PRIDE AND PREJUDICE (inkl. Darcy-Picspam)

20. February 2008

pp-cover.jpgEigentlich wollte ich ja noch auf Becoming Jane warten, aber damit ihr nicht so lang auf dem Trockenen sitzt, hab ich das aufgeteilt und mach den Pride-and-Prejudice-Beitrag gleich und besprech Becoming Jane erst später. Dafür gibt´s diesmal noch einen ganzen Schwung Darcy-Schmachtbilder dazu (und beim nächsten Beitrag dann wohl welche von Tom Lefroy…). Wie angekündigt hab ich in den letzten Tagen zwei Verfilmungen von Jane Austens “Pride and Prejudice” gesehen, zum einen die 6-teilige BBC-Miniserie von 1995 mit Jennifer Ehle und Colin Firth, und zum anderen den Kinofilm von 2005 mit Keira Knightley und Matthew Macfadyen.

Der reiche Mr Bingley hat gerade ein Anwesen in der Nachbarschaft der Familie Bennet gemietet, was Mrs Bennet in heillose Aufregung versetzt: schließlich ist das die Gelegenheit eine ihrer fünf Töchter Jane, Elizabeth, Mary, Kitty und Lydia gut zu verheiraten. Mr Bingley findet auch tatsächlich schnell Gefallen an der schönen Jane, doch sein Freund Mr Darcy ist wenig beeindruckt vom unmöglichen Verhalten der restlichen Bennet-Familie. Dabei verliebt er sich selbst in Elizabeth – die ihn allerdings als stolzen, arroganten Schnösel abgeschrieben hat…

BBC-Miniserie 1995

Regisseur: Simon Langton Drehbuch: Andrew Davies Musik: Carl Davis Darsteller: Jennifer Ehle (Elizabeth), Colin Firth (Mr Darcy), Crispin Bonham-Carter (Mr Bingley), Susannah Harker(Jane), Adrian Lukis (Mr Wickham), Alison Steadman (Mrs Bennet), Benjamin Whitrow (Mr Bennet)

Normalerweise bin ich der Meinung, dass eine gelungene Buchverfilmung nicht unbedingt den Ereignissen des Buches 1:1 folgen muss. Was in einem Buch funktioniert muss noch lang nicht im Medium Film funktionieren, da dürfen also ruhig Dinge geändert werden – wichtig ist nur, dass der Geist und die Atmosphäre des Buches eingefangen wird. Weshalb der dritte Harry Potter Film auch so viel besser als die ersten beiden ist. Wenn man jetzt aber 6 Stunden und eine ganze Menge Talent vor und hinter der Kamera zur Verfügung hat, spricht wirklich nichts gegen eine äußerst genau der Buchhandlung folgende Umsetzung. Genau das ist die BBC-Verfilmung von Pride and Prejudice: hier wird wirklich Szene für Szene der Rompp-95schweigen.jpgan durchgegangen, und sehr häufig werden die Originaldialoge verwendet. Wenn denn einmal ein wenig von der Vorlage abgewichen wird, ist das zum einen meist absolut nachvollziehbar und zum anderen oft auch als Verbesserung zu sehen: zum Beispiel bekommt Darcy ein paar Szenen mehr, unter anderem die Darcy-Seebadeszene, auf die wohl niemand, der bei rechtem Verstand ist, freiwillig verzichten würde. Und selbstverständlich wurde nicht nur die Handlung getreu wiedergegeben, sondern auch die Stimmung und die Geisteshaltung des Romans perfekt eingefangen. Die Figuren benehmen sich genau so, wie man sich das während dem Lesen vorgestellt hat, die Atmosphäre dieser Welt wirkt so wie sie sollte und alle möglichen Details wurden eingefangen.

Eine so vorlagengetreue Verfilmung läuft natürlich Gefahr langatmig und unspannend zu werden, doch die Macher der BBC-Verfilmung haben das Tempo ihrer Miniserie bestens im Griff. Die zeitlose Inszenierung, die zauberhafte Musik, die geistreichen Dialoge und nicht zuletzt die spielfreudigen Schauspieler verhindern, dass hier jemals irgendwo Längen entstehen – die Handlung strebt stetig voran ohne dass man das Gefühl hätte irgendwelche Szenen hätten jetzt kürzer besser funktioniert und die sechs Stunden vergehen tatsächlich wie im Flug. Selbst wenn einmal nicht viel geschieht, ist man bestens damit beschäftigt die Kostüme und die Ausstattung zu bewundern – oder sich einfach an den Schauspielern zu erfreuen. Die sind nämlich größtenteils einfach genial ausgewählt und passen alle hervorragend zu dem Bild, dass man sich während dem Lesen gemacht hat. Besonders die beiden Hauptdarsteller beeindrucken: Jennifer Ehle stellt ihre Lizzie wunderbar lebensfreudig und geistreich dar und bringt das Gefühlsleben ihrer Figur perfekt herüber – besser kanpp-95lizzie.jpgn man sich Lizzie nicht gar nicht wünschen. Und Colin Firth als Darcy ist sowieso die Idealbesetzung schlechthin. Darcy ist wohl nicht unbedingt eine leicht darzustellende Rolle, schließlich muss man aufpassen, dass die Figur trotz allem missmutigen und stolzen Gehabe in der ersten Hälfte nicht uninteressant oder gar unsympathisch wird. Firth hat damit jedoch keinerlei Probleme, er hat eine unglaubliche Präsenz als Darcy und einen äußerst ausdrucksvollen Blick (“laser-gaze” nennt mein DVD-Cover das *g*), so dass er auch wenn er grummelig aus dem Fenster schaut das Bild beherrscht. Aber nicht nur Ehle und Firth überzeugen, die BBC-Miniserie ist bis in die kleinsten Nebenrollen mit tollen und passenden Darstellern besetzt, da kann man gar nicht anfangen die aufzuzählen. Nur als Mrs Bennet ist etwas gar hysterisch und schrill, da wär ein bisschen mehr Mäßigung vielleicht vernünftig gewesen.

Meine absolute Begeisterung bedeutet allerdings nun nicht, dass ich denke, dass die BBC-Verfilmung jedem gefallen könnte. Wer den Roman gelesen und gemocht hat wird diese Verfilmung garantiert lieben, aber wem Jane Austens Erzähltempo und -stil nicht liegt, wird natürlich auch mit dieser Version nicht glücklich werden. Aber alle, die mit dem Stoff was anfangen können, sollten sich schleunigst diese Fassung besorgen wenn sie sie noch nicht gesehen haben.

Kinofilm 2005

Regisseur: Joe Wright Drehbuch: Deborah Moggach Musik: Dario Marianelli Darsteller: Keira Knightley (Elizabeth), Matthew Macfadyen (Mr Darcy), Simon Woods (Mr Bingley), Rosamund Pike (Jane), Rupert Friend (Mr Wickham), Brenda Blethyn (Mrs Bennet), Donald Sutherland (Mr Bennet)

Es wäre natürlich unfair diesen Kinofilm direkt mit der Miniserie zu vergleichen – die Vorraussetzungen für beide Verfilmungen sind doch zu unterschiedlich. Da kann es nicht um “entweder oder” gehen, beide haben ihre Daseinsberechtigung. Damit die Handlung in einen 2-Stunden-Film passt muss man natürlich ein wenig straffen und kürzen und hier wird das größtenteils recht gut gemacht. Natürlich müssen manche Szenen und manche Charaktere dabei gestrichen werden, und natürlich wirkt die ganze Geschichte dadurch gehetzter als eigentlich angebracht ist, doch meistens funktionieren die Raffungen ganz gut. Was mir in dieser Verfilmung ein wenig abgeht ist die Wandlung, die Darcy und Lizzie in der zweiten Hälfte der Geschichte eigentlich durchmachen. Hier wirkt es ein wenig so, als ob Darcy eigentlich schon immer der netteste Gentleman pp-05sonne.jpgwar und Lizzie das nur verkannt hat und man hat auch nicht das Gefühl, dass Lizzie Darcys Beleidigungen ihrer Familie schließlich wirklich nachvollziehen kann. Was schon schade ist, denn das ist meiner Meinung nach schon auch ein sehr wichtiger Aspekt des Romans.

Diese Verfilmung scheint sich auch um einen “realistischeren” Look zu bemühen – die Ballszenen sind deutlich voller und hektischer, das Alltagsleben der Bennets wird profaner dargestellt und in den Häusern ist es oft recht dunkel. Und während die Ausstattung auch wirklich schön anzusehen ist und das Ganze im Kontext des Films auch gut funktioniert, ist es bei allem guten Willen wohl kaum wirklich realistisch und Buchgetreu ist. “Landadel” bedeutet nicht, dass Mr. Bennet ein Schwein durch seinen Hausflur treiben kann, die Familie ist nicht so arm, dass sich Lizzie ihren Zopf mit einem ausgefransten Streifen Tischdeckenstoff zusammenbinden muss. Wo dann wieder ganz von Realismus abgewichen wird ist bei den Landschaftsaufnahmen, die oftmals wie romantische Gemälde wirken und damit bezaubernd schön anzusehen sind. Überhaupt ist die Kameraarbeit außerordentlich schön mit vielen eleganten Aufnahmen und tollen Kamerafahrten, bspw beim Ball in Netherfields. Allerdings führt diese verträumte Bebilderung mit viel goldenem Licht dazu, dass der Film stellenweise Gefahr läuft ins Kitschige abzudriften – vor allem die Szene in der sich Lizzie und Darcy im Morgengrauen treffen ist schon schwer an der Grenze. Da darf man wirklich froh sein, dass wir in Europa vorm längeren Ende bewahrt wupp-05-baum.jpgrden ;-) Die Entscheidung für einen solchen Look entgegen dem, was die BBC-Verfilmung bietet, ist natürlich absolut nachvollziehbar: das, was diese Verfilmung bietet funktioniert mit einem heutigen Kinopublikum zweifelsfrei viel besser.

Die Besetzung ist auch ganz ordentlich. Keira Knightley ist zwar keine meiner Lieblingsschauspielerinnen und ich seh wirklich nicht, warum sie für diese Rolle eine Oscarnominierung verdient hätte, aber ihre Lizzie-Darstellung ist durchaus sympathisch und sie hat einige sehr hübsche Szenen (und ich liebe dieses ungläubig-irre Lachen beim ersten Anblick von Pemberley *g*). Matthew Macfadyen fehlt zwar die Präsenz die Colin Firth in der Rolle hat, aber er macht sich trotzdem als Darcy sehr gut. Irgendwie hat er mich desöferten an Ianto aus Torchwood erinnert – allerdings bin ich mir nicht sicher, ob das jetzt mehr über Macfadyen oder meine Ianto-Besessenheit sagt. Und auch die restliche Cast überzeugt, Brenda Blethyn als Mrs Bennet wäre der BBC-Version sogar vorzuziehen, weil sie deutlich weniger hysterisch aber immer noch laut genug ist. Bloß Simon Woods als Mr Bingley mag nicht so recht passen, er sieht mit dieser gigantischen Haartolle einfach zu albern aus und seine Figur wurde auch als ein wenig zu dümmlich gezeichnet.

Als Film an sich ist Pride and Prejudice durchaus gelungen, sehr unterhaltsam und kurzweilig, als Romanverfilmung gesehen kann er nicht ganz überzeugen. Wer aber auch Romantreue keinen Wert legt braucht sich daran nicht zu stören.

Darcy-Picspam

Es hätte ja keinen Sinn zu leugnen, dass ich, Fangirl das ich bin, in beiden Verfilmungen ausgiebig Mr Darcy angeschmachtet hab. Also muss hier auch noch eine kleine Darcy-Bildergalerie her. Ursprünglich hatte ich vor, je zwei passende Bilder aus den beiden Verfilmungen zusammenzustellen, damit man die Darcys vergleichen kann – aber einerseits will ich die beiden ja nicht gegeneinander ausspielen, sondern beide genießen, und andererseits haben die Colin-Firth-Bilder schnell überhand genommen…

Darcy in typisch-stolzer “Mich ödet alles hier so furchtbar an”-Laune:

Die BBC-Produktion lässt keine Gelegenheit aus Darcy nass zu zeigen, hier in der Badewanne:

Awww… will man ihn nicht drücken? Hilflos verlegener Darcy:

Verzweifelt, verletzt, wütend und unverstanden:

Nochmal ganz nass, weil verschwitzt vom Fechten:

Die Szene, die man stundenlang in Dauerschleife gucken könnte: Darcy nach dem Schwimmen im See, patschnass, verlegen und höchst verpeilt:

Awww… Darcy beim Schmachten. Zum dahinschmelzen.

So, jetzt ist aber noch Matthew Macfadyen dran. Der kann nämlich genauso betreten und hilflos in Zimmern herumstehen:

Und macht sich auch in klatschnass sehr gut:

So heroische Wolken-Shots kann die BBC-Verfilmung nicht bieten:

Zum Abschluss noch einmal Hundeblick für alle. Awww.

Andere Artikel zum Thema:

Tags: , , , , , , , ,

24 Antworten zu “PRIDE AND PREJUDICE (inkl. Darcy-Picspam)”

  1. elfchen sagt:

    :) Sehr schön zusammengefasst…

    …ich habe hier übrigens noch eine ganz alte Hollywoodverfilmung von 1940 rumliegen. Mit Greer Garson und Laurence Olivier…

    …die hällt sich nun so gar nicht an die Buchvorlage, Darcy ist viel mehr Gentlemen (man wollte es dem Publikum damals wohl nicht zumuten Olivier grummelig zu zeigen *G*) und ist aber trotzdem sehr nett anzusehen. *G* immerhin bekommt jeder der 5 Bennett-Schwestern einen Mann ab..sogar Mary *G*

    Aber mein Favorit ist und bleibt die BBC Verfilmung! Da kommt bisher keiner ran. An Darcy sowieso nicht.

    Kennst Du die extra Szene von der Bridged Jones DVD, in der Bridget Jones Colin Firth über seine Rolle in Pride & Prejudice interviewt? *G* Es geht hauptsächlich um die See-Bade-Szene…ich find das zu putzig.

  2. Maria sagt:

    Hm, mal schaun, ich könnt mir die 1940er-Verfilmung mal bei Amazon ausleihen. Aber ein nicht-grummeliger Darcy? Ich kann mir grad nicht vorstellen, dass ich viel Spaß mit dem Film hätte ;-)
    Aber Männer für alle Bennet-Schwestern ist natürlich lobenswert. Ich find ja, Mary hätt richtig gut zu Mr Collins gepasst *g*

    Dieses Colin-Firth-Interview gehört zum zweiten Bridget-Jones-Film, oder? Den kenn ich noch gar nicht… mal schaun, vielleicht guck ich den demnächst mal, ich bin ja sowieso gerade auf Firth-Schmachttrip…

  3. i-like-blue sagt:

    Hab dir ja schon gesagt, dass die BBC Version einfach genial ist :-)
    Wenn man Film gesehn hat versteht man wieso Colin Firth nie von diessem Rollenimage weggekommen ist, auch die Film rund um Bridget Jones sieht man gleich ganz anderes!!

    Ich könnte jedesmal dahinschmelzen wenn er so sweet guckt! So tun als ob man Elizabeth nicht mag und sie dann mit den Augen halb verschlingen….ja ja so ist er Mr. Darcy

  4. Kashara sagt:

    Hallo Maria, ich habe mich sehr gefreut, als du angekündigt hast, etwas zu diesem Thema zu bloggen – meine schon ewig bestehnde Liebe zu diesem Buch hat mich natürlich zur BBC – Verfilmung gebracht (hoffe du hattest das Original und nicht die fürchterliche deutsche Version) – auch die neuere Version hat ihre Reize, obwohl meine erste Reaktion noch war: Das ist Pride & Prejudice für Teenies (sorry, klingt etwas hart), aber je öfter ich sie sah, desto mehr konnte sie punkten – teuer wurden allerdings alle anderen Filme von Colin Firth, die ich nach dieser TV-Miniserie natürlich haben musste…da ist noch ‘ne Menge Material zum Schmachten bei – obwohl ich gestehe seit einem halben Jahr mein Interesse doch sehr ostlastig geworden ist….und wenn du CF anschmachten willst melde dich ruhig bei mir, ich kann dir sicher was leihen, an einige Filme ist schwer rankommen…Kashara

  5. maini sagt:

    Die Kinofassung kenne ich nicht (kann mich zumindest nicht daran erinnern, sie gesehen zu haben), aber die BBC-Verfilmung. Und die fand ich sowas von klasse gemacht. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an den Details der Einrichtungen etc. (dass Mr. Darcy einfach nur schnucklig ist, brauch ich ja nicht noch zu betonen, gelle)

  6. elfchen sagt:

    @kashara

    er hat ja schon ziemlich viele Filme gemacht, von dennen man hier gar nix mitbekommen hat :) Kannst Du denn ein paar besonders empfehlen?

    @maria

    ja das Interview ist im 2. Bridged Jones Film. Nich sehr lang, aber ich fands ziemlich komisch :)

  7. kashara sagt:

    @elfchen

    tja, schwierige frage – ich habe so ziemlich alle von ihm, und auch wenn einige der filme nicht wirklich gut sind, ist er es allemal..ich nenn`jetzt einfach mal ein paar titel – ohne rangfolge: Tausend Morgen, Wings of fame, A month in the country, The advocate,Conspiracy, Fever Pitch, Another Country, Valmont, True lies, Shakespeare in love, Ernst sein ist alles…viele davon sind durchaus in Deutschland erhältlich. LG Kashara

  8. Erika sagt:

    Hallo,
    ich würde so gerne die BBC-Verfilmung sehen, da ich nur die Kinoversion kenne. Habe in unserer Videothek angefragt und auch bei anderen. Keine hat es. Gibt es eine Möglichkeit es irgenwo zu leihen? Oder zuladen? LG Erika

  9. Maria sagt:

    Mit Ausleihen sieht es bei uns wohl schlecht aus – große Online DVD-Verleihs wie Amango haben die DVD zwar, allerdings nur die deutsche DVD, die stark gekürzt ist und nur die deutsche Synchro enthält.

  10. Claudia sagt:

    Versucht’s doch mal mit Öffentlichen Bibliotheken, notfalls über die Fernleihe, wenn Eure den Film nicht vorrätig hat. In Bonn steht die englische Version (und auch die unsäglich gekürzte deutsche).

  11. Iris sagt:

    Hallo liebe Seelenverwandte; habe alle Zusammenfassungen sehr genossen und stimme bei den von mir gesehenen Filmen (fast) uneingeschränkt zu. Bin allerdings ziemlich fixiert auf die feine Ironie und den meserscharfen Blick Jane Austens (Anfang 2008 zeigten sich bei mir die ersten Symptome der Austenitis). Wie wäre es mit einer Rezension über Persuasion oder Northanger Abbey, und wann bekommen wir eine Verfilmung von Mansfield Park, in der Fanny Price nicht fehlbesetzt ist? Diese und andere Fragen harren noch ihrer Antwort; ich mache einstweilen Feierabend. Viele Grüße, und weiterhin viel Spaß im 18./19. Jahrhundert!

  12. Maria sagt:

    Die neuere Persuasion-Verfilmung hab ich hier besprochen:
    http://www.mariakaefer.de/2008/12/27/filmkritik-persuasion/ Die Verfilmung von 1995 werd ich wohl auch demnächst mal sehen, die sieht auch ganz interessant aus.

    Weitere Verfilmungen zu anderen Austen-Romanen werd ich erst besprechen, wenn ich die Romane davor gelesen habe – und damit warte ich noch ein bisschen. Ich will die nicht alle auf einmal lesen, sondern mir ein paar “aufheben”, damit ich länger was davon hab. Ich mag das Gefühl, jetzt alles von einem Autor gelesen zu haben und zu wissen, dass nichts mehr nachkommt, einfach nicht sonderlich gern ;-)

  13. Flocke sagt:

    Hei,

    bin seit Mitte der 1990er Jahre vom Jane-Austen-Virus befallen und Fan von der BBC 1995er Verfilmung. Leider fehlt mir noch die DVD. Habe jetzt mal geschaut und die 6er DVD-Box gesehen. Deutsche und Englische Version. Kann jemand diese Box empfehlen. Da ist die englische Fassung 310 Min und die deutsche (gekürzt) 270 Min. Habe jetzt aber immer von Fassungen zwischen 5 1/2 und 6 Stunden gelesen….. Oder ist das eine Fehlinformation? Gibt es die englische Version evtl. mit deutschen UT (kenne zwar die dtv Textausgabe auswendig) aber mein Englisch ist leider nicht so gut, als das ich den Film dann völlig entspannt sehen könnte. Freue mich auf Eure Tipps.

  14. Maria sagt:

    Die 310 Minuten Fassung ist schon vollständig – die “6 Stunden” kommen davon, wenn man bei für jeden Teil eine Stunde rechnet, aber tatsächlich sind die einzelnen Teile nur so etwa 50 Minuten lang, damit kommt man dann auf 310 Minuten.

    Auf der britischen DVD sind keine deutschen Untertitel drauf, aber soweit ich weiß hat die deutsche 6-DVD-Box die schon (ich hab nur die britische DVD, aber laut den Amazon-Rezensionen gibt’s bei dieser Box schon UT). Du kannst also ohne Bedenken diese Ausgabe kaufen, und hast dann die komplette Miniserie mit deutschen Untertiteln.

  15. Flocke sagt:

    Super, danke dann wird die deutsche 6-DVD-Box gekauft und ich hoffe meine Sucht etwas stillen zu können!
    DANKE!

  16. Hannah sagt:

    Hallo Maria!
    Bin gerade wieder vom PaP-Fieber befallen und möchte mir nun auch endlich mal die BBC-Version zulegen! Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher welche Version ich mir kaufen soll.
    Die deutsche Version, die die vollstände 310 min. Fassung anbietet verfügt zwar über Originalton, steuert jedoch nur deutsche Untertitel bei. Und sie ist zudem noch von KSM, ein Label, das mir Stirnrunzeln bereitet, da die schon so manchen Bollywoodfilm mit miesen Unteriteln verschandelt haben.

    Da du ja die DVD-Cover hier eingefügt hast, gehe ich davon aus, dass du im Besitz der englischen 10th-anniversary Version bist?
    Ich muss einfach nur wissen, ob die auch über englische Unteritel verfügt, das wäre ganz wichtig für mich =)
    Bei Amazon und auch sonst nirgends steht das leider nicht, von daher bin ich im Moment etwas aufgeschmissen!
    Wäre für eine Kurzinfo sehr dankbar, liebe Grüße!

  17. Maria sagt:

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass die britische DVD englische Untertitel hat. Heute abend bin ich wieder daheim und kann nochmal für dich nachschaun, damit du da ganz sicher sein kannst.

    Jedenfalls ist die britische DVD da sicher vorzuziehen, denn auch wenn KSM bessere DVDs für Costume Dramas als für Bollywoodfilme macht, bekommst du die britische DVD sicher günstiger wenn du in England bestellst.

  18. Hannah sagt:

    Danke dir, das klingt schon mal ganz gut =) hm ja, daran hab ich auch schon gedacht.
    Bei amazon.co.uk gibts die echt für einen Schnäppchenpreis und ich glaube der Pfund ist im Moment sogar ganz günstig für eine solche Bestellung!
    Kaufst du oft was bei amazon.co.uk?
    Für mich wäre das eine Premiere und ich habe das dumpfe Gefühl, dass eine Überweisung wahrscheinlich nicht möglich sein wird..?

  19. Maria sagt:

    So, nochmal nachgeschaut, und ja, die DVD hat englische Untertitel.

    Ja, ich kauf ziemlich oft bei amazon.co.uk ein, und hab da bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Nein, Überweisung geht da leider nicht, da kann man nur mit Kreditkarte bestellen. Wenn du keine Kreditkarte hast, könntest du es über ebay versuchen, da gibt es ja auch Händler, die neue DVDs verkaufen, und wo du mit PayPal zahlen kannst. Bzw über den Amazon Marketplace, ich glaub, da ist die DVD auch nicht soo teuer… jedenfalls billiger als die KSM-DVD.

  20. Hannah sagt:

    Nochmal: Vielen dank Maria!
    Jetzt bin ich sicher, die BBC-DVD wird gekauft! Amazon.co.uk fällt da wohl erst mal ins Wasser, aber der Tipp mit ebay ist kein schlechter, werde mich gleich mal auf die Suche machen =)
    Freu mich schon richtig auf diese Miniserie, der Film von 2005 gehört zu meinen absoluten Lieblingen und ich bin gespannt wie die BBC-Version im Vergleich dazu aussieht!

  21. Maria sagt:

    Die wird dir sicher gefallen, ich kenn niemanden, der diese Verfilmung nicht mag. Ich bin auch gestern nachdem ich das mit den Untertiteln nachgeschaut hab hängengeblieben und hab nochmal große Teile der zweiten Hälfte geguckt. Und DANN war ich in Jane-Austen-Laune und hab mir noch den 1995er Persuasion angeguckt. Und JETZT hab ich Lust auf Sam-West-Nachschub.

    Was lernen wir daraus: die BBC ist gefährlich und macht süchtig und lässt einen nicht mehr los. :D

  22. Daniela sagt:

    Hallo!

    Ich liebe P&P… Das war meine erste JA-Verfilmung und seitdem bin ich vollends verfallen. Schade, dass diese Filmchen immer so teuer sind… Wobei man ja bei Ebay durchaus viel Glück haben kann… Ich mag eigentlich beide Filme, aber die 95er-Version ist und bleibt einfach die beste…
    Was mich aber schon länger wurmt, und das ist jetzt allgemein auf die ganzen deutschen Versionen bezogen… Warum zum Teufel kürzen die die Filme immer? Ich sehe da keinen Sinn drin. Grad gestern ist mir bei “Lost in Austen” wieder aufgefallen, dass die Szene, wo Amanda eigentlich Darcy, Bingley und Ms Bingley was vorsingt, komplett fehlt. Dabei wird vorher noch von gesprochen und im nächsten Moment klatschen alle drei schon. Hä? Da geht doch Witz völlig verloren. Bei Youtube kann man sich zwar die Szene angucken, aber ist doch blöd sowas… Und die Synchros sind teilweise auch echt grottig… :( Vielleicht habt ihr ja Antworten drauf…

    LG Daniela

  23. muerps sagt:

    Das machen die Briten gerne. Die geben prophylaktisch geschnittene Varianten ihrer Serien raus, die so gekürzt sind, dass noch Werbung reinpasst und die Folgen trotzdem nicht länger als ein Durchschnittssendeplatz werden. Das führt dann dazu, dass z.B. auch auf Arte gekürzte Folgen laufen, weil pauschal alles (OK, fast alles) gekürzt wird, was die Großbritannien verlässt. Das einzige was dagegen hilft: Original-DVDs aus Großbritannien kaufen, die sind sowieso fast immer billiger.

  24. Daniela sagt:

    Ach, die Briten geben das so schon raus? Dachte, das wird hier in D so gekürzt… Hab letztens grad gesehen, dass demnächst von N&S ne Langfassung rauskommt. Aber ca. 47 Euro finde ich doch etwas zu heftig.

Hinterlasse eine Antwort