erkannt worden – da gehts ja nicht um Liebe, der ist nicht bunt und Gewalt gibt’s auch…
Wer dann immer noch nicht genug hat oder so richtig masochisisch veranlagt ist, der darf sich dann noch das Video zum Artikel ansehen. Da werden diesselben “Weisheiten” nochmal durchgekaut, unterlegt mit Szenen aus KANK. Uuuh.

31. January 2007 um 12:21
wieso klappt mein trackbacking nie? *heul* ich bin so unfähig. jedenfalls hab ich dich verlinkt
31. January 2007 um 14:07
Ah, wieso hast du das Video erwähnt?! Jetzt bin ich noch aggressiver
31. January 2007 um 14:18
Das Video ist schon herrlich “grottig”: “Was ist das?” Und der Sprecher klingt auch so wunderbar gelangweilt dabei. War die Szenenreihenfolge eigentlich die gleiche wie bei dem REM-Trailer zum Film? Na gut, manche Szenen sind eben einfach Höhepunkte.
Aber ich glaub der Autor weiß schon, was er tut. Der will uns absichtlich wütend machen.
Wobei das Ramu-Argument tatsächlich zieht. Um sich damit, dass er auch diese Kurzform benutzt, über den Abkürzungswahn der Stardust lustig zu machen, hätte er den Spitznamen zumindest irgendwie als solchen kennzeichenen müssen. Ob er’s doch selbst nicht besser weiß? Hmmm.
31. January 2007 um 15:54
@mirie: Das Video ist toll, gell? Shahrukh, der in allen erfolgreichen Filmen mitspielt. Vor allem 2006 und so.
@eva-e: Ich wär mir da nicht so sicher, ob der Autor das wirklich absichtlich macht. Wenn dem so wäre, müsste mindestens ein “der Großteil der indischen Filme”-Floskelding im Artikel drin sein, so wies jetzt ist ist es halt einfach falsch. Und im Falle der nicht-vorkommenden Gewalt passts eh überhaupt nicht, ich denk mal mindestens 50% der indischen Filme haben Gewaltsszenen in der ein oder anderen Form (mit den ganzen südindischen Prügeleinsätzen ist es wahrscheinlich deutlich mehr). Dass der Autor tatsächlich Ahnung von Bollywood hat glaub ich erst wenn er mir dafür einen Beweis liefert
31. January 2007 um 18:29
über den unsinn, der über bw verzapft wird, rege ich mich kaum noch auf
was mir viel mehr zu denken gibt, ist erkenntnis, dass wohl ein großteil vieler artikel schlecht recherchiert sein muss (kann ja nicht nur auf bw zutreffen)
31. January 2007 um 18:33
Mein Gott!!! Ich bin entsetzt! Aber wirklich…nach 3 Jahren Bollywood in Deutschland! Wie kann ein Reporter von so etwas schreiben? Vor allem es ist hier kein Regionalblatt! Nein, es ist der SPIEGEL! Und der steht ja seit Jahrzehnten für Qualität! Diesen Reporter sollte man mal einen Bollywoodmarathon verordnen, damit der wieder klar denken kann. =)
31. January 2007 um 18:38
@ Bastet: Genau das Problem hab ich auch. Welche Zeitung oder Zeitschrift kann man denn da noch lesen?
31. January 2007 um 18:56
am lustigsten fand ich tatsächlich die stelle mit der gewalt. die gibts nicht. ganz und gar nicht. nope. hab noch nie gesehen, wie die sich prügeln. oder abschlachten. oder zerfetzen. erschießen? wo denkst du hin. die kennen gar keine waffen. und auf keinen fall passiert das vor kindern. never. von der altersfreigabe brauchen wir nicht zu sprechen, denn gewalt gibt es einfach nicht in bollywood. punkt.
31. January 2007 um 20:37
Ich finde nicht (@ mike), dass der Spiegel unbedingt für Qualität steht, für eine flotte (aber leider einheitlich auf alle Artikel angewandte) Schreibe schon, aber nicht unbedingt für gründliche Recherche.
@ mirie und bastet
Am solidesten ist für mich immer noch die ZEIT, die kann man schon lesen (wenn man genug … äh, Zeit hat), und wenn die mal was über Bollywood schreiben, hat es auch meist mehr Hand und Fuß, weil es z.B. von Dorothee Wenner geschrieben wurde (einer BW -Spezialistin, hat schon ein oder mehrere Bücher geschrieben z.B. über die Stuntfrau Fearless Nadia, Filmemacherin – eine Doku über Mercedes in Indien namens STAR BIZ, mit vielen Bollywoodzitaten drin und arbeitet beim Forum der Berlinale mit). Nicht dass die ZEIT nicht auch schon mal Yasbas gebracht hätte, aber die Recherche ist meist schon besser als woanders.
31. January 2007 um 20:59
Okay, ich bin heute zu doof und zu müde für sowas – wie komm ich zu dem Video? Will ich das eigentlich sehen? Und wieso kriegen Menschen Geld für sowas?
31. January 2007 um 21:12
@ kaddi: ziemlich weit oben links im artikel des spiegels ist das video
31. January 2007 um 21:39
Also mal halblang… (um die Diskussion hier ein bisschen anzuheizen
ein Fünkchen Wahrheit steckt doch da schon drinnen, in diesem Artikel.
Dass Bollywood hauptsächlich eine Schmonzettenfabrik ist, steht für mich außer Frage. Ich habe zwar bei weitem noch nicht so viele Bollywoodstreifen gesehen wie die meisten hier, aber das was ich gesehen habe, kommt einer Schmonzette, naja sagen wir zumindest sehr nahe.
Die Bollywood-Szene sieht das vielleicht zu sehr durch eine verklärende Liebhaber-Brille. Wahrscheinlich werden sich weit weniger an den Kopf fassen, wenn sich wieder mal ein Fernsehmagazin oder ähnliches über die Dumpfheit und Sinnlosigkeit deutscher Telenovelas auslässt. Telenovela-Fans werden sich mit den gleichen Argumenten zur Wehr setzen und z.B. behaupten, es gehe ja nicht nur um Liebe um Beziehung (weil da ja schließlich auch mal in ein paar Folgen jemand ermordet wurde und ja auch blablabla). Genauso gibt es natürlich auch (wenige) Bollywoodstreifen, die nicht in das Schema passen.
Telenovelas und Bollywood jedoch sind beide sehr erfolgreich (letzteres zumindest im Rest der Welt), bleiben jedoch in Deutschland vom Großteil der schreibenden Zunft und Bevölkerung unverstanden bis verachtet (wobei Bollywood in Deutschland einen noch viel schwereren Stand hat).
Deshalb meine provokante These: Bollywood gleich Telenovela? Ein Nischenprodukt jenseits der Massentauglichkeit?
Ich warte auf eure Resonanz
Hochachtungsvoll,
Stefan
01. February 2007 um 05:20
vergleicht nicht spiegel online mit dem printspiegel, denn dem spiegel per se qualität abzusprechen ist genauso unsinn wie bollywood zur schmonzette zu machen. mir fehlt in dem artikel der umgang mit den zeitschriften, ich vermute der schreiber hat bisher _nur_ die stardust in der hand gehabt, denn er lässt sich über rem, ishq und indien magazin nicht aus, sondern recitiert _nur_ was ihm gesagt wurde. das ist nciht sinnvoll.
stefan, ich würde dir grundsätzlich recht geben, wenn da nicht die alte frage auftauchen würde, was denn nun bollywood ist: bloßes mainstream hindi kino, das seinen stereotypi verfällt wie andere dinge wie telenovela auch oder eben, was ich bevorzuge, die bezeichnung für den filmort mumbai und dort entstandene produktionen. nun ja, unabhängig davon ist es immer ein problem zu sagen _alle_ filme seien so oder so. es gibt ausreichend andere, künstlerisch angehauchte oder actionfilme – die frage ist ob der deutsche bollywoodfreak das auch wahrhaben will
01. February 2007 um 11:04
@Stefan: Klar, natürlich gibt es diese Kitsch-Filme von denen der SpOn-Autor berichtet in Bollywood, und gerade in den 90ern wurden tatsächlich hauptsächlich solche Filme produziert. Wir streiten das ja gar nicht ab – KHNH, den du gesehen hast (der mit Maahi Ve) ist da ja ein Paradebeispiel dafür. Tatsache ist aber, dass es neben diesen Kitschfilmen eben auch viel anderes gibt – und das macht den “Indische Filme sind alle gleich:”-Anfangssatz des Artikel einfach völlig falsch. Und darüber reg ich mich auf, weil hier wieder bloß die Klischees bedient werden. Sachen wie “Gewalt ist tabu” ist schlicht und einfach völlig falsch. Wenn wir mal die Boxoffice-Top-10 2006 ansehen: da ist gerade mal ein einziger Film solch ein Kitschfilm, der Rest sind Actionfilme, Komödien oder (relativ kitschfreie) Dramen.
Deinen Vergleich mit Telenovelas kannst du damit für einen Teil der Bollywoodproduktionen vielleicht ziehen (ich kanns schlecht beurteilen, ich kenn ja bloß eine Folge Bianca – und die war doch unter Bollywood-Niveau, grad was technische Aspekte angeht), aber für die Gesamtheit der Bollywoodfilme gehts einfach nicht. Aber das ist ja das, was dieser Artikel macht – das vielfältige Bollywood mit einem Teilaspekt davon gleichsetzen.
@michael: Zumindest die Ishq hatte er wohl in der Hand, er zitiert ja aus dem Reise-Fotoroman. Aber stimmt, über den Inhalt der anderen Magazine gibt er keine eigene Meinung ab… schon verdächtig. Damit wär dann auch der eigentlich brauchbare zweite Teil des Artikels hinfällig… *seufz*
01. February 2007 um 17:05
ich lese Spiegel seit jahren nicht mehr seit ich nicht wenige haarsträubende Artikel darin gelesen habe zu themen wo ich dazu mehr wußte als das übliche allgemeinwissen und das gut bewerten konnte ( ich will gar nicht wissen was die mir zu themen wo ich mich nicht auskenne so alles aufgetischt haben)deshalb wundert mich so ein artikel über Bollywood nicht , sie schreiben halt immer so gern das was der Otto-normalo denkt auch zu wissen und in seinem wissen bestätigt fühlt. würden sie in solchen artikeln schreiben , das bollywood mehr zu bieten hat als das scheinbar augenscheinliche kitsch und tanz und romanzen , würde es doch seine Leser irritieren . nach diese maxime funktionieren solche blätter .
01. February 2007 um 17:31
@phryne:
In erster Linie schreiben Zeitungen und Magazine um zu informieren.
Wenn Du nun als Leser dir eine Zeitung kaufst, ohne den Inhalt lesen zu wollen, liefe etwas schief oder? Das dabei durchaus interessante und wichtige Artikel vorkommen sollte unbestritten sein – kaum ein Magazin in Deutschland seit den Fünfziger Jahren hat sich derart kritisch mit Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auseinandergesetzt wie der Spiegel (F.-J.-Strauß, anyone?).
Wo wir wieder beim allgemeinen Informationsdilemma sind, ähnlich wie bei Bollywood oder beim Internet im Allgemeinen – nur als Beispiel. Schonmal Virenprobleme gehabt? Spammails bekommen? Deshalb surfst du aber trotzdem noch und benützt dein e-Mail-Konto.
Wenn du nun jedoch den Spiegel oder vergleichbare Medien über einen Kamm scherst, stellst Du dich genau auf das Niveau, welches du in deinem Statement verurteilst.
P.S.: Hintergründig sollte man zum Beispiel beachten, wer der Author ist, aus welchem Kulturkreis er kommt, in welchem Ressort er normalerweise schreibt (Und warum er dann im Kulturressort schreibt) etc pp – daran kann man einen Artikel beurteilen, nicht indem man ein komplettes Magazin verurteilt.
01. February 2007 um 23:10
@ben
jede informationmittel hat eine gesinnung und das ist leider nicht immer nur der wunsch menschen zu informieren . alles was uns informiert , manipuliert uns auch ob mit absicht oder nicht . weil sie informationen selektiert. warum dauern nachrichten immer nur 15 min , weil in der welt nur sovieel ereigniss passieren wie sie in 15 min passen ? Nein. Zu spiegel kann ich nur sagen , das ,weil es ja bei vielen so einen guten ruf genießt hat es auch viel einfluß auf die menschen, und viele lesen leider zeitungen oder zeitschriften ohne manchmal das gelesene zu hinterfragen. wenn man wie ich zu wirklich wichtigen themen in solchen zeitschriften artikel liest , die nicht die absicht haben zu informieren sondern sogar unverzeilich sind , dann verzichte ich lieber drauf. ich stelle nicht abrede das auch gute /wichtige artikel darin enthalten sind , aber wenn ein mensch lügt oder die wahrheit verdreht , dann hat man doch schwer ihm anderes abzukaufen weil man nie sicher ist ob er es jetzt die wahrheit sagt oder nicht, wenn ich es nicht nachprüfen kann .
02. February 2007 um 03:09
@phryne:
Aus der Sicht glaube ich nicht einmal, dass man in dieser Sache die Ursprungsschuld dem Magazin geben kann – in der heutigen medial-durchfluteten Welt kann nahezu jeder alles überprüfen. Und manche Nachrichten bedürfen auch garnicht einer Überprüfung, da sie nur zur Information sind (Verkehrsmeldungen etc).
Alles weitere kann nun der Leser selber herausfinden – Beispiel Bollywood, der weltoffene Leser informiert sich möglicherweise über Wikipedia o.ä. bevor er einen Kommentar dazu abgibt oder den Artikel als wertvoll beschreibt. Ebenso bei anderen Themen, gerade weil ja die Informationsvielfalt so groß ist, ist es überhaupt möglich, das ganze erst zu überprüfen.
Wer ist nun der Doofe – der Ottonormal-Leser, der Alles glaubt was man ihm vorsetzt (was natürlich auch eine Übertreibung ist, denn der breite Durchschnitt überprüft sehr wohl) oder das Magazin, das dem Leser (und das sind beim Spiegel immerhin die zweitmeisten in Deutschland) aus einer Flut von Informationen das wichtige liefern muss/möchte.
(Nicht zu verwechseln mit Online-Medien, die sind im Aufbau, der Artikelschreibung etc nämlich ganz anders als die im Print)
Tja, wahrscheinlich die klassische Frage nach der Henne und dem Ei – Fakt ist, und ich glaube da sind wir im Konsens, der Dumme ist der, der nicht hinterfragt.
Buena notte ;o)
P.S.: Verzeih mir die Frage, aber welches sind solche Themen, “die nicht die absicht haben zu informieren sondern sogar unverzeilich sind”? Mir mag spontan darauf nichts einfallen in einem Informationsmagazin, aber vielleicht liegt es auch an der Uhrzeit…
15. February 2007 um 10:37
Namaste!
Kurze Anmerkung: ISHQ Magazine hat der gute Herr sicher in der Hand gehabt, schließlich habe ich sie ihm eigenhändig zugeschickt, nachdem er darum geben hatte. Ein Bild auf der Spiegel Online Seite verrät auch diese Tatsache. Er hat mit großer Wahrscheinlichkeit nur die Stardust und die ISHQ flüchtig begutachtet. Ein Zitat von mir, das er in dem Artikel als Tatsache verlauten läßt, habe ich in der Form nie gesagt. Etwas irritierend. Ansonsten kann es den 3 oder 4 Publikationen auf dem Markt sicher nicht schaden, wenn sie eine kleine Präsentationsbühne bekommen.
24. February 2007 um 19:51
namaste