Review: TALES OF MONKEY ISLAND
Chapter 1: Launch of the Screaming Narwhal
15. July 2009
Mit etwas Verspätung gibt es hier meine Besprechung von “Launch of the Screaming Narwhal” – dem ersten Teil des fünfteiligen Spiels “Tales of Monkey Island”, seines Zeichens fünfter Teil der “Monkey Island”-Adventure-Spieleserie. Und wer Monkey Island nicht kennt, der sollte sich schämen und dringend diese Bildungslücke füllen. ![]()
Nachdem LucasArts 2000 den vierten Teil der Serie “Escape from Monkey Island” herausgebracht hatte, wurden von ihnen keine weiteren Adventure Games mehr produziert. Weil die Monkey-Island-Serie aber so beliebt und erfolgreich war, nahm sich viele Jahre später die Filme Telltale Games der Serie an und reicht von diese Fortsetzung, die von Fans auf der ganzen Welt gespannt erwartet wurde.
Monkey Island ist eine Spieleserie, die ich seit meiner Kindheit heiß und innig liebe. Das bedeutet also, dass ich einem neuen neuen Teil der Serie zwar begeistert aufnehme wenn er alles richtig macht, aber umso enttäuschter bin, wenn die Fortsetzung nicht meinen Erwartungen entspricht. Der Trailer und die Gameplay-Preview für Launch of the Screaming Narwhal waren nett, aber doch nicht genug für
‘echtes’ Monkey Island. Ich war also erwartungsvoll, aber doch leicht skeptisch, als ich das Spiel endlich begonnen habe – und saß kurz später mit seeeehr breitem Grinsen, glänzenden Augen und an die Maus geklammerten Fingern da: Launch of the Screaming Narwhal ist so richtig klasse und alle Skeptik war unnötig: doch, das fühlt sich an wie Monkey Island.
Launch of the Screaming Narwhal geht auf Nummer Sicher und bietet alles, was man von Monkey Island erwartet – aber tut das nie auf eine “och, das kennen wir doch alles”-Art. Vielmehr sind es viele wohlbekannte Elemente, die schnell richtiges “Monkey Island”-Feeling aufkommen lassen und doch mit einem frischen Wind präsentiert werden. Elaine retten und LeChuck besiegen müssen, eine neue Insel erkunden müssen auf der man gestrandet ist, Piratenaufgaben lösen, skurrille Figuren, Schatzkarten verfolgen, ein Schiff kapern, die Voodoo Lady und natürlich ein schnöseliger Antagonist. Mit jeder Menge Rätseln dazwischen – von einleuchtend bis herrlich absurd, aber nie allzu schwer. Das ganze gekoppelt mit sehr viel Witz, sowohl in den Dialogen die man mit diversen Personen führt, als auch in den Situationen die entstehen. Es ist wirklich erstaunlich, wie wahnsinnig schnell man sich ganz heimisch fühlt
, besonders nachdem man auf Flotsam Island gelandet ist – und genau das ist ja wichtig bei Monkey Island. Dass es so so anfühlt, wie es soll.
Die Steuerung ist anfangs etwas ungewohnt – das Inventar ist bestens gelöst, nur wie man Guybrush durch die Gegend bewegt musste ich erstmal etwas üben. Es hilft da nicht gerade, dass man sich in den ersten Spielminuten auf einem heftig schwankenden Schiff befindet (und meine Maus etwas gesponnen hat). Hat man das dann mal raus, ist die Steuerung dann ganz angenehm.
Die Grafik und das Design haben mir gut gefallen – wobei ich aber auch zu den Leuten gehöre, denen die Grafik bei einem Computerspiel ziemlich egal ist, solange der Spielspaß passt. Ich spiel ja auch die alten Monkey-Island-Spiele in all ihrer Pixelpracht noch gern. Das Design geht in Richtung des vierten Spiels, Escape from Monkey Island, gefällt mir aber doch einen Tick besser.
Keine Kritik am Spiel, nur so als Randnotiz: Dass diese Review etwas spät kommt, liegt nicht nur daran, dass ich gerade etwas faul beim Blogeintragschreiben bin, sondern eher an diversen technischen Problemen, die mich vom Spielen abhielten. Tales of Monkey Island ist
nur für Windows ausgerichtet und damit wollte mein Linux-Laptop mit dem Spiel nichts zu tun haben. Meine gute alte Windows-Kiste daheim auf die ich meine Hoffnungen gesetzt hatte, war dann aber doch zu alt: da reichte die Grafikkarte nicht aus, und zeigte bspw das Inventar nur als schwarze Fläche an – natürlich kann man so nicht spielen. Rettung bot dann der PC meines Bruders, bei dem das dann endlich richtig funktionieren konnte. Irgendwo gibt es Anleitungen, die man Tales unter Linux doch zum Laufen bringt, ich werd das demnächst mal testen, ob das auch mit meinen Linux-Noob-Kenntnissen funktioniert.
Der größte Nachteil von Launch of the Screaming Narwhal ist tatsächlich, dass es so schnell wieder vorbei ist. Was ja auch keine Kritik darstellt, schließlich ist das nur der erste von fünf Teilen. Die Geschichte des ersten Teils bietet so einige Punkte, die in die weiteren Teile hinüberreichen und einen recht schicken Cliffhanger, das Ganze fühlt sich aber doch größtenteils abgerundet an. So halt, dass man sich zufrieden zurücklehnen kann – und doch schon aufgeregt dem 9. August entgegenhibbelt, an dem der zweite Teil “The Siege of Spinner Cay” veröffentlicht wird.
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Tags: Monkey Island


15. July 2009 um 19:36
Bäh, ich find das fies. Ich will jetzt gleich sofort auf der Stelle eine Macversion. *schnief* (Gut, ich könnte auch den Rechner von Daddy daheim missbrauchen – aber die zweieinhalb Wochen, die ich daheim bin, sollte ich eigentlich anders nutzen …
15. July 2009 um 20:09
Vielleicht hat auch schon für Mac jemand eine Lösung gefunden – da gibts ja auch Windows-Simulations-Dingense, oder? Und notfalls geht das daheim schon auch – das hat man in ein paar Stunden durchgespielt. (Und es ist ein hervorragendes Mittel um die Stimmung zu heben, wenn man gerade Children of Earth angeschaut hat!)
Wenn du jetzt dann daheim bist kann ich dir ja endlich mal deine DVDs zurückschicken – ich hab schon immer so ein schlechtes Gewissen wenn ich in mein DVD-Regal schau
15. July 2009 um 21:39
oh du bist daheim, katrin?