‘A wise, good woman’
7. August 2009
Lesern meines Blogs dürfte es keine Neuigkeit sein, dass ich bei Filmen, Serien und Büchern häufig weine – ich fühle gern mit den Charakteren mit, und dann brauchts nicht viel um mir ein paar Tränen in die Augen zu treiben. Gestern hab ich mich dann aber doch nochmal selbst überrascht, als ich mich durch das letzte Kapitel von Wives and Daughters geschluchzt hab – denn das gehört eigentlich gar nicht mehr zu Handlung, sondern ist ein Anhang vom Herausgeber des Cornhill Magazines, in dem Wives and Daughters erschienen ist, in welchem er erklärt, dass der Roman wegen dem Tod der Autorin nicht vollendet werden konnte. Ich war für einen kurzen Moment enttäuscht, weil ich nicht wusste, dass Wives and Daughters keinen Schluss hat, und auch wenn zu diesem Punkt eigentlich alles geklärt ist, ich gerne ein Ende gelesen hätte. Aber wie gesagt, die Enttäuschung war nur sehr kurz, weil ich danach völlig von der Todesnachricht von Elizabeth Gaskell ergriffen war – eine Frau, von der ich praktisch nichts weiß, die vor fast 150 Jahren gestorben ist, und von der ich natürlich weiß, dass sie tot ist. Und doch kann ich über ihren Tod weinen. Gut, am Ende von Wives and Daughters ist man natürlich auch schon etwas ausgelaugt von anderen tragischen Ereignissen, und Frederick Greenwoods Nachruf ist auch rührend geschrieben, trotzdem ist das wohl etwas… seltsam. Und ich dachte schon es wäre ungewöhnlich, bei einer Sci-Fi Kinderserie regelmäßig Taschentuchberge zu produzieren…


08. August 2009 um 07:52
“Wives and Daughters” ist mein absolutes Lieblingsbuch! Ich leide jedes Mal mit – auch wenn ich es ca. zweimal im Jahr lese bzw. ansehe. Wenn Du noch mehr zu Elizabeth Gaskell wissen möchtest (sie ist wirklich eine ausgesprochen interessante Person, finde ich), kann ich Dir wärmstens die Biographie von Jenny Uglow empfehlen.
Toller Blog, btw
09. August 2009 um 15:51
Es ist wirklich ein ganz wunderbares Buch und voller Charaktere, die man alle ganz fest drücken will, wenn ihnen irgendwas schlimmes passiert. Die Biographie behalte ich mal im Blick – ich will auf jeden Fall noch mehr von Gaskell lesen!
Die Verfilmung (ich nehme an du meinst die von 1999?) gefällt mir bisher auch ganz gut, heute schau ich die letzten beiden Teile davon und freu mich schon sehr darauf