Filmkritik: HIGH SCHOOL MUSICAL 3: Senior Year

12. October 2009

hsm3-coverEine Trilogie, die kontinuierlich mit jedem Film besser wird – oft gibt´s das nicht. Die High School Musical Reihe hat’s aber geschafft, der dritte Teil, der im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern ins Kino kam, ist für mich deutlich der beste Film. Wer sich nicht auf kalkuliert- harmlose Disney- Familien- unterhaltung einlassen will, sollte auch hier wieder einen großen Bogen drum machen – mir macht es nach wie vor verdächtig viel Spaß, weshalb der Beitrag hier (besonders der Picspam) etwas gar lang ausgefallen ist.

Regisseur: Kenny Ortega
Drehbuch: Peter Barsocchini
Musik: David Lawrence
Darsteller: Zac Efron, Vanessa Hudgens, Ashley Tisdale, Lucas Grabeel, Corbin Bleu, Monique Coleman, Alyson Reed, Olesya Rulin, Bart Johnson
Erscheinungsdatum: 2008

STORY
Der Schulabschluss rückt näher, und Troy (Zac Efron), Gabriella (Vanessa Hudgens), Sharpay (Ashley Tisdale), Ryan (Lucas Grabeel), Chad (Corbin Bleu) und Taylor (Monique Coleman) planen ein letztes großes Abschlussmusical. Dabei muss Troy entscheiden, ob er ein Basketballstipendium an der University of Alberquerque annimmt oder doch eine Theaterkarriere verfolgen will – und Gabriella ist zur prestigeträchtigen Stanford University zugelassen worden, die sie jedoch 1000 Meilen von ihren Freunden wegführen wird.

REVIEW
Abschiednehmen von der Schulzeit, Zukunftsängste, die Entscheidung, welchen Weg man für sein restliches Leben einschlagen will, der drohende Abschied von Freunden, die man aufgrund Studienortwahl nur noch selten sehen wird. Es verwundert natürlich nicht, dass mir dieser HSM-Film am meisten liegt,hsm3-troygabriella schließlich ist mein Schulabschluss grad mal drei Jahre her, ich kann mich also mit den Helden zum ersten Mal in dieser Filmreihe wirklich identifizieren. Auch das erste Mal, dass mir einer dieser Filme Tränen in die Augen treibt, zum einen weil Probleme nun ernster geworden sind, und zum anderen auch weil ich diesmal tatsächlich mitfühlen kann.

Das heißt nun selbstverständlich nicht, dass HSM3 nur für meine Altersgruppe gut funktioniert – wir haben natürlich die üblichen allgemeingültigen Selbstfindungsthemen, die für die eigentliche Zielgruppe relevant sind, und weiterhin klassische “High School”-Probleme wie die Prom. Aber es heißt auch nicht, dass mir HSM3 nur deswegen besser gefällt, da gibt´s schon noch andere positive Punkte.

Der Film gewinnt enorm durch ein viel natürlicher wirkendes Drehbuch als es seine beiden Vorgänger bieten konnten. HSM3 verzichtet auf das forcierte Wettbewerbsschema, oder auf Sharpays Intrigen als Konfliktmittel, denn unsere Helden sind nun an einem Punkt angekommen, an dem das ganz normale Lebenhsm3-ryansharpay genug Probleme liefert, um einen Film zu tragen. Wir müssen also nicht auf ein Endspiel oder Talentshow warten, bei denen wir sowieso wissen, dass unsere Helden gewinnen werden, sondern haben Fragen und Probleme, deren Lösung zumindest nicht ganz so offensichtlich ist. Ja, vorhersehbar ist der Film immer noch, klar, aber nicht mehr ganz so schematisch.

Ein enormer Pluspunkt ist natürlich auch der Umstieg vom Fernsehen aufs Kino: HSM3 hat fast das doppelte Budget seines Vorgängers bekommen und das sieht man auch deutlich in jeder Einstellung. Es stehen zwar weiterhin die gleichen Leute hinter der Kamera, doch die Bilder sehen viel edler aus und die Inszenierung ist dynamischer.

Ein bedeutender Teil des Budgets ist offensichtlich auch in die Umsetzung der Songs geflossen: HSM3 stellt richtg große, schicke Shownummern auf die Beine, bringt ganz neuen Schwung in die Tänze und inszeniert die Liebeslieder so aufwändig wie nie zuvor. Und die Songs selbst können da auch gut mithalten, es gibt hier tatsächlich kein Lied, das ich nicht wirklich gern höre – wobei ich aber nicht sagen kann, ob die Songs wirklich besser geworden sind, oder ich mich einfach nur nach drei Filmen daran gewöhnt hab. Aber ich will einfach mal ersteres glauben.

hsm3-promUnsere Stars haben auch schauspielerisch vieles dazugelernt und wirken viel natürlicher. Man sieht, dass sie jede Menge Spaß beim Dreh hatten und nach so viel Zusammenarbeit bestens mit ihren Co-Stars harmonieren. HSM3 stellt unseren Helden drei neue Charaktere zur Seite, und anfangs ist man von denen etwas genervt, weil sie eigentlich recht unnötig sind – doch man merkt bald, dass gerade durch diese jüngeren Neuankünfte deutlich wird, wie viel reifer die ‘alten’ Figuren wirken. Und es ist eine Freude, als Zuschauer diese Entwicklung mitzuerleben – wenn der Film schließlich mit Close-ups von allen sechs Hauptcharakteren endet, dann geht es da nicht nur um die Figuren, sondern vor allem auch um die Schauspieler, die mit HSM erwachsen geworden sind und nun Abschied von ihren Freunden nehmen.

Ich hab auch schon desöfteren gelesen, dass Leute die die ersten Teile schrecklich fanden, diesen hier doch ganz gern mochten. Trotzdem würd ich jetzt nicht unbedingt empfehlen, einfach nur Senior Year zu gucken – denn der Film lebt schon auch von seiner nostalgischen Abschiedsstimmung. Schon vom ersten Song an wirft der Film einen wehmütigen Blick zurück auf die vergangene Schulzeit, und das funktioniert deswegen sohsm3-chadtaylor gut, weil man diese Jungs und Mädls jetzt schon seit zwei Filmen begleitet und sie einem ans Herz gewachsen sind. HSM3 ist schon deutlich auf die etablierte Fanbasis ausgerichtet – sicher kann man den Film auch einzeln ansehen, aber seine ganze Kraft kann er nur ausschöpfen, wenn man die Figuren schon länger auf ihrem Weg begleitet.

HSM3 ist natürlich immer noch ein Teil der High School Musical Franchise, es ist also immer noch ein simpel gestrickter Film für Kinder und Teenager, auch wenn hier zum ersten Mal aktiv auch ältere Zuschauer angesprochen werden sollen. So sehr ich den Film auch mag, ich werde nicht versuchen ihn allen möglichen Freunden aufzuschwatzen (was ich sonst ja schon gern mache). Es muss jeder selbst entscheiden, ob er mit solchen Filmen was anfangen kann – aber vielleicht geht es euch ja wie mir und ihr seid trotz allen Vorurteilen gegen die Filmreihe auf einmal ganz begeistert davon.

Song and Dance and Picspam

Natürlich gibt’s wieder ein paar Beispielsongs zum reinhören – auch wenn mir diesmal die Auswahl sehr schwer gefallen ist. Ich mag ja doch alles Songs. Und immer wenn ich mir denke, dass die drei am besten als Vorgeschmack sind, bin ich gleich wieder von einem anderen begeistert… Also hier trotzdem eine kleine Auswahl (zum Teil mit italienischen Sprechpassagen, sorry).
Zu Beginn “Can I Have This Dance”, ein Duett zwischen Troy und Gabriella:

Ich hab hier noch nie einen Sharpay-Song verlinkt, jetzt wird’s aber Zeit: “I Want It All” ist wunderbar überdreht und typisch Sharpay.

Und noch eine Runde herumalbernde Freunde mit “The Boys Are Back”. Weil wir schon viel früher einen Song für Troy und Chad gebraucht hätten. Und weil jeder Disney-Kinderfilm Kill-Bill-Anspielungen haben sollte.

Was man sich sonst noch so ansehen könnte: Bei Troys Solo “Scream” scheint man ständig Ortegas Regieanweisungen zu hören “More drama, Zac, more drama!” – ich finds herrlich. “I Just Wanna Be With You” ist ein herziges Theaterproben-Liebeslied bei dem selbst Shahrukh stolz auf Zac wäre, “A Night To Remember” eine schicke Theater-Musicalversion der Prom, und der Einstiegssong “Now or Never” der beste Sportsong der Filmreihe.

So, jetzt aber zum Zac-Efron-Picspam, der ist ja doch der Hauptgrund, warum ich diese Filme geschaut hab.

Das erste Indiz, dass der Film auch eine etwas ältere Zielgruppe ansprechen will: Er beginnt mit einem verschwitzen, keuchenden Zac.
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Japp, Zac ist erwachsen geworden. Und weil die Kostümabteilung Konsistenz beweist, kann man das auch richtig toll vergleichen.
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Mit etwas Phantasie sieht das schon fast nach Schiff aus *herzchen* Ein guter Zeitpunkt, um zu erwähnen, dass Zac für seinen nächsten Film Segeln gelernt hat. Mein Held.
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Zacs Haare beim “Scream”-Song sollten als selbstständige Darsteller geführt werden. Ehrlich, die können schauspielern!
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Hab ich schonmal erwähnt, wie niedlich ich es finde, dass Chad Troy “Hoops” nennt? Awww.
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Die beiden haben in diesem Film sowieso lauter tolle Szenen.
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Schatzerl, wenn du nur die Wange hinhältst, dann bekommen wir in diesen Filmen natürlich nie mehr Küsse zusammen…
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Auch HSM3 mag nicht auf die Bollywoodesken Fast-Küsse verzichten…
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…dabei kann man Zac und Vanessa doch so glücklich machen, wenn man sie doch endlich mal küssen lässt.
hsm3pic-kuss

Die Kostümabteilung sollte Zac öfters in blaue Sachen stecken…
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‘To basketball, or not to basketball, that is the question’
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‘What is it with you and trees?’, fragt Gabriella einmal. Dumme Frage, Mädl, man sieht doch, dass sich Zac in Bäumen einfach gut macht…
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Und noch ein Betthupferl zum Abschluss:
hsm3pic-unterhemd

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7 Antworten zu “Filmkritik: HIGH SCHOOL MUSICAL 3: Senior Year”

  1. Lohmie sagt:

    Eindeutig zu wenig Vanessa-Picspam … :D

  2. Maria sagt:

    Mei, wenn man eh schon viel zu viel Zeit mit HSM-Picspams verbringt, muss man Prioritäten setzen ;) Aber ich liefer dir gern ein paar Vanessa-Bilder nach. (aber erst morgen, heut muss ich noch Erec fertig lesen). Bis dahin hätt ich Photoshoot-Bilder mit Zac und Vanessa anzubieten:

    http://www.efronpictures.net/albums/Photoshoots/2008/Matt_Jones_Photoshoot/004.jpg
    http://www.gossip-girl.us/zgallery/albums/Photoshoots/elle%2008/6.jpg
    http://www.gossip-girl.us/zgallery/albums/Photoshoots/elle%2008/4.jpg

    Gefällt dir High School Musical etwa auch? Oder nur Vanessa?

  3. PornSta sagt:

    hey maria wenn du etwas zum schmunzeln brauchst hsm3 songs auf turkisch
    turkish of The Boys Are Back)
    http://www.youtube.com/watch?v=O_Zxl0vEdXA&feature=related

    Now or Never
    http://www.youtube.com/watch?v=rHiOJJP6Dso&feature=related

    Turkish of Can I Have This Dance
    http://www.youtube.com/watch?v=lv5YXI0bJho&feature=related

    Ich bin kein fan von türkischen synchros aber hier ist es echt toll.

  4. Maria sagt:

    Wow – die Synchro ist ja echt gut! 8O Ich kann zwar nichts über die Übersetzung sagen, aber es klingt ziemlich gut. Ich wusste gar nicht, dass die HSM-Songs irgendwo auch synchronisiert wurden – wobei, die guten alten Disney-Zeichentrick-Musicals wurden ja auch alle übersetzt, warum also bei HSM nicht auch.

  5. Lohmie sagt:

    Ich hab den Schmarrn noch nicht geguckt.
    Ich hab Angst, das es mir gefällt … :D
    Und wenn es mir gefällt … *Angst hat* … dann gefällt mir sogar vielleicht … *Grusel* … Twilight! … *Schrei* … :D :D
    Obwohl das dann doch wohl zu unwahrscheinlich ist.

  6. Maria sagt:

    Na, komm, trau dich! :D Du kannst dich danach immer noch rausreden, dass du es nur wegen Vanessa geschaut hast, und es sonst ganz schrecklich fandest *g*

    Wenn dir HSM gefällt, brauchst du ja noch lang keine Angst zu haben, dass dir Twilight gefallen könnte. Zumindest hab ich da gar keine Sorgen – meine lieben Leser haben ja bestimmt, dass ich demnächst auch mal Twilight gucken werde, aber da bin ich seeeeehr sehr sicher, dass ich es nicht mag. HSM ist harmlose Disney-Unterhaltung, im schlimmsten Fall belanglos und langweilig. Twilight dagegen ist gemeingefährlich, mir grausts wirklich bei dem Gedanken, dass Mädchen mit Bella als Vorbild aufwachsen.
    (Außerdem brauch ich keine Angst zu haben, dass mir auf einmal die Twilight-Stars so gut gefallen wie die HSM-Kids – jedesmal, wenn ich Bilder von Pattinson, Kirsten Stewart oder Taylor Lautner sehe hab ich vor allem ein riesiges WARUM?? im Kopf. Was soll an denen so attraktiv sein? Und dabei war rpattz als Cedric noch so niedlich…)

    EDIT: Motivation, um doch vielleicht HSM zu gucken:
    vanessa 1
    vanessa2
    vanessa 3
    vanessa 4

  7. Lohmie sagt:

    Ich seh schon … nicht HSM ist gefährlich … sondern DU. :D

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