Filmkritik: PENELOPE (inkl. Picspam)
30. November 2008
Eigentlich schon 2006 fertig gestellt und auf ein paar Filmfestivals vertreten, kam Penelope wegen diversen Schwierigkeiten mit Filmstudios erst 2008 in die Kinos und ist nun auch in Deutschland auf DVD erschienen. Gut, denn dieser kleine Film ist wirklich herzallerliebst – eigentlich eher belanglos, aber dank einer wunderbaren Cast, allen voran Christina Ricci und James McAvoy, und der charmanten Inszenierung doch ein gelungener Gute-Laune-Film.
Regisseur: Mark Palansky
Drehbuch: Leslie Caveny
Musik: Joby Talbot
Darsteller: Christina Ricci, James McAvoy, Catherine O´Hara, Simon Woods, Peter Dinklage, Richard E Grant, Reese Witherspoon, Ronnie Ancona, Burn Gorman, Nick Frost
Erscheinungsdatum: 2006/2008
STORY
Wegen einem Familienfluch wurde Penelope (Christina Ricci) mit einer Schweinenase geboren, die erst dann verschwinden soll, wenn sie ein Adliger heiratet. Nachdem ihre Eltern (Catherine O´Hara, Richard E Grant) ihre Tochter ihre ganze Kindheit in ihrem Haus versteckt hatten, suchen sie nun nach einem geeigneten Ehemann – doch jeder, der Penelope sieht, nimmt entsetzt Reißaus. Um ein Bild für eine Zeitungsstory zu bekommen, heuert Journalist Lemon (Peter Dinklage) den heruntergekommenen Spieler Max (James McAvoy) an, damit sich dieser als Bewerber ausgibt um an Penelope heranzukommen…
REVIEW
Das Konzept des verwunschenen Mädchens, das durch ihren Traumprinzen erlöst werden muss, ist natürlich uralt, und auch wenn dieser Film ein paar à„nderungen an der Idee vornimmt, ist die Story doch
unglaublich vorhersehbar. Man weiß von Anfang an genau über welche Umwege die Handlung wohin führen wird – das tut dem Unterhaltungswert des Films allerdings keinen Abbruch. Penelope präsentiert seine simple Story nämlich mit so viel Charme, dass man den Film einfach lieben muss. Die ganze Inszenierung wirkt frisch und unverbraucht, es gibt jede Menge zum schmunzeln und lachen, ohne irgendwann ins Alberne zu rutschen, und trotz dem gewissen notwendigen Kitschfaktor wird es nie schmalzig, sondern einfach nur schön romantisch. Der Film strahlt einfach aus jeder Pore Knuffigkeit aus.
Dabei hilft auch sehr, dass das Set Design sehr schön ist, insbesondere die Ausstattung
von Penelopes Zimmer ist so richtig schön märchenhaft geworden. Aber auch alle anderen Sets sind toll gestaltet – wobei selten auf Realismus, aber dafür auf die richtige Stimmung viel Wert gelegt wird.Â
Und natürlich ist da die wunderbare und mit überraschend vielen tollen Leuten ausgestattete Besetzung. Schon die Hauptrollen allein würden jeden Film vergolden: Christina Ricci ist eine wunderbar sympathische Heldin und sieht mit Schweinsnase richtig goldig aus, und James McAvoy macht sich hervorragend im versifften Spielerlook.
Und dann sind da halt noch so viele tolle Nebenrollendarsteller: der wunderbar schmierig-hysterische Simon Woods (bekannt aus Pride and Prejudice und Cambridge Spies), der herrlich witzige Peter Dinklage, Produzentin Reese Witherspoon, Richard E Grant und
Catherine O´Hara als Elternpaar. Selbst in den kleinsten Nebenrollen findet man noch viele bekannte Gesichter, die mit ihren Auftritten den Film weiter aufwerten. Da wären Burn Gorman, bekannt aus Torchwood, als Journalist, und Nick Frost, normalerweise mit Simon Pegg unterwegs, als einer von James´ Mitpokerspielern. In jeweils nur einer einzigen Szene tauchen Simon Chandler (Middlemarch) und Russel Brand (britischer Komiker) auf; praktisch eine Statistenrolle hat Shaun Parkes (Doctor Who – The Impossible Planet, Casanova) als Journalist vorm Krankenhaus bekommen, der Gute ist wirklich nur ein paar Sekunden im Bild.
Sehr viele britische Darsteller also – und nachdem der Film zwar im UK gedreht wurde, aber eigentlich in den USA spielt, bekommen wir auch jede Menge falsche Ami-Akzente vorgesetzt. Was die meisten aber ganz souverän machen, und auch sonst ganz charmant wirkt.
Einen besonderen Pluspunkt gibt es noch für das Hoppipolla-Ende – das Ende ist sowieso toll, und mit diesem Song noch viel besser. Zugegeben, Hoppipolla wird inzwischen fast schon zu häufig in Trailern oder ähnlichem verwendet, aber einerseits ist Penelope ja eigentlich 2006 fertig geworden und damit vor dieser Welle entstanden, und andererseits find ich den Song auch so noch immer wunderschön.
Penelope ist sicher kein Meisterwerk, aber es ist ein wunderschönes modernes Märchen, eine frische romantische Komödie, die zwar keine neue Story zu bieten hat, aber sonst eigentlich alles richtig macht.
Picspam
Es ist immer ein wenig schwer zu glauben, dass so viele Leute Penelopes Nase so abstoßend finden, wenn sie damit doch so niedlich aussieht. Und dazu so großartige Haare hat…

Burn Gorman, bei dem ich aus gewissen Torchwood-Gründen immer noch ganz traurig werde, wenn ich ihn sehe…

Simon Woods, besser bekannt als Mr Bingley, und hier offensichtlich voll überzeugt von Penelopes Schönheit:

Nick Frost, souverän im Hawaiihemd-Goldkettchen-Unterhemd-Look
Aber eigentlich ist Penelope ja ein McAvoy-Schmachtfilm. Weil der mit Bartstoppeln und strähniger Frisur immer noch toll aussieht:

Leidender Blick beim Tragische-Entscheidungen-Fällen:

Hut, Smirk und Schal – was braucht man mehr?

Eigentlich läuft James den ganzen Film über mit versifften Hemden herum, und trotzdem mag ich seinen Look in Penelope total gern

Echte romantische Helden sehen auch schick dabei aus, wenn sie frustriert auf einem Baum sitzen..

Hach. Was für ein Glück, dass ich noch etwas James-McAvoy-Nachschub da hab…

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Tags: Christina Ricci, James McAvoy

