HARRY POTTER and the DEATHLY HALLOWS
22. July 2007
Harry Potter hat mich einen großen Teil meiner Jugend begleitet, und nun, nachdem der letzte Band erschienen ist und ich ihn fertig gelesen hab, bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich meine Freude über das Gelesene und dass Endlich-Wissen der ganzen Geheimnisse überwiegt, oder das Bedauern, dass nun kein neues Buch mehr nachfolgen wird. Mit dem letzten Band bin ich jedenfalls ziemlich glücklich – auch wenn ich das Ganze erst noch ein wenig verdauen und über Manches noch etwas nachdenken muss, eine richtige Review kann ich nicht bieten. Aber ein paar Sachen will ich doch loswerden, also hier kurz in Stichpunkten und absolut ungeordnet: [ACHTUNG, SPOILER! Der folgende Text ist für Leute gedacht, die das Buch schon gelesen haben! Ich glaub, sonst versteht man eh wenig davon...]
- so schade es ist, dass dieser Band der letzte Band war, war es unter dem Lesen auch ein beruhigendes Gefühl. Denn egal wie schlimm die Lage im Verlauf des Buches wurde, konnte man sich immer darauf verlassen, dass zum Ende des Buches alles wieder gut sein wird. Bei den vorherigen Bänden war einem klar, dass man auf den endgültigen Sieg noch einige Bücher (und Jahre) warten musste, hier wusste man, dass man nur fertiglesen braucht, um endlich Voldemort zu besiegen.
- ich hatte zwar auch nichts anderes erwartet, doch ich bin glücklich mit Snape. Er ist einer der faszinierendsten Charaktere der Bücher, und Rowling gibt ihm, nachdem sie das ganze letzte Buch nach ihm benannt hat, gebührend Raum. Zu Beginn vielleicht zu wenig, aber gegen Schluss sicher. Ich muss zwar sagen, dass ich nicht ganz glücklich bin mit der Tatsache, dass Snapes Hauptmotivation seine Liebe für Lily war – aber das lag hauptsächlich daran, dass diese Snape/Lily-Sache ja ein recht beliebtes Gerücht war und diese Theorie immer etwas albern klang. Tut sie bei Rowling nicht mehr, aber ein seltsames Gefühl bleibt. Das wird aber wieder wettgemacht durch die Tatsache, dass Dumbledore Snape ehrlich vertraut hat, und nicht irgendeine Absicherung gebraucht hat (er hätt ja einen Unbreakable Vow machen können oder so). Das zeigt, dass Dumbledore den Menschen Snape eben kannte, und ihm deswegen vertraute. Find ich schön.
- das ganze Finale fand ich großartig, von der Schlacht in Hogwarts bis zum Ende – eine hervorragend funktionierende Mischung aus Action, Tragik, Dramatik, mysteriösen Ereignissen und Zaubern, heroischen Momenten und auch die längeren Erklärpassagen dazwischen haben den Fluss des Geschehens überhaupt nicht aufgehalten.
- ich muss dringend mal überdenken, ob es vernünftig ist, bei Büchern ständig zu weinen, ich hatte hier fast schon konstant Tränen in den Augen. Sei es, weil liebgewonnene Charaktere starben, wegen anderen tragischen, rührenden Szenen, aus Erleichterung bei manchen Szenen in denen ich mich über manche Dinge einfach nur gefreut hab, oder weil irgendwer was bewegend-heroisches macht. Und das ist bei diesem Buch ja eigentlich ständig der Fall.
- zwischendurch hatte man bei kleineren Details immer wieder mal das Gefühl, Rowling würde Erklärungen und ähnliches nur einstreuen, um die Fans glücklich zu machen, die sich um genau diese Dinge Gedanken gemacht haben, und nicht, weil diese Dinge nötig für die Story wären. Was ich allerdings absolut nicht negativ bewerte, ich will diese Dinge ja auch wissen – und teilweise stellte sich auch heraus, dass diese Dinge später für die Handlung doch von Nutzen waren.
- ich war mir während des Buches nicht so ganz sicher, ob ich die “Enthüllungen” zu Dumbledores Vergangenheit mochte, für mich liegt der Reiz dieser Figur ja größtenteils auch darin, dass er so übermenschlich erscheint, einen allumfassenden Plan hat und eben fast schon unfehlbar ist. Aber spätestens nach der “King´s Cross”-Szene war ich völlig zufrieden – dieses Wissen um seine Vergangenheit macht Dumbledore menschlicher, aber er verliert dadurch absolut nichts von seiner faszinierenden Aura. (und die Tatsache, dass das sehr Gandalf-mäßig ist, dieses unterschwellige Verlangen nach Macht und das Wissen, dass er solche Dinge lieber schwächeren, aber “besseren” Menschen überlässt, also Frodo bzw eben Harry…)
- Wo ich grad bei King´s Cross war: am Anfang des Kapitels hatte ich echt Angst, dass Rowling hier irgendein kitschiges Himmels-Szenario bietet, ich war dann schon sehr erleichter wie ich gesehen hab, dass dem nicht so ist. Sehr schickes Kapitel eigentlich: “Of course it is happening inside your head, Harry, but why on earth should that mean it is not real?â€
- als wir Neville wieder getroffen haben, ist mir bewusst geworden, wie sehr mir die Buchcharaktere inzwischen ans Herz gewachsen sind – ich war unglaublich gerührt und stolz zu lesen, wie selbstständig, mutig und intelligent Neville geworden ist. Hach.
- ich hab bisher bloß kurz ein paar Meinungen zum Buch von anderen überflogen, und häufig wird der Epilog als zu kitschig kritisiert. Ich fand den Epilog trotzdem sehr schön, ich mag Kitsch, so eine lange Buchreihe hat es sich verdient zum Abschluss kitschige heile Welt zu spielen – ich will ja sehen, dass sich die vielen erbrachten Opfer wirklich gelohnt haben. Der Epilog lohnt sich allein für “Albus Severus Potter” *schnüff*.

23. July 2007 um 13:11
[...] Nefret hats geschafft! Hier Und Isegrimms Bericht ist hier. Maria ist auch schon [...]
23. July 2007 um 14:43
Schön, dass du Neville erwähnst. Der hat sich fast unmerklich in mein Herz geschlichen und ich war fast so stolz wie seine Großmutter, als er sich dann so tapfer gezeigt hat. Und Albus Severus, das war toll.
Hach, ich ich brauche dieses Buch unbedingt auch in deutsch. Ist mir egal, wie blöd das klingt.
23. July 2007 um 15:08
Ja, allein diese kleine Passage wie sie den Gang entlanggehen und er knapp zusammenfasst wie die Dinge stehen und dabei sooo viel erwachsener wirkt als früher – ich war sooo stolz *g* Und natürlich später bei seinem unglaublichem Mut direkt vor Voldemort Nagini zu töten.
Irgendwo ist es ja schade, dass die Figuren neben dem Trio in diesem Buch lange ziemlich vernachlässigt wurden, aber die wenigen Szenen die sie bekommen entschädigen dafür schon. Eben Neville als Held, oder das rührende “friends”-Bild in Lunas Zimmer.
Zumindest bin ich mir sicher, dass ich das Buch nicht auf deutsch lesen will *g* Gerade bei Harry Potter sind mir die Übersetzungen zuwieder, liegt sicher daran, dass viele der magischen Begriffe auf deutsch einfach nicht gut klingen. Mit “wand” verbindet man Magie, bei “Zauberstab” denkt man an Kinder, die mit ihrem Zauberkasten Tricks vollführen. Das wirkt einfach alles auf Englisch besser…
23. July 2007 um 19:59
Ich hätte gerne eine stichpunktartige Auflistung, was passiert und v.a. wer stirbt. Einfach nur die Hard Facts!
24. July 2007 um 11:45
Schau mal bei Wikipedia.de
Die haben den 7. Band schon eingestellt, mit Auflistung, wer woran und wo stirbt.
Ziemlich beeindruckend, denn es sind doch recht viele.
@Maria:
Ja, ich kann mir nicht vorstellen, dass die diversen “Ohrenwitze” in deutsch so gut rüberkommen.
Auch das “send him love” zum Schluß ist im Original so was von witzig.
Nebenbei, bei manchen Szenen musste ich einfach denken: Was wird das für ein Film!
Der kann unglaublich werden.
25. July 2007 um 11:35
Maria,
Ihr hattet was Snape betrifft tatsächlich Recht! Und das hätte ich nie erwartet. Na so kann man sich täuschen. Es war eine sehr angenehme Überraschung zu erfahren, dass er durch und durch gut ist und Dumbledore immer Recht hatte.
Einfach genial! Das Finale war ein wunderbarer Mix aus Tragik, Aufrgeung und Spannung, da kann ich einfach nur bei dir unterschreiben.
Ich hatte beim Lesen ein Herzklopfen und eine Angst um die Charaktere, die ich nie bei einem “Buch” erwartet hätte. Der Kampf zwischen Voldemort und Harry hat all meine Hoffnungen und Erwartungen gesprengt und übertroffen. Die Szene Kings Cross ist einfach nur wunderschön und als Dumbledores Portrait Harry zu seinem Sieg beglückwünschte, musste ich auch tatsächlich weinen.
Das Ende ist auch wirklich kitschig, aber irgendwie habe ich mir genau so was gewünscht und Albus Severus ist ja wirklich genial
Danke, für deine Gedanken über den letzten Band, wie du bin auch ich überglücklich über dieses gelungene und wahrlich fantastische Finale!
29. July 2007 um 00:29
Mariaaaaa nach langer Zeit, in der ich ernsthafte Vorbehalte gegen Harry Potter hatte… will ich sie jetz auch lesen; kann ich mir die, die du auf englisch hast, nach und nach ausleihen? Irgendwann brauch ich ne Zusammenstellung all deiner verfügbaren Medien, ich leih’ sie mir ja eh irgendwann alle aus
(sofern du weiter so leihfreudig bleibst
)
Achja, wünsch dir schöne
FEEEEEEEEEEEERIIIIIIIIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEN!!!!!!!!!
29. July 2007 um 00:38
Tehe, irgendwann fängt jeder an, Harry Potter zu lesen *g* Ja, klar kann ich dir die ausleihen. Aber du hast die Filme schon gesehen, oder? Das ist natürlich dann nicht soo toll. Aber die erklären eh immer viel zu wenig.
Das mit der Zusammenstellung meiner ganzen Medien..hm, ich hätt sowas für alle meine Bollywood-DVDs, aber ich fürchte, das ist der Teil meiner Medien, der dich wohl nicht sooo interessiert, hm?
Dir jedenfalls auch noch schöne Ferien!
29. July 2007 um 11:03
Eehm, ja der Bollywoodteil liegt nich so in meinem Interessensbereich
Ja hab die Filme gesehen, macht aber nix, hab die Herr der Ringe Bücher auch erst nach den Filmen gelesen… bzw nachm ersten, egal, jedenfalls, welche Harry Potter Teile hast du auf englisch? Wenn das geht würd ich nämlich dann heute kurz vorbeikommen und mir den ersten holen wenn ich darf
29. July 2007 um 12:05
Was für eine Frage – ich hab natürlich alle Bände auf englisch
Und ja, kannst holen wenn du willst – weißt du, wo ich wohn?
29. July 2007 um 12:23
Nö, aber wenn du mir ne Adresse gibst (oder ne gute Wegbeschreibung) dann würd ich heut so gegen 19:35 mal vorbeischaun : P
EDIT: hab grad gesehen dass deine Adresse unter “contact” steht… da find ich mithilfe von googlemaps hin
29. July 2007 um 12:37
19:25 Uhr? Nicht vielleicht 19:24 oder 19:26? (Nicht-Juristen würden einfach “halb acht” sagen…)
Äh ja, email ist unterwegs.
29. July 2007 um 15:59
Hab se bekommen, danke; wegen der Uhrzeit, naja, irgendwo muss sich die ganze penible Art des Juristen ja niederschlagen
30. July 2007 um 23:10
So, jetz da ich dich wiedermal zeitweise einiger deiner Besitztümer (Harry Potter 1-4) erleichtert hab, mach ich hier mal nen Zähler, welche davon ich schon gelesen hab, seit ich sie mir gestern abend ausgeliehen hab…
30. July 2007 um 23:11
Harry Potter and the Philosopher’s Stone
30. July 2007 um 23:28
Wenn meine Bücher nicht bei dir wären, würd ich jetzt mit dir wettlesen. *g* Aber so klappt das schlecht…
Du darfst übrigens auch gern mehr dazu schreiben, ob die Bücher jetzt deinen Erwartungen entsprechen (wo sie doch schon zu dünn sind…)
Achja, und eigentlich wolltest du lernen
31. July 2007 um 00:21
Lernen, jaja, hab mir da jetz ‘nen “endgültigen” Zeitplan überlegt, das wird schon noch…. vielleicht…. hoffentlich [wie macht man kursiv?]
Zum Potter:
Ich kann mich nicht mehr an die deutsche Fassung erinnern, da fehlt also der Vergleich. Aber einiges fällt mir auf, das ich immer wieder merke… (das wird jetz der “analytische” Teil, ich mach ‘nen Einschub oder so wenn ich wieder “normal” schreib ;-P)
Rowling entwickelt die Geschichte nicht nur um die Personen, sondern, wie das im Grunde alle wirklich interessanten Geschichten tun, entwickelt gleichzeitig die Personen um bestimmte Archetypen herum; das fängt schon ganz am Anfang an, mit den Dursleys, die – wenn die Geschichte in Deutschland spielte – den engstirnigen, kleingeistigen Spießbürger verkörpern. Die Zauberer hingegen sind die ‘geistig’ offeneren und dadurch auch überlegenen. Weiter geht es natürlich mit den verschiedenen Häusern, die je verschiedene menschliche Grundeigenschaften repräsentieren – wobei alle bis auf Slytherin ausschließlich Tugenden darstellen.
– kohärent und wirklich gut abgestimmt. Ich frage mich immer wieder, ab wann sie wusste, wie genau die gesamte Geschichte von Harry Potter ausgesehen hat/aussehen würde.
Die einzelnen Charaktere haben auch jeweils eine, jedenfalls wenige stark hervorstehende Charaktereigenschaften; das macht sie so markant.
Das Ganze ist in ein sehr symbolträchtiges Geflecht von Namen und Zeichen eingebaut; ich glaube so viele sprechende Namen hab ich noch nirgends zu Gesicht bekommen. Die verbreiteten Vorstellungen von Zauberei wurden mit eher unbekannteren Dingen aufgepeppt, gibt dem Ganzen auch ne starke Wirkung. Ich frag mich grad, ob das in anderen Kulturkreisen, sagen wir in Afrika, überhaupt so wirken kann wie in Europa.
Wenn schon nicht die Symbolik, dann doch jedenfalls die Handlung; alles schön vernetzt, wirkt – Achtung Fremdwort, um den Schein von Intellektualität zu wahren
Die Sprachebene ist zwar natürlich nicht sehrpathosgeladen wie das beispielsweise bei Herr der Ringe durchaus der Fall war (war ja auch ein Buch, das von der Handlung her eher epische Ausmaße hatte) und auch nicht so anspruchsvoll; aber zu dieser Geschichte passt auch die Lebendigkeit, die hier klar im Vordergrund steht, und natürlich eine dem kindlichen Publikum angemessene Erzählart deutlich besser als jede andere.
N
O
R
M
A
L
:
Der erste Teil gefiel mir recht gut, die Geschichte ist unglaublich gut abgerundet (keine unnötigen Schnörkel im Handlungsverlauf), die Charaktere haben eine starke Wirkung – mir gefallen, wie das bei solchen Geschichten meistens der Fall ist, die weiseren und weniger jugendlichen Charaktere besser, allen voran natürlich Dumbledore, aber auch Snape ist mir auf unangenehme Art sympathisch. Die drei jungen Hauptcharaktere mag ich schon auch, aber nur Hermione mag ich wirklich – trotz ihr besserwisserischen Art, was vielleicht auch an Emma Watson liegt (erst die Filme haben mir wirklich Vorstellungen von der Erscheinung der Charaktere gegeben, ich kann mir die Leute in Büchern nie bildlich vorstellen). Das ganze Drumherum, also der Umstand, dass die Geschichte in einer Welt spielt, die uns so nicht bekannt ist, ist im Grunde – für mich zumindest – nicht entscheidend; das bedeutende daran ist, dass uns dadurch beim lesen alles irgendwie besonders vorkommt, was es bei der gleichen Geschichte, würde sie, wie auch immer das aussehen könnte, in unsere alltägliche Welt übertragen, nicht täte. Denn im Grunde ist es die selbe alte Geschichte, die seit Tausenden von Jahren erzählt wird, von Gut und Böse, von Liebe und Hass, von Machtgier und Opferbereitschaft. Just another wrapping… (aber eine äußerst hübsche neue Verpackung : D )
31. July 2007 um 21:22
Freut mich, dass dir das Buch gefallen hat *g* Und ich glaub, es ist eine gute Abwechslung zum lernen, ich glaub, Juristen brauchen neben ihrem etwas…äh… trockenem Stoff eine Ladung Eskapismus – siehe Michael und Oliver
Also zum Buch: Ich würd dir zwar darin widersprechen, das alle guten Geschichten ihre Figuren an Archetypen angleichen (manchmal ist auch genau das Gegenteil so genial), aber in einer Fantasygeschichte in der es um den Kampf Gut gegen Böse geht, ist das natürlich praktisch. Und gerade im ersten Band sind die Positionen noch sehr klar verteilt, jede Figur ist klar bestimmt – mit der Zeit kommen da natürlich etwas mehr Facetten dazu, bspw bekommt das im ersten Band noch absolut perfekt gut gezeichnete Trio auch mal ein paar menschlichere Züge…aber das kommt eben noch.
Slytherin find ich übrigens nicht unbedingt völlig negativ, bzw untugendhaft – die Tugenden Slytherins sind zum Teil vernünftiger als die Gryffindors, zumindest kann man Snape desöfteren zustimmen, wenn er mal wieder darüber schimpft, dass nur ein Gryffindor so dumm sein kann dieses und jenes zu tun..
Und jepp, Rowling liebt telling names, und sie liebt Alliterationen. Die Alliterationen klingen manchmal etwas albern, aber ich liebe die telling names… Grimauld Place
Was die restliche Sprache angeht: Nun, der erste Band ist natürlich noch klar ein Kinderbuch, und die Geschichte ist geprägt vom Entdecken der Zaubererwelt, das ist also natürlich noch eine kindgerechte, positive Sprache. Die Geschichte wird immer düsterer, erwachsener und immer epischer, und das merkt man auch an der Sprache (“BITCH!”, anyone? *g*)
Die unnötigen Schnörkel in der Handlung kommen übrigens noch, nur so als Warnung…
Snape und Dumbledore gehören auch zu meinen Lieblingscharakteren – Dumbledore, weil er diese großartige, allwissende Aura ausstrahlt, und Snape, weil er einer der wenigen Charaktere ist, die man nicht so simpel ins Gut-Böse-Raster eingliedern kann. Dass du Hermione magst, könnt auch vielleicht daran liegen, dass du auch ein klitzekleines bisschen besserwisserisch bist? Und der Beste im Jahrgang? Und so?
Bin mal gespannt, was du zum zweiten Band sagen wirst.
Achja, kursiv macht man, indem man um die Wörter und setzt, ohne Lehrzeichen dann aber.
01. August 2007 um 02:23
Harry Potter and the Chamber of Secrets
(was dazu schreiben will ich aber erst nachdem ich mir ‘ne Mütze Schlaf gegönnt habe…. du bist wahrscheinlich ohnehin brav im Bett, da kann ich das ruhig erst morgen schreiben weil’s eh keiner mehr sofort lesen würd)
01. August 2007 um 05:20
Da ich mich bisher nicht schlafen legen wollte, will ich doch jetzt noch was schreiben…
Erstmal eine Antwort auf deinen Post:
Inzwischen scheint mir einiges, was ich vor einem halben Jahr noch für Intellektualität hielt, etwas wirre, selbstverlorene Schaumschlägerei – anstrengend, oft hübsch, immer irgendwie interessant, aber eben nicht sehr greifbar, einfach zu weit weg vom eigentlichen Menschen. Da ist mir etwas einfachere, fast schlichte Lektüre (gemessen an den abstrakten Spielereien, die mich sosnt beschäftigen) sehr willkommen und gibt mir zu denken, ob die Besuche im Elfenbeinturm wirklich so wertvoll sind, wie mancher meint, sie seien es.
oder wie gesagt einfach an der Hermione, die Emma Watson gibt, ich weiß es nicht.
Eskapismus, immer her damit
Dass Slytherin ganz böse wäre, hab ich gar nicht gemeint; aber hier sind neben Tugenden auch Untugenden bereits im Haus”profil” angelegt, klar und deutlich, nicht nur tendenziell wie bei den anderen.
Was genau ich an Hermine mag, kann ich gar nicht so genau sagen; vielleicht liegt es wirklich daran, dass ihr Charakter mir etwas ähnlich sein könnte
Was ich an Snape hingegen mag, weiß ich sehr genau; sein entschlossene, fast verbissene Art, seine Deutlichkeit und (oft schonungslose) Ehrlichkeit – ja, ich weiß, in späteren Bänden spielt er gezwungenermaßen Spielchen, aber die hab ich noch nicht gelesen. Zudem mag ich die Strenge (nicht umsonst heißt er Severus = der Strenge), die er an den Tag legt; das mag den einen oder anderen stören, ich finde solche Disziplin und Disziplinierung sinnvoll.
Was den zweiten Band angenehm zu lesen macht ist, dass er greifbar ist, mehr als der erste; denn man erfährt etwas mehr, nicht nur darüber, wer die Personen sind, sondern auch darüber, woher sie kommen. Persönliche Hintergründe – das Leben der Weasleys, die Rivalitäten zwischen den Malfoys und den Weasleys, die Vorgeschichte von Voldemort, etwas über Harrys Leben (wenn auch nur wenig), Hagrid… das gibt dem Märchen deutlichere Konturen.
Das Umfeld, in dem das Ganze spielt, bleibt noch hübsch überschaubar, die Konsequenzen der neuen Entwicklungen halten sich in Grenzen; ich denke der zweite Teil bietet hauptsächlich einen Anfang für eine tiefergehende, komplexere Geschichte und natürlich einige Spannung.
Was ich wieder bemerkenswert fand, ist das Gespräch mit Dumbledore nach der Rückkehr aus der Kammer des Schreckens. Ich kenne nicht viele andere Geschichten, die in solcher Kontinuität am Ende des Bandes immer das wirklich bedeutsame von dem, was Gesagt wurde, auf den Punkt bringen. Dass es Loyalität war, die Harry stark gemacht hat; dass man nicht ist, was einem gegeben ist, sondern das, was man damit macht und wie man wählt; dass Güte (gegenüber Dobby) mehr Stärke bringt als es erzwungene Ergebenheit kann; das mag sich alles kitschig lesen. Kitsch ist das aber hier nicht, weil es nicht aufgesetzt wirkt. Das ist das Stück einfache, und vielleicht gerade deshalb so liebenswerte, Weisheit, die auch dem zweiten Band nicht fehlt. Am Ende scheint mir teilweise, das Ganze Buch ist nur da, um dieses Ende verständlich zu machen; und wenn nicht, gibt’s zu ‘nem schönen Ende auch noch ein hübsches Buch
02. August 2007 um 15:40
Ich wollte noch was korrigieren, was ich zum ersten Band geschrieben habe:
Es ist nicht die Andersheit der Welt der Zauberer, die die Geschichte so mitreißend macht, sondern die vielen Klischees, die tief im Bewusstsein Europas sitzen: Magie ist Latein (Hokuspokus kommt, wie du vielleicht weißt, sogar aus der Kirchenliturgie: “hoc est corpus meus” (=dies ist mein Leib) verstand der einfache Bauer einfach nicht und machte “hokus pokus” drauß, Hexen reiten auf Besen, sie arbeiten mit Zauberstäben, Kräutern und großen Kesseln, haben ihre Hexenbücher… Ein Mischmasch an Symbolik, für dessen Verbreitung (und teilweise Aufrechterhaltung) weitgehend die katholische Kirche verantwortlich zeichnet; vielleicht stammen Teile davon auch tatsächlich noch aus alter keltischer Kultur, das weiß ich nicht; doch inzwischen denke ich, es ist mehr das Spiel mit Klischees – und die Platzierung einer Welt, die genau diese Klischees verkörpert, mitten in unserer Welt, nur verborgen vor unseren Augen – als eine wirklich neue, eigene Welt, das eine so starke Wirkung entfaltet. Harry Potter wirkt nicht, weil es eine eigenständige, neue Welt wäre, sondern darum, weil er in einer Welt spielt, über die normalerweise hinter vorgehaltener Hand und mit dem Bewusstsein, über etwas verborgenes, verbotenes zu reden, erzählt wird.
02. August 2007 um 16:46
Sorry, hat ein bisschen länger gedauert mit dem Antworten…
Du hast natürlich Recht mit Slytherin – die sind schon die Bösen, für mich eigentlich auch zu pauschal böse…
Die Disziplin und Strenge, die Snape an den Tag legt, sind mir teilweise schon etwas zu viel. Er geht teilweise schon darüber hinaus und ist natürlich wahnsinnig oft auch absolut ungerecht – bspw McGonagall erwartet auch Disziplin und ist streng, aber in einem viel vernünftigeren Ausmaß…
Was die Hintergründe angehen: die werden natürlich immer mehr, mit jedem Band kommen mehr Puzzleteile aus der Vergangenheit der Charaktere und der Organisation der Zaubererwelt hinzu – find ich auch immer sehr interessant. Das macht die Figuren runder und interessanter, und die dargestellte Welt plastischer.
Die Dumbledore-Gespräche am Ende sind ein bisschen gefährlich, weil sie so in Richtung Erklärbär-Schluss für Dummies gehen – alle übriggegebliebenen offenen Fragen werden noch schnell vom allwissenden Dumbledore erklärt anstatt sie im Lauf der Geschichte zu lösen. Rowling gelingt es aber wirklich gut, diese Enden trotzdem funktionieren zu lassen, so dass das nie stört. Und eben – sie fassen eben noch einmal schön zusammen, um was es in den Büchern geht.
Ja, es hat schon einen Reiz, dass vieles von Rowlings Welt den klassischen europäischen Erwartungen entspricht, auch wenn sie eigentlich absolut albern sind (komm, fliegen auf BESEN? Warum bauen die nicht anständige Fluggeräte?). Und diese ganzen Klischees werden dann eben mit Rowlings eigenen Ideen vermischt und passen wunderbar zusammen. Sehr nett find ich im Bezug auf das Zusammentreffen unserer bekannten Welt und der dazwischen versteckten Welt das erste Kapitel von Band 5 – aber der steht noch bei mir *g*
03. August 2007 um 00:24
Du wirst doch nicht etwa in den Ferien lernen oder das Haus verlassen? : P
Wann ich den dritten les weiß ich noch nicht, kann durchaus ne Woche oder länger dauern… naja mal sehn
08. August 2007 um 01:33
Harry Potter and the Prisoner of Azkaban
HEHE ich sagte ja “kann durchaus ne Woche dauern”… Pünktlichkeit ist eben eine Zier
Kommentar kommt wahrscheins nachm schlafen nach
08. August 2007 um 10:54
So, bin ausgeschlafen, dann will ich mal was dazu schreiben…
Mir persönlich scheint das ganze magische Brimborium im dritten Teil etwas in den Hintergrund zu treten und deutlicher bloß instrumentarisch verwendet zu werden; in den ersten beiden Teilen schien mir das noch viel mehr im Vordergrund. Gleichzeitig wirds natürlich alles bisschen düsterer, die drei Hauptcharaktere verlassen zunehmends die “heile” Welt, in der sie anfangs eher waren, die Gefahren werden immer mehr zur alltäglichen Situation. Wenn Harry im ersten Teil noch nur als Strafe in den verbotenen Wald geschleppt wurde und der dreiköpfige Hund vor ihnen verborgen wurde, so dass sie selbst zu ihm kommen mussten, um in Gefahr zu sein, so ist er im dritten Teil schon ganz am Anfang – mit der Aussicht auf ein Leben als Ausgestoßener oder Gefängnisinsasse – nachts allein und ohne wachsames Auge Dumbledores unterwegs. Das anfängliche Märchen beginnt langsam, das happily-ever-after in Frage zu stellen. Ganz nett eigentlich.
Natürlich gibt’s wieder Rückblicke auf die Vergangenheit seiner Eltern, seiner selbst, neue Freunde und Feinde und alles wird wieder bisschen detailreicher. Was selbstverständlich auch nicht fehlt ist der obligatorische Streit mit den Dursleys am Anfang und das Gespräch mit Dumbledore am Ende, wobei letzteres diesmal – wegen der vorhergehenden Gespräche mit Sirius und Lupin – etwas knapper erscheint als sonst.
Snape wird mir in diesem Band unangenehm; er lässt die beleidigte Leberwurst ziemlich raushängen und spielt nun eindeutig unfair. Das macht ihn aber nicht unbedingt zum Unsympathen, es wird ja erklärt, warum er streckenweise so sinister ist. Auch er zeigt Schwäche, wie alle Hauptcharaktere diesmal:
), Ron ist unfähig, Hermione zu vergeben, Snape eben ist immer noch beleidigt und auf Rache gesinnt, Lupin zeigt sich als Werwolf, der damit auch noch stellenweise unverantwortlich umgegangen ist und das noch teilweise tut, Sirius ist unfähig, Pettigrew gefangen zu halten (wobei da alle mit unfähig sind) und quält sich immer noch, weil er Pettigrew an seiner statt als Secret-Keeper vorgeschlagen hat, und Harry… bricht Regeln, wann er will, wird wiedermal fast rausgeworfen, ist unverantwortlich (da hat Lupin Recht mit der Marauder’s Map) und mit der Rettung Sirius’ und Buckbeaks unzufrieden, weil Pettigrew entkommen ist.
Dumbledore findet seine Grenzen in der Hierarchie der Rechtswelt, in der er lebt, Hermione wachsen die Schularbeiten über den Kopf, sie zickt sogar eine Lehrerin an (wobei Trelawney wohl von mir auch ziemlich angezickt würde
Insgesamt eine unterhaltsame Fortsetzung, wenn auch diesmal weniger spannend zu lesen; die Spannung beginnt mir erst, als Ron unter die Whomping Willow verschleppt wird.
08. August 2007 um 23:42
Hm irgendwas fehlt da, ich weiß aber nicht was… wenn dir was einfällt wozu du gern meine Meinung hättest frag ruhig, ich hab Zeit… vielleicht fällt mir dann auch ein, was ich hier noch hätte schreiben wollen.
14. August 2007 um 14:12
Du wolltest noch erwähnen was für ein grooooßartiger Charakter Lupin ist *herzchen* *schmacht*
Schade, dass du den dritten Band nicht als so spannend empfunden hast, für mich ist das immer noch eines meiner liebsten Potter-Bücher…
Ja, die Tendenz, dass alles düsterer wird läuft natürlich durch die ganze Buchreihe, vom fröhlich-verzauberten, bunten ersten Band bis zum letzten Band, wo dann viele Leben auf dem Spiel stehen. Ungefähr beim vierten Band kann man wohl einen Schnitt machen zwischen Kinderliteratur und Erwachsenenliteratur – und das merkt man nicht nur an der Story, sondern auch am Schreibstil. Gut, dass du die englischen Bücher liest, spätestens ab dem 5. Band wird nämlich auch eine ganze Menge in Großbuchstaben herumgeschrieen, und die deutschen Fassungen haben die Großbuchstaben einfach eliminiert…
(Stephen King, der ein großer Potter-Fan ist, hat letztens übrigens einen schönen Artikel darüber verfasst, wie die Potter-Bücher immer erwachsener geworden sind – den verlink ich dir aber jetzt nicht zum lesen, der spoilert schließlich ziemlich den 7. Band…)
Und genauso wie es immer düsterer wird, machen auch alle Charaktere immer mehr Fehler und zeigen Schwäche – und da die Situation immer ernster wird, wiegen diese Fehler auch immer schwerer, siehe Band 5… wie Dumbledore mal so schön sagt: “I make mistakes like the next man. In fact, being – forgive me – rather cleverer than most men, my mistakes tend to be corespondingly huger.”
14. August 2007 um 22:12
Ach das wollte ich sagen? Hm, ne glaub ich nich : D Dafür bin ich wohl zu wenig… wie sag ich’s… weiblich
Nein Lupin ist schon ein freundlicher Charakter, stimmt schon.
Ich denke, dass die Spannung abnimmt, hängt wohl an zwei Dingen; daran, dass die Welt Potters langsam bekannt ist, und daran, dass über länger werdende Bücher die Spannung zu halten immer schwieriger wird. Am Ende auf die Auflösung gespannt war ich natürlich schon. Die Personenkonstellationen wurden aber im dritten Teil – abgesehen vom letzten Teil, also sobald Black auftaucht – für mich, soweit ich das sehen kann, nennenswert dichter oder komplexer, die Gefühle der Charakter (soweit ich das jetzt noch im Kopf habe) sind auch noch recht klar gefasst.
SPOILER: Der vierte Teil gefällt mir bisher sehr gut, Hermione ist eindeutig mein liebster Charakter (was die jungen Helden angeht – Dumbledore ist harte Konkurrenz
). Wird aber wohl noch ne halbe Woche dauern, bis ich den durchhab…
15. August 2007 um 01:08
Es muss richtig heißen “Die Personenkonstellationen wurden aber im dritten Teil – abgesehen vom letzten Teil, also sobald Black auftaucht – für mich, soweit ich das sehen kann, –>NICHT
20. August 2007 um 19:17
Harry Potter and the Goblet of Fire (war schon gestern abend damit fertig)
Der meiner Ansicht nach bisher beste Teil der Potter-Reihe; Handlungsführung und Spannungsverlauf wurden noch einiges souveräner als in den ersten dreien gehandhabt.
Der Anfang ist der deutliche Übergang von einem eher episodenhaften Märchen zu einer größeren Geschichte; wie gesagt war ja die Handlung bisher fast vollständig auf Hogwarts beschränkt. Aber der Beginn des vierten Teils macht fast nebenher deutlich, dass das eine sehr vereinfachte Sichtweise war und diese Geschichten in einer Welt spielen, von der Harry bisher weitgehend abgeschottet war. Die Erweiterung seiner Welt geht sofort einher mit einer Erweiterung des Personenkreises, die für Konsequenzen von neuer Qualität sorgt. So bissi politischer Hintergrund war ja im dritten Teil auch schon erkennbar; aber im vierten wird das mehr ins Zentrum gerückt. Gefällt mir sehr gut, das hilft die Spannung deutlich zu steigern, weil einfach viel mehr Platz für Überraschungen und unerwartete Wendungen bleibt.
Aber nicht nur eine viel größere Welt wird im vierten Teil gezeigt, sondern auch eine mit viel mehr Streit und unklareren Positionen. Ob Snape nicht doch ein Unterhändler Voldemorts ist und Harry in’s Tournament geschmuggelt hat bleibt für den gepackten Leser (der lieber auf Ron als Hermione hört) wohl lange Zeit unklar, Karkaroff ist lange Zeit verdächtig, zusätzlich streut Rita Skeeter ‘lustige’ Gerüchte, Crouch ist auch nicht gerade sonderlich positiv besetzt… Zwielicht kommt auf in der bisher deutlichen Dualität. Und so wird auch Harrys kleine heile Welt stark strapaziert, erst redet Ron nicht mit ihm, dann streiten Ron und Hermione (naja eigentlich das ganze Jahr über…. S.P.E.W.), am Ende natürlich der Kampf mit Voldemort, dessen Rückkehr, der Tod Cedrics und Barty Crouch Jr., der Hogwarts infiltriert hat und so auch diesem Ort seine absolute Sicherheit nimmt.
Harry stellt wiedermal seinen Leichtsinn unter Beweis; nach einem Drachen wiegt er sich in Sicherheit, das Tournament könne nicht mehr schlimmer werden. Er ist unfähig zu erkennen, dass selbst das überstehen solcher Aufgaben keinen Sieg bedeutet, da er von der dunklen Seite gezwungen wurde, sich diesen lebensbedrohlichen Aufgaben zu stellen; er ist ihrem Willen hier ausgeliefert und bleibt dennoch unfähig, die Gefahr nicht allein in den Aufgaben selbst, sondern auch oder vor allem darin zu sehen, dass er zu diesem gefährlichen Spiel gezwungen wurde. Sicher überstehen kann er das Ganze nur, weil er auch hierin dem Willen des Feindes folgen muss, es zu überleben und zu siegen. Nicht einen Moment ist er Herr seiner Lage; das ist aber nicht seine Schwäche, sondern seine Blindheit vor dieser Tatsache.
Trotzdem entkommt er, durch den Schutz von Opfern Voldermorts, durch die Hilfe Hermiones (ohne die er den Summoning Charm wohl nie gelernt hätte) und durch die Überheblichkeit seines Feindes; nicht aus eigener Kraft also (abgesehen von seiner Fähigkeit, dem Imperius Fluch zu widerstehen), sondern, weil er die richtige Seite gewählt hat. All diese Dinge, die ihn retteten, hätte er nie zur Unterstützung gehabt, wäre er auf Seite der Finsterlinge.
Am Ende erkennt er den Ernst der Lage und findet sich in einer Welt regiert von einem Minister, der aus Angst um seine Karriere lieber wegsieht als die harte Wirklichkeit zu akzeptieren.
Die Klarheit und Sicherheit, die wenigstens in seinem engsten Freundeskreis die ersten drei Teile bestand, wird gestört von – Hormonen. Ron und Hermione, die eindeutig zusammenkommen müssen (ich hab’s gestern schon gesagt, wer das ab Band 4 nicht begriffen hat, hat offenbar nicht aufgepasst oder ist einfach nur stur und will das nicht akzeptieren), sind beide nicht gerade begeistert, wenn der andere von Fleur geküsst wird, mit Krum zum Ball kommt oder den Veelas hinterherstiert. Spätestens als Ron und Hermione am Abend des Balls nach den Worten “Next time there is a ball, ask me before someone else does, and not as a last resort!” auseinandergehen und am nächsten Tag nur “förmlich”, wenn auch freundlich miteinander umgehen und nicht mehr über den Ball sprechen… Offensichtlicher geht’s kaum noch. Dann noch die Differenzen um S.P.E.W. (übrigens die einzige Sache, bei der ich mir nicht sicher bin, dass Hermione Recht hat – ansonsten hat sie einfach in allem Recht, zumindest ist mir nichts aufgefallen wo sie sonst noch falsch läge)… Harrys Ruhe, die er im Freundeskreis sonst immer findet, wird stark strapaziert. Auch Hagrid leidet, natürlich unter Rita Skeeter, genau wie Hermione und er selbst.
Doch es gibt auch klare Momente für neue Hoffnung; Snape, der ganz offenkundig auf Harrys Seite steht – was spätestens am Ende klar sein muss – auch wenn er ihm gegenüber hart und ungerecht ist wie sonst wohl kaum jemand, ist eindeutig ein Lichtblick wie sonst nur Dumbledore und Sirius. Denn gerade dadurch, dass er Harry gegenüber hart ist, aber auch auf der selben Seite steht, zeigt er, dass er vollkommen auf seiner Seite ist; wäre er das nicht, so wäre er, um seine Haltung zu kaschieren, freundlicher zu Harry. Auch der Waffenstillstand (ein Frieden ist’s ja nicht wirklich) mit Sirius ist ein Zeichen dafür.
Hagrid als Halbriese, wie Madame Maxime, ist ebenfalls ein Hoffnungsschimmer, weil er natürlich eine Verbindung zu den Riesen ist, denen Dumbledore Frieden und Freundschaft bieten will.
Hat mir sehr gut gefallen, wie gesagt, ich fand ihn deutlich spannender als die ersten drei, obwohl er länger ist. Lieblingsfiguren bleiben – und ich denke das wird sich nicht ändern – Dumbledore, entschlossen, stark, bescheiden, freundlich und durch seine Weisheit oft kindlich unschuldig, und Hermione, die einfach immer das Richtige vorschlägt, Harry hilft, Selbstsicherheit in ihrer Schlagfertigkeit und ihrem Können findet (die Gelassenheit, mit der sie auf Rita Skeeters Artikel in Witch Weekly reagiert, und ihre Findigkeit, als sie sie außer Gefecht setzt, zeigen das). Snape ist noch im Rennen…
Ahja solltest du meine Meinung zu irgendwas bestimmtem wissen wollen, schreib’s einfach, ich hab Zeit was zu tippen…
25. August 2007 um 00:49
Ich seh schon, der fünfte Teil könnte etwas dauern; ich hab’ grad ‘ne halbe Stunde für 4 Seiten gebraucht… ich hoffe das is nur temporär, bei diesem Lesetempo schaff ich in meinem Leben nicht die Bücher, die ich mir allein für die kommenden 12 Monate grob vorgenommen habe…
25. August 2007 um 10:31
Hm, an was liegts denn? Keine Motivation deinerseits, oder ist dir das Buch zu langweilig? Da wärst du nicht der erste, der den fünften Band etwas träge findet *g*
25. August 2007 um 10:49
Ehrlich gesagt find ich ihn bisher gar nicht schlecht, Ron und Hermione sind gerade Prefects geworden, aber an mangelnder Motivation darf sowas nicht liegen… Ich glaub ich konzentrier mich zusehr, bin teilweise bestimmt 30 Sekunden an einem einzigen Wort gehangen. Nene, das wird schon wieder…
25. August 2007 um 10:58
Ich mag den fünften Band ja auch (gut, in der Mitte zieht er sich doch etwas), aber viele haben da halt gemeckert….
Ich würd normalerweise ja sagen, du musst dich erst einlesen – aber nachdem du gerade erst 4 Rowling-Bücher gelesen hast, solltest du an den Schreibstil gewohnt sein *g*
30. August 2007 um 23:57
Harry Potter and the Order of the Phoenix
06. September 2007 um 20:03
Harry Potter and the Half-Blood Prince
08. September 2007 um 00:38
So, ich schreib doch schon heute was (zum fünften zumindest) – hab den letzten Donnerstag in nem Marathon von 210 Seiten ab 13:45 runtergerissen; da mochte mein Verstand nicht mehr, und irgendwie hab ich seitdem nicht richtig Zeit gefunden was zu schreiben.
Aber zum Buch.
Ich muss ehrlich gestehen, ich kann nicht verstehen, dass irgendjemandem dieser Band weniger gut gefiel als die anderen oder gar streckenweise anstrengend. Ich halte den fünften klar für einen der besten (der sechste gefiel mir aber noch deutlich besser).
Wobei ich sagen muss, dass mir Harry lange etwas zu sehr in seinem eigenen “Sturm und Drang” gefangen war [btw, nicht nur in diesem Band]. Gleich am Anfang, seine dauernden Wutausbrüche gegen seine Freunde (die wirklich keine Schuld traf und die auch gute Gründe hatten, ihn nicht einzuweihen – mangelndes Wissen und das Versprechen an Dumbledore, Harry nichts zu erzählen) sind zwar durch seine Frustration verständlich, aber beim Umgang mit dieser legt er auch fast gar keinen Feinsinn an den Tag. Nicht einen Moment scheint es ihm in den Kopf zu kommen, dass es genau so ist, wie Hermione (oder war es Phineas Nigellus? Der hält ohnehin die beste Predigt über unerträgliche Jugendliche, die ich bisher gelesen habe
) sagt: hat es ihm jemals geschadet, auf Dumbledore zu hören? Und dennoch, er meint es besser zu wissen, meint, unverstanden zu sein, ja sogar der einzige zu sein, der Sirius retten könne. Ein typischer, frühkluger, fast egozentrischer Besserwisser. Ein ganz normaler pubertierender Kerl eben – es gibt kaum unerträglichere Menschen (wobei ich selbst natürlich, wie das eben so ist, die große, singuläre Ausnahme war
; aber mal ehrlich, mein Unmut über dieses Verhalten zeugt auch von einem gewissen Mangel an Reife); abgesehen von Ignoranten zumindest;-)
Das wiederum bringt Harry ziemlich weit nach oben auf die Sympathieleiter; er ist umgeben von Ignoranten. Der Daily Prophet, das Ministerium, ja sogar Seamus, der mit ihm ein Zimmer teilt, niemand schenkt ihm Glauben, nichtmal Dumbledore. Eine himmelschreiende Ungerechtigkeit ist es, dass Dumbledore vieler seiner Ämter enthoben wird (wenigstens bleibt er auf den Chocolate Frog Cards
) und Harry als süchtig nach Aufmerksamkeit, sogar wahnsinnig und gefährlich verleumdet wird, und hat gerade darum eine wichtige Bedeutung, die Harrys Verhalten selbstverständlich in sich trägt. Doch genau diese Ehrlichkeit und seine Bereitschaft, sich der Wahrheit zu stellen, auch wenn sie unangenehm ist, bringt ihn in Bedrängnis, als die systemtreue Umbridge, die bereit ist jede Lüge zu glauben, um ihre heile Welt nicht zu verlieren, auf die Schule losgelassen und als Defencelehrerin den Schülern vorgestellt wird. Doch egal wie oft sie Harry foltert, ihn Lügner nennt und ihn bloßzustellen sucht, er bleibt bei seiner Geschichte. Eine sehr klare Aussage, die hier getroffen wird: die Wahrheit holt euch ohnehin ein, also stellt euch ihr früh genug. Ein Charakterzug, den ich an der Figur mag, ohne Zweifel.
Wenn ich mal Harrys ungestüme, ungehaltene und undurchdachte Reaktionen weglasse – die ihn ja nicht gerade selten in Todesgefahr bringen – dann hat der Charakter ziemlich viele Züge, die nur ansprechend sein können (und, nebenbei, auch seine Temperamentsausbrüche mit erklären); er ist mutig, selbstlos (meistens), gerechtigkeitsliebend, standhaft, ehrlich, und in der wichtigste Sache der Geschichte, dem Kampf gegen Voldemort, opferbereit. Fast all das trifft auch auf seine Freunde zu, aber Harry wird natürlich einmal durch die Erzählperspektive hervorgehoben, die bisher allein von seiner Position aus berichtet, aber zum anderen auch, weil ihn alles viel mehr betrifft als die anderen. Er wird gejagt, er ist das Ziel Voldermorts, er ist es, der ihm entgegenstehen kann. Und wohl genau hier unterscheidet er sich am meisten von den anderen: er ist nicht nur bereit, im Kampf zu sterben, sondern auch, den Kampf mit Voldermort selbst zu suchen.
Wovon ihn natürlich Hermione erstmal überlegterweise abhalten will, als Harry die Vision von Sirius im Department of Mysteries hat. Überhaupt hat Hermione wieder überall den Durchblick, ob mit Cho, bei der Frage, wem zu vertrauen, bei der Beurteilung der Lage mit Umbridge… Diesen Durchblick, den sie gerade bei den Erklärungen, wie Mädchen denken und vor allem fühlen, an den Tag legt, fand ich das unterhaltsamste Motiv des ganzen Buches. Wenn sie nach dem Valentinstag in Hogsmeade Harry erklärt, was er alles falsch gemacht hat, und mit dem Satz “And it might have been a good idea to mention how ugly you think I am, too.” abschließt – eine unglaublich lustige, liebenswerte Szene, die Hermione wiedermal unheimlich sympathisch macht aber auch mit zwinkerndem Auge darauf hinweist, wie lustig doch dieses zeitgeistliche “Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus” ist. Von außen, zumindest.
Doch nicht nur Harry zeigt sich in diesem Spiel recht unbeholfen (in den Szenen mit Cho sind beide ziemlich tölpelhaft), vor allem Rons Verhalten in Hermiones Gegenwart ist köstlich. Bei jeder Erwähnung einer Kleinigkeit, die Hermione an anderen Jungen aufgefallen ist, die in seinen Ohren klingt, als gefiele das Hermione, wirft er ein er könne das auch oder habe das auch… Hahnenkampf ohne Gegner, seine Eifersucht verrät ihn und lässt ihn sich selbst mit Hirngespinsten vergleichen, die er meint, überbieten zu müssen. Was er natürlich nicht wirklich beherrscht und einen tolpatschigen Kommentar nach dem anderen einwirft. Was er aber natürlich nicht nur im Bezug auf “potentielle” Konkurrenten in Sachen Hermione macht, sondern auch immer dann, wenn Hermione wiedermal erklärt, wie ‘Frauen ticken’. “One person can’t feel all that at once, they’d explode.” – “Just because you’ve got the emotional range of a teaspoon doens’t mean we all have.” Wie lustig, sehr schön auf den Punkt gebracht, alle beide
Sowohl hier hat Hermione Antworten, als auch für ihr Problem mit Umbridge: Harry soll ihr Lehrer sein. Bei Dumbledore’s Army machen natürlich auch alle wichtigen Charaktere mit, Ron und Hermione, Fred, George, Ginny, Neville, Luna (wobei ich die Filmumsetzung gerade Lunas nicht ganz treffend finde – aber dennoch sind sowohl die Filmluna als auch die im Buch sehr liebenswert, wenn auch durch den Quibler etwas nervig, aber auch unterhaltsam) und Cho. Mit dem Room of Requirement ist Rowling eine sehr interessante Lösung eingefallen. Mit erstaunlich viel Rücksicht auf die etwaigen Probleme, die das mit Umbridge geben könnte, wird sich hier rebellisch auf den unausweichlichen Kampf vorbereitet.
Mit deutlich weniger Weitsicht, ja selbst ohne jede Einsicht und Geduld reagiert Harry auf Voldemorts Falle: Sirius stirbt, und mit ihm Schutz, Geborgenheit und alle Gefühle für den einzigen, der ihm im fünften Band elterlich beizustehen scheint – soweit Harry das bis zum Schluss in Dumbledores Büro jedenfalls sehen kann.
Doch Dumbledore tritt voll an diese Stelle. Er schützt Harry vor Voldemort – der erste wirkliche Auftritt Dumbledores als mächtig – und enthüllt Harry den Grund für den Tod seiner Eltern, den Grund für den so ungewöhnlichen Verlauf seines Lebens und für den “steinigen Weg”, der vor ihm liegt. Voldemort hat ihn selbst zu seinem Feind gemacht, unwissend, dass erst die Liebe, die er zerstört, Harry gegen ihn aufbringen und mächtig machen würde.
So jetz muss ich noch zwei Dinge anmerken, die ich von der Symbolik her erwähnenswert fand; im Grunde nur ein Ding, darüber aber zwei Aspekte.
Ich fand die Darstellung des Todes als Torbogen äußerst gelungen. Wann immer man sich den Tod vergegenwärtigt – so sehe ich das zumindest – denkt man an ein Ereignis, das Ende eines Lebens; hier wird dargestellt, dass der Tod auch anders verstanden werden kann, als ein Durchgang in Ungewissheit hinein, die vom schwarzen Schleier, der den Tod verdeckt, symbolisiert wird.
Was dieses Symbol in direkten Bezug zur abrahamitischen Jenseitslehre (wobei Rowling sicherlich die christliche Idee davon im Kopf hatte) rückt, sind die Stimmen, die Luna und Harry hinter dem Vorhang hören. Dort mag Ungewissheit sein, doch auch Vertrautheit; man weiß nicht wie, doch aber dass es weitergeht.
Insgesamt hat mir der fünfte ziemlich gut gefallen, solltest du meine Meinung zu einem bestimmten Punkt haben wollen, kannst du wie immer gerne fragen
16. September 2007 um 15:46
Harry Potter and the Deathly Hallows
16. September 2007 um 15:56
Ich les grad, dass du nach dem ersten “count” hier geschrieben hast: “Achja, und eigentlich wolltest du lernen”—
Da hat sich die Situation letzten Dienstag etwas entspannt, als ich erfahren hab, dass ich meine Prüfungen doch bestanden habe… Wir haben je 2 in Privat- und in Staatsrecht geschrieben und je 1 musste bestanden werden, und ich hab in Privatrecht die zweite und in Staatsrecht die erste bestanden (womit ich nie gerechnet hätte, Staatsrecht hatte ich gute Hoffnung, aber Privatrecht hatte ich schon abgeschrieben). Das bedeutet, ich hab jetz erstmal seit Dienstag nix gelernt *froi* und hab auch ned vor vor Dienstag wieder ein Buch zum lernen in die Hand zu nehmen ^^
Achja heute geh ich nich bowlen, bin in Passau, falls du hingehen willst diefangen um 8 an normalerweise, hinfinden weiß ich ned ob du tust…. nächste Woche werd ich wieder fahren, da kannst ja dann sagen ob du mitwillst oder nicht
Wie läufts eigtl bei der PNP?
16. September 2007 um 16:06
Beruhigt mich, dass du doch alles bestanden hast, sonst hätt ich ja wirklich noch anfangen müssen mein Weltbild umzubauen *g* In den Ferien lernen kann ja eh nicht gesund sein, also ist das so gleich viel besser..
Ich hab übrigens wieder mal Gulliver in Passau vergessen… aber wenn du nach der Potter-Reihe was zum Lesen suchst, deck ich dich gern mit Neil Gaiman ein
Praktikum macht bisher ziemlich Spaß, ich hab zwar nicht allzu viel zu tun, aber das ist eh ganz gut. Donnerstag war ich im Gericht um was über so einen Prügelei-Fall zu schreiben, das war gar nicht soo langweilig wie ich angenommen hatte – vielleicht ist dein Beruf doch nicht so schlimm *g* Am Montag vormittag (um 10 glaub ich) wär übrigens wieder eine Verhandlung zu der ich geh, magst mitkommen?
Und sonst schreib ich Polizeimeldungen um und les alles Korrektur…
16. September 2007 um 16:39
Das mit Neil Gaiman überleg ich mir, was haste denn von dem so damit ich mir nen Überblick verschaffen kann?
“Nicht so schlimm” – ich hoffe doch mal, sonst muss ich am Ende noch was anderes machen als ich will, und das geht nicht. Das würde ja Arbeit bedeuten; dem würde ich ein (wenn auch eventuell brotloses) Leben als Schriftsteller vorziehen; brauch ich nur noch ne gute Idee oder 2… Naja die Muse kann mich ja jetz in meiner (dank bestandenen Prüfungen) neugewonnenen Freizeit gerne küssen, jetz wo ich mal Iustitia bisschen Ruhe gönne *g*
Morgen vormittag? Tut mir leid, Passau… aber solltest du Montag, den 24ten meinen, das lässt sich vielleicht einrichten ; )
16. September 2007 um 16:53
Von Gaiman hab ich Stardust, Neverwhere und Fragile Things da, Anansi Boys hätt ich in Passau. Ich würd dir jetzt als erstes Stardust (zu dem kommt auch bald eine Verfilmung ins Kino) oder Neverwhere geben, du kannst bei beidem die ersten Kapitel auf Gaimans Homepage lesen: http://www.neilgaiman.com/exclusive/bookexcerpts/
Naja, aber Anwalt sein ist doch auch Arbeit, oder? Na gut, die Staatsanwältin in meinem Fall am Donnerstag hat eh die meiste Zeit geschlafen glaub ich (die war auch noch Referendarin).
Die Ideen für dein bahnbrechendes Buch hast du wahrscheinlich eh (auf unzähligen Zetteln), du bräuchtest halt noch eine Story *g* Aber wenn du jetzt ja Zeit hast…
Ja, wär morgen vormittag. Und du müsstest eh allein im Zuschauerraum sitzen, weil ich ja nach vorn ans Pressetischlein darf
16. September 2007 um 17:41
Ah, sehr schön, dann hab’ ich etwas zu lesen, dachte schon ich muss mir ernsthaft überlegen was ich morgen machen könnte… Mal sehen ob mir das gefällt, aber ich dachte jetzt erstmal daran, noch ein zwei Klassiker zu lesen, vielleicht Jules Verne oder so….
Technisch gesehen wär das Arbeit, ja, aber wenn man etwas gern tut, dann empfindet man es nicht wirklich als Arbeit, selbst wenn es “anstrengend” sein sollte. Recht haben und mit Wissen auftrumpfen… naja etwas, das mir mehr liegt, muss ich erst noch finden ^^
Uuuuh bist du wichtig, hast du auch an Presseausweis?
16. September 2007 um 18:42
Auf der Seite findest du auch noch ein paar Kurzgeschichten von ihm, falls dir langweilig werden würde. Oder du liest dich durch seinen Blog, das macht auch Spaß *g*
In der Hinsicht ist das natürlich ein wirklich guter Beruf für dich, ja… und du hast auch immer Ansporn deine Fälle zu gewinnen, weil du ja unbedingt Recht haben willst
Und die Verhandlung am Donnerstag sah wirklich ganz nett aus – gut, die Staatsanwältin war langweilig und ein Verteidiger war nicht da, aber der Richter war ziemlich cool drauf *g*
Und nein, ich hab keinen Presseausweis, aber wichtig bin ich natürlich schon. Naja, gut, Praktikanten-wichtig. Eigentlich also gar nicht…
22. September 2007 um 00:37
Ok hab mir das was an excerpt von Stardust auf seiner Homepage ist durchgelesen, ich denke das nehm ich mal ; )
Würd dir am Sonntag Harry Potter VII zurückbringen (vielleicht schaff ich’s bis dahin sogar mich hinzusetzen und über Teile VI und VII bissi was zu schreiben), voraussichtliche Uhrzeit weiß ich noch nich genau, ich hab jedenfalls vor danach zum bowlen weiterzufahren – solltest du mitwollen nehm ich dich gerne mit – also würd ich irgendwann zwischen 19 und 20 Uhr vorbeischauen, genauerer Uhrzeit schreib ich sobald ich Plan hab ^^
22. September 2007 um 15:13
Gut, dann bekommst du Stardust – du darfst dann auch mit mir ins Kino gehen (der Film läuft am 18.10 an)
Morgen zwischen 19 und 20 Uhr ist ok, ob ich zum Bowlen mitkomm weiß ich noch nicht – ich muss ja arbeiten und so. Montag steht ein Artikel über einen Eisenbahnuniformsammler an, bei dem ich am Freitag war *g*
btw, mein Gerichtsfall von letzten Montag ist noch nicht vorbei – wir haben eine volle Stunde gebraucht die Anklage zu verlesen und nach 4 1/2 Stunden Verhandlung wurde das ganze dann erstmal verschoben. Lustiger Fall. Vielleicht hast du ja Zeit dafür wenns weitergeht, allerdings würd ich, wenn ich der Angeklagte wär, bei der nächstbesten Gelegenheit alles gestehen, vielleicht ist da also dann nicht mehr viel los…
22. September 2007 um 16:03
Ok, dann kannst du morgen gegen 19:40 mit mir rechnen. Endlich wieder ne entspannende Abwechslung zu Constitutional Law, ich lern momentan für Englisch und des is ned sonderlich spannend…
Wobei sich Eisenbahnuniformsammler auch ned sooo spannend anhört : P Und ne Stunde Anklageschrift verlesen klingt auch ned nach action pur… kannst ja mal den nächsten Verhandlungstermin hier posten, mal schaun vielleicht bin ich da grad zuhause und ned in Passau und hab Lust drauf.
Was is eigentlich die Anklage?
22. September 2007 um 18:07
Aber die Engländer haben doch so lustige Gesetze, oder? Hast du da nicht mal ein lustiges Referat gehalten?
Ich kann dir auch die 44-Seitige Anklageschrift aus meinem Fall zum Lesen mitgeben – da hat man ja auch was zu lachen. Zumindest wenn man es vorgelesen bekommt ist man beim x-ten Mal “Im Vertrauen auf die Richtigkeit der vom Angeklagten gemachten Angeben hat…” doch am Kichern. Einer von den Schöffen kann das bestätigen, der hat auch ständig gegrinst *g*
In dem Fall gehts hauptsächlich um eine ganze Reihe von Betrugsfällen mit gefälschten Urkunden, aber auch so Nebensächlichkeiten wie Kinderpornobilder auf der Festblatte. Aber natüüüüürlich ist er unschuldig. Weiß von gar nichts. War alles wer anderes. Was ihm leider niemand glaubt, ich denk nichtmal sein Anwalt….
22. September 2007 um 18:51
Ja grundsätzlich kann das alles schon Spaß machen, nur hab ich mal wieder das Ganze etwas zu lange aufgeschoben -_- Aber ich bin jetz in den Krieg eingetreten, der Feind heißt “Faulheit”, nur irgendwie bin ich seiner Strategie manchmal noch nicht ganz überlegen…
Nein danke das kannste dir sparen : D wenn ich heut endlich ma fertig werden sollte mit lernen dann hab ich 47 Seiten über UK-Verfassungsrecht gelesen, da geb ich mir lieber ‘ne Verhandlung, ich freu mich immer wenn Unschuldige freikommen ; ) Das mit den Kinderpornos is aber “bestimmt” ein Unfall, er is wahrscheinlich mit dem Internet nich so vertraut und hat vielleicht ‘nen Trojaner bekommen, der ihn dann als Proxy für die Verteilung solcher Bilder benutzt… oder so… und Urkunden kann man ganz leicht aus Versehen fälschen, das passiert immer wenn man vergisst “MUSTER” draufzuschreiben ; )
22. September 2007 um 19:18
Ich hab den Kampf mit Faulheit schon längst aufgegeben und hab jetzt ein Bündnis mit ihr eingegangen, bei dem unsrer beider Interessen gewahrt werden. Funktioniert relativ gut *g*
Die Pornos waren schon auf der Festplatte als er sie von jemand gekauft hat. Und die Blankoformulare von Urkunden darauf hat jemand anderes da drauf gespielt, weil derjenige seinen Laptop verkaufen wollte und leider keine CD zum Datensichern hatte. Ääääh ja. Die völlig Verplantheit des Angeklagten ist definitiv der Punkt, der am meisten für seine Unschuld spricht – so jemand kann keine Betrügereien geplant haben, für die man Hirn bräuchte
22. September 2007 um 20:08
Bündnis? Sag sowas nicht jetz wo ich endlich mal angefangen hab sowas wie halbwegs ernsthaft zu lernen!
Ahja, ok na das is ja ne plausible Geschichte… ô_0
Am Ende kann er wahrscheinlich nichtmal ‘nen PC bedienen, wirst sehen
23. September 2007 um 18:53
Bowlen is heut erst später, komme daher voraussichtlich erst um 20:30