Was haben Spidey, Richard und Neil gemeinsam?

15. May 2007

Nicht wirklich viel, außer, dass sie alle drei jetzt von mir in einen Post gepackt werden ;-) Also hier drei nicht ganz kurze Notizen zu Spiderman 3 heute im Kino, Richard III morgen im Kino und Neil Gaiman mal wieder in meinem Bücherregal:

1. Der Kinosommer hat inzwischen angefangen und gibt mir die Chance das Kinodefizit des bisherigen Jahres aufzuholen mit mindestens 3 großen Blockbustern (evtl 4), die ich unbedingt sehen möchte, ein bisschen auszugleichen.
Heute gabs den Anfang davon, ich hab mit etwas Verspätung endlich Spiderman 3 gesehen. Ich bin durchaus zufrieden mit diesem Kinosommerstart, der Film hat ein paar Schwächen, schafft es aber trotzdem bestens zu unterhalten. Eine Review spar ich mir, von denen gibt´s im Netz wie Sand im Sandman, ich hab kurz überlegt, ob ich eine Bollywood-Sicht-Review schreib, so mit “Kirsten Dunsts Songs waren etwas schwach und hätten mehr Schwung vertragen, waren aber gut in die Handlung integriert” und “Tobey Maguires Tanztalent lässt anfangs zu wünschen übrig, steigert sich aber den Film hindurch und lässt immerhin Spaß durchscheinen” – aber so was will wohl auch niemand lesen ;-)

Noch eine Randbemerkung: wir waren in der Nachmittagsvorstellung um halb fünf und genau 50% des Publikums waren eindeutig unter der Altersfreigabe. Ehrlich, ich hab gezählt (es waren auch nur 12 Leute im Saal…). Und wobei ich jetzt nicht denke, dass Spiderman die Psyche dieser zarten Geschöpfe zerstören wird, sieht man da dann doch, wozu es solche Beschränkungen gibt: den kleinen Bengeln waren alle ruhigeren Szenen zu langweilig, und sie haben die Zeit genützt sich gegenseitig ihre Popcorntüten über die Köpfe zu stülpen. Grrr. Hochemotionale Heulszenen und vor einem 6 quengelnde Kinder – irgendwie passt das nicht zusammen.

2. Damit ich dieses Jahr auch nicht nur zu großen Popcornfilmen ins Kino komm, bin ich morgen dann ganz vorbildlicher Anglistik-Student und geh ich die Originalfassungs-Kinovorstellung von Richard III, die neuere Verfilmung von 1995. Da sind dann auch ganz sicher keine hyperaktiven 9-jährigen im Kino. Weniger vorbildlich: Ich hab das Shakespeare-Stück nicht gelesen *schäm* Aber das lässt sich ja auch nachholen.
Es gibt auch eine Verfilmung von 1955 und vorausgesetzt ich bin morgen von der Geschichte fasziniert und hab dann auch noch genügend Motivation, dann mach ich vielleicht mal einen kleinen Vergleich der Filme. Würd so was überhaupt irgendwen hier interessieren?

3. Ich sollte so viel meiner Einkäufe online tätigen. Wenn ich vor einem Webshop sitze, bin ich meistens recht vernünftig und überleg mir viermal, ob ich dies oder jenes jetzt wirklich brauch und kaufen sollte. Und oft genug führt das dann auch dazu, dass ich nichts kaufe – was meistens wohl besser ist.
Anders wenn ich auf gutem altmodischem Weg in Geschäften einkauf. Da steh ich dann vor DVDs oder Büchern, freu mich schon überhaupt darüber, dass das Geschäft diesen Artikel überhaupt führt und schalt automatisch jegliches “brauch ich das wirklich?”-Denken aus. Und kauf natürlich spontan alles mögliche. So beispielsweise eben heute, als ich vorm Kino kurz im Buchladen daneben war (hauptsächlich um nicht nassgeregnet zu werden während ich gewartet hat), und wo mir unerwarteterweise Fragile Things von Neil Gaiman ins Auge sprang. Gesehen, gefreut, gekauft. Und danach kurz Kaddie verflucht ;-) Eigentlich hab ich ja keine Zeit zum Lesen, außerdem warten noch drei andere Bücher darauf fertiggelesen zu werden…aber was will man machen als willenloser Konsument…

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2 Antworten zu “Was haben Spidey, Richard und Neil gemeinsam?”

  1. sunchild sagt:

    *squeeee* Auch wenn mir Spidey und Neil ziemlich einerlei sind, muss ich mal ganz kurz Richard anquieken und los werden wie großartig Ian McKellen in dieser Rolle ist. Aber Ian McKellen ist eigentlich immer großartig.
    Insofern: Viel Spaß im Kino! :D

  2. bollyaddict sagt:

    Kleine Anregung – es gibt einen ganz tollen Richard-Film von Al Pacino, in dem er selbst spielt und außerdem Regie führt, ganz erstaunlich! Es ist keine komplette Verfilmung, die Schauspieler erscheinen teilweise als sie selbst und spielen zwischendurch einige Szenen – hat mir richtig gut gefallen, im Kino allerdings. Keine Ahnung, ob der auf DVD auch so wirkt. http://www.imdb.com/title/tt0116913/

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