Die Autoren der fünften Staffel
7. January 2010
Es fühlt sich momentan noch sehr, sehr seltsam an: Auf der einen Seite die Wehmut der RTD-à„ra gegenüber und so ein bisschen “Ich will gar nicht, dass irgendwas besser wird”-Trotz, auf der anderen Seite natürlich die Spannung und Vorfreude auf die fünfte Staffel, im vollsten Vertrauen auf Steven Moffats und Matt Smiths Können. Letzteres ist definitiv vernünftiger, also konzentrieren wir uns lieber da drauf: Im DWM wurden nun endlich die Autoren für die fünfte Staffel bekannt gegeben! Die Liste: 6 x Steven Moffat, 2x Chris Chibnall, und je einmal Mark Gatiss, Gareth Roberts, Richard Curtis, Toby Whithouse und Simon Nye. Das Bittere gleich vorweg: Kein Neil Gaiman. Sehr, sehr schade, nach all den Hinweisen und Nicht-Dementi hab ich das eigentlich wirklich erwartet – nun ja, er kann ja immer noch irgendwann anders für Doctor Who schreiben.
Also dann, der Rest: Viel Steven Moffat, das ist sehr schön, hätte ja auch sein können, dass er als Showmaster weniger selbst schreibt als RTD. Auffällig auch, dass mit Richard Curtis (Blackadder, Vicar of Dibley, Mr Bean) und Simon Nye (Wild West, Men Behaving Badly) gleich zwei Comedy-Autoren dabei sind, soviel zum Thema “Unter Moffat wird Doctor Who dann düster und ernst und tiefgründig”. Toby Whithouse (Being Human) freut mich sehr, Gareth Roberts und Chris Chibnall haben ja auch schon gezeigt, dass sie was drauf haben, und dass Mark Gatiss dabei ist, war ja eh klar. Alles in allem also eine sehr erfreuliche Liste. Und Weihnachtsspecial von Neil Gaiman dann, ja?
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Tags: Doctor Who, Steven Moffat

07. January 2010 um 15:33
Wieso DW unter Moffat unbedingt tiefgründiger und düsterer werden sollte, ist mir etwas schleierhaft. Gruseliger ja (ab nächter Staffel jede Woche eine neue Phobie…
), aber ich denke, von beiden Schreiberlingen hat eher RTD eine Vorliebe für schwerere Stoffe. So interessant ich einen leidenden 10. Doctor auch finde, hoffe ich, dass Moffat dem 11. nicht mehr ganz so übel mitspielt. Ein bisschen Frohsinn hat sich der Doctor nach den ganzen Schicksalschlägen in letzter Zeit langsam mal verdient.
07. January 2010 um 15:57
Ich versteh das ja auch nicht, aber ich bin ganz froh, dass ich die Gedankengänge der grummeligen Alt-Fans und RTD-Basher aus einem gewissen DW-Forum nicht nachvollziehen kann.
Ein bisschen Dramatik muss zwar immer sein, aber ich kann mir schon vorstellen, dass Moffat jetzt dem Doctor weniger Leid aufdrückt. Der ganze “Ich bin der letzte der Time Lords *schluchz*”-Handlungsbogen, so sehr ich ihn auch mochte, ist ja jetzt in gewisser Weise abgeschlossen, da kann Matt Smith jetzt wieder in eine andere Richtung gehen. Muss wohl sogar, weil RTD hat ja immer tragischere Schicksalsschläge ausgeteilt, und noch dramatischer kann es fast nicht mehr werden…
07. January 2010 um 17:25
Anfangs hatte ich noch gehofft, dass Tennant noch ein Jahr unter Moffat weitermacht , aber inzwischen bin ich doch ganz glücklich, dass das ein kompletter Neustart wird. Ich denke nämlich, dass Moffat eine andere Atmosphäre anstrebt, und das wär mit dem 10. Doctor einfach nicht möglich gewesen, weil er ja erstmal ein bisschen in RTDs Art und Weise hätte weitermachen müssen, damit der Bruch nicht unnatürlich wirkt. Außerdem hätten wir dann nicht so ein Ende für den 10. Doctor kriegen können – wenn da keine Regeneration am Ende stünde, hätte RTD wieder wer weiß was angestellt, damits trotzdem ganz groß wird, und womöglich wär dann “Journey’s End” im Quadrat rausgekommen. Ne, also ich freu mich schon sehr auf den 11. Doctor unter Moffat.
07. January 2010 um 18:36
Ja, ich hatte mir auch noch ein Tennant-Moffat-Jahr gewünscht, aber inzwischen finde ich auch, dass Tennant richtig entschieden hat. Wir hatten vier Jahre wunderbares RTD-Tennant-DW, aber die Show muss sich weiterentwickeln, Tennant muss sich weiterentwickeln und wir haben einen sehr schönen Abschied von Tennant und der ganzen RTD-Ära bekommen.
Allerdings muss für mich Moffat jetzt auch einen deutlich anderen Ton anschlagen – wenn er und Matt Smith zu sehr in die gleiche Richtung gehen, werde ich mir die ganze Zeit denken “Aw, wäre es nicht schön, wenn da jetzt David Tennant spielen würd?”. Also bitte ganz, ganze schnell die eigene Linie finden. Die erste Szene war in der Hinsicht ja nicht der perfekte Start, aber der Trailer stimmt zuversichtlich.
07. January 2010 um 18:49
Nach dem, was Tennant diesen Herbst/Winter bei DW so abgeliefert hat, wirds Smith sowieso schwer haben – ich möchte ja nicht in seiner Haut stecken. Gerade sowas wie WoM dürfte vom schauspielerischen nicht leicht zu toppen sein.
07. January 2010 um 19:09
Da mach ich mir eh keine Illusionen, schauspielerisch kommt Matt (noch) nicht an Tennant ran – ich mag ihn sehr in den Sachen, die ich von ihm kenne, mit dem Tennant aus Hamlet, WoM oder EoT kann er es aber nicht aufnehmen. Das ist aber find ich nicht sonderlich tragisch – eine ganze Reihe der Classic-Series-Doctors waren keine großen Schauspieler, die spielt er locker an die Wand, und die fand ich trotzdem großartig.