Everybody’s Shakespeare
23. November 2009
Illuminations filmt wieder: Nach der Verfilmung der Hamlet-Inszenierung mit David Tennant und Patrick Stewart hat die Produktionsfirma ein neues Projekt gestartet: Macbeth, mit Patrick Stewart und Kate Fleetwood. Tägliche Updates vom Dreh gibt es wieder im Illuminations-Blog, erfahrungsgemäß sind die sehr interessant.
Weil wir schon dabei sind, und weil wir davon wohl in nächster Zeit mehr in diesem Blog haben werden: Was haltet ihr eigentlich von Shakespeare? Damit ich etwas abschätzen kann, wie viel Shakespeare ich euch zumuten kann. Und weil es mich als zukünftige Englischlehrerin interessiert, auf wieviel Motivation ich da mal hoffen kann.
Andere Artikel zum Thema:
Tags: Literaturverfilmungen, Macbeth, Patrick Stewart, Shakespeare


23. November 2009 um 23:25
Ich schwanke zwischen der letzten und vorletzten Antwort. Wie so vieles anderes auch ist mir Shakespeare durch die Besprechung in der Schule gründlich versaut worden (wir hatten Romeo und Julia auf deutsch, in Englisch hatten wir den Herrn trotz LK nicht durchgenommen, da hatten wir lediglich mal Jekyll & Hyde gelesen). Eine Freundin versucht mich jetzt zu überzeugen, dass ich mir eine Romeo-und-Julia-Aufführung ansehe, von der sie ganz begeistert ist (wo mir aber just eine ausgewachsene Erkältung in die Quere gekommen ist). Ob Weihnachten meine Verehrung für David Tennant oder meine Abneigung gegen Shakespeare siegt, steht noch nicht fest.
24. November 2009 um 09:44
Ich mag vor allem die Komödien von Ihm
bei den Dramen bin nich noch nicht so erfahren, da kenn ich zu wenige. also schwanke ich zwischen Antwort 1, 2 und 4 *G*
24. November 2009 um 10:26
Ich kenne fast alle Stücke von Shakespear und die Bremer Shakepear Company in meiner Stadt erleichtert einem den Einstieg dazu enorm.
Shakespear schrieb Theaterstücke, von daher muss sowas auf einer Bühne mit allen Sinnen live erlebt werden. In der Schule nur die Texte zu besprechen ist für wahr eine dröge Angelegenheit und der absolut falsche Weg den Dichter und sein Werk jemandem näher zu bringen. Und es gibt ja auch etliche gute Verfilmungen, die nicht zu verachten sind.
24. November 2009 um 17:48
@muerps: Ja, Shakespeare in der Schule ist wohl häufig eine eher unerquickliche Angelegenheit – in Deutsch sind wir dem zum Glück irgendwie entgangen, in Englisch hatten wir Macbeth im LK, und ich glaube niemand in dem ganzen Kurs hat je das ganze Stück gelesen, das wurde so langweilig präsentiert. Shakespeare ist wohl etwas, für das man entweder einen guten Lehrer braucht, oder einfach selbst entdecken muss – schön also, dass du das bisher noch nicht ganz abgeschrieben hast!
Ich kann mir schon vorstellen, dass dich die Hamlet-Verfilmung an Weihnachten umstimmen kann – den Reviews zufolge war das eine Inszenierung, die auch besonders Shakespeare-Neulinge anspricht, weil sie Hamlet quasi als Thriller präsentiert. Bis dahin wünsch ich gute Besserung, damit du doch noch zu dieser Romeo-und-Julia-Aufführung kommst *g*
@elfchen: 1, 2 und 5, hoffe ich doch?
Bei mir ist es eher umgekehrt, ich find zwar die Komödien auch wunderbar, so richtig verliebt bin ich dann aber eigentlich nur in die Tragödien…
@Anonymous (magst du nicht mal einen Namen eingeben? “Anonymous” ist so.. äh, unpersönlich halt
):
Ja, da kann ich dir nur zustimmen – und dazu passt ein wunderbares Zitat aus dem Werk, von dem ich den Titel gemoppst hab: “Everybody’s Shakespeare”, ein Buch mit Shakespeare-Textfassungen für Schüler von Orson Welles und seinem Lehrer Roger Hill, in dem Hill unter der Überschrift “On Studying Shakespeare’s Plays” schreibt:
Dieses Auseinandernehmen von Shakespeare-Texten, das man in der Schule meist betreibt, bringt ja niemandem was – und vor allem als Hinführung zu Shakespeare ist es tödlich. Und ich denke auch gerade für Schüler sind Aufführungen oder Verfilmungen wichtig, weil man auch Shakespeares nicht ganz einfacher Sprache viel besser folgen kann, wenn man sie gesprochen und gespielt erlebt…
24. November 2009 um 18:39
Tob’ Dich ruhig aus. Ich habe auch zwischen Antwort 2 + 5 geschwankt. Da ich schon ein klein wenig älter bin, bin ich durch längeres Nachdenken darauf gekommen, dass ich doch schon das eine oder andere gesehen hab. In der Schule ist das ziemlich an mir vorbeigelaufen trotz Englisch-LK.
Ausserdem finde ich Deine Schreibe recht interessant und ich hab mich schon mehrfach inspirieren lassen. (Hornblower, Dr Who, Torchwood). Schau’n mer mal wo das noch hinführt.
24. November 2009 um 23:26
Ich bin etwas überrascht und sehr erfreut, dass auch nach 20 Stimmen noch niemand für “so la-la” oder “langweilig” gestimmt hat – hätt ich gar nicht gedacht. Brave Leserschaft
@sanne: Das wär natürlich ganz ideal, wenn ich mit meinen Beiträgen auch noch jemanden für Shakespeare begeistern könnte *g* Projekt für die nächsten Wochen: Euch Julius Caesar und Hamlet schmackhaft zu machen. Vor allem Hamlet – aber da bekomm ich ja auch gute Unterstützung von Herrn Tennant.
Hat eigentlich irgendwer hier auch mal positive Erfahrungen mit Shakespeare in der Schule gesammelt? Ich selbst war zwar von Macbeth im Englisch-LK herzlich wenig beeindruckt, aber kürzere Shakespeare-Texte wurden mir schon relativ interessant vermittelt – Sonett 130 (My mistress’ eyes are nothing like the sun) hat mir schon damals gefallen, und in Deutsch hatten wir die “Friends, Romans, countrymen, lend me your ears”-Rede aus Julius Caesar, die ich auch beeindruckend fand…
25. November 2009 um 11:12
Hö?!
Ich bin’s doch, die Raven!
Wie kam es denn dazu, dass ich hier plötzlich als ‘Anonymous’ erscheine?!
Anyway, meine geheime Identität ist jetzt damit wohl aufgeflogen.
25. November 2009 um 11:49
Ok, dann brech ich mal ‘ne Lanze für die Schulen (oh Gott, dass ich so was mal sagen würde!?!): im Englisch LK haben wir ein Halbjahr lang Shakespeare gehabt. Es gab Twelfth Night und Macbeth, plus BBC-Verfilmungen und gemeinsame Theaterbesuche (auch bei der bereits erwähnten Bremer Shakespeare Company). Vielleicht hatte ich eine besonders engagierte Lehrerin, vielleicht ist die Bremer Bildung besser als ihr Ruf, aber bei mir hat’s gereicht um mich für ein Anglistikstudium anzufixen. Allerdings geb ich zu, ich war schon vorher scharf auf Shakespeare, seit ich mich mit 15 in Laurence Olivier als Richard III verliebt habe …
25. November 2009 um 15:53
@Raven: Ah, du bist das!
War wahrscheinlich eine seltsame Laune meines Blogs, der mag manchmal etwas spinnen…
@Claudia: Oh, das freut mich, dass zumindest irgendwo Shakespeare engagiert unterrichtet wird – gibt mir ein bisschen Hoffnung für meinen zukünftigen Beruf *g* Waren deine Mitschüler da auch so begeistert, oder ging das doch eher nur dir so?
Außerdem werd ich langsam ziemlich neidisch auf eure Bremer Shakespeare Company – da sieht’s in meiner Umgebung eher mager aus…
25. November 2009 um 16:23
… wurde – das ist schon sehr, sehr lange her! Und ich fürchte, ich war die einzige. Alle anderen fanden das grauenvoll …
25. November 2009 um 17:14
Pscht, ich geb mich grad der Illusion hin, dass ich irgendwann mal Horden von Schülern zu Shakespeare-Liebhabern erziehen kann
Immerhin hat es bei dir funktioniert, dann muss der Unterricht ja irgendwie was getaugt haben.
(Vielleicht ist tatsächlich die beste Methode, die Schüler erst für schicke Shakespeare-Schauspieler zu begeistern und dann für Shakespeare selbst. Wir haben damals nur den Polanski-Macbeth angeschaut, hätten wir die moderne Adaption mit James McAvoy und Keeley Hawes geschaut, wären wir vielleicht interessierter gewesen *g*)
Ich geh jetzt den Ethan-Hawke-Hamlet gucken um zu sehen, ob der als Schüler-Anfix-Schauspieler funktionieren könnte. Auch wenn Hamlet in der Schule wohl zuviel verlangt ist…
29. November 2009 um 22:25
1 oder 2 – das ist die Frage … Stimme für 2 – liebe sowohl einige seiner Komödien und Dramen sehr …
29. November 2009 um 22:50
Nachdem jetzt 44% für “manches toll, anderes nicht” gestimmt haben, wäre ich jetzt sehr gespannt, was genau ihr denn mögt, und was nicht. Aber eine Umfrage für sowas würde wohl ziemlich kompliziert werden…
Achja, für alle, die den Illuminations-Blog nicht verfolgen: John hat ein weiteres Bild aus der neuen Hamlet-Verfilmung gepostet, mit Penny Downie und Patrick Stewart:
http://www.illuminationsmedia.co.uk/blog/index.cfm?start=1&news_id=527
Ah, ich liebe den Look…