Lagerfeld WIP: Schnitt und erste Schritte
24. March 2010
Wie vor kurzem geschrieben, hat mich wieder das Nähfieber gepackt – und ich hab mit mit meinem Lagerfeld Longblazer/Smokingjacket/wie auch immer das offiziell heißt angefangen. Der Schnitt dazu war mal vor Jaaahren ein Desinger-Bestellschnitt in der Burda, den ich mir damals nicht gekauft hab, weil da meine Nähkenntnisse nicht weit genug waren. Irgendwann hab ich den Schnitt dann mal bei eBay aufgegabelt und dann noch ein paar Jahre herumliegen lassen, weil ich mir nicht mehr sicher war, ob ich den überhaupt nähen will.
Jetzt hab ich beschlossen, dass ich will, und dass ich inzwischen mit dem Schnitt auch klar kommen sollte, und gleich mal damit angefangen. Da rechts ist ein Bild aus der Burda vom fertigen Longblazer – besonders viel erkennt man da nicht, aber ich bin noch auf der Suche nach einem besseren Foto.
Im Gegensatz zu meinem letzten Mantelprojekt werd ich mich hier meist nach der Vorlage richten und nicht selber Schnitte zusammenbasteln – weil das aber doch ein eher ungewöhnlicher Blazer ist (bei dem ich wohl immer noch kleine Dinge ändern werde), ist es denke ich wohl trotzdem ein WIP-würdiges Projekt. Weiterlesen »
Ihr habt nicht gedacht, dass da noch mal was kommt, gell? Aber es wird langsam wieder Mantelzeit – und ich hab nicht vergessen, dass ich euch noch Bilder vom fertigen Hornblower-Mantel schulde und werd die demnächst nachliefern. Ehrlich. Davor aber noch ein weiterer kleiner Näh- bzw eher Bastelschritt: Der Mantel war zwar eigentlich schon fertig und ich hab ihn auch schon fleißig getragen, aber ich war nicht hundertprozentig glücklich mit den Knöpfen. Irgendwie waren sie mir einen Tick zu hell und sahen damit etwas gar unecht aus. Ich hätte jetzt also neue Knöpfe kaufen und drannähen können. Aber weil ich die jetzigen Knöpfe ja eigentlich mochte, und vor allem zu faul zum Annähen neuer Knöpfe war, hab ich mich lieber dazu entschlossen, die Knöpfe am Mantel meinen Vorstellungen anzupassen.
Die Dokumentation der Entstehung meines Mantels hinkt weiter ziemlich hintennach, ein weiteres Update ist also dringend nötig. Heute gibt es einen kleinen Fortschritt, aber einen wichtigen und durchaus auch zeitraubenden: Knopflöcher und Knöpfe. Die Knöpfe hab ich ja schon zusammen mit dem Stoff gekauft (und hier schon vorgestellt), da musste ich mir also keine Gedanken mehr machen. Knopflöcher kann man mit der Hand nähen, oder ganz praktisch das ganze die Maschine erledigen lassen – oder man entschließt sich, so wie ich, Paspelknopflöcher zu machen. Davon haben die meisten von euch wahrscheinlich noch nie was gehört – und auch für mich war das das erste Mal, dass ich sowas ausprobiert hab. Also, was sind Paspelknopflöcher denn überhaupt:
Ich bin momentan noch langsamer beim WIP-Artikel schreiben als beim Nähen selbst, und hänge etwas hinterher – wird also Zeit, dass es weitergeht. Wie schon angekündigt, sind jetzt die à„rmel dran. Das ist sehr gut so, denn erst mit à„rmel sieht so ein Mantel wirklich wie ein Mantel aus – bisher hat er mich immer sehr stark an diese
Diverse à„nderungen an den verwendeten Grundschnitten für meinen Mantel gabs ja bisher schon so ein paar, jetzt gehts noch weiter ins freie Herumbasteln – der Kragen. Der ist eine Kombination aus hohem Stehkragen und Reverskragen, etwas, was ich noch nie in einem Schnittmuster gesehen hab, und das ich auch noch nie selbst probiert hab. Das heißt auch, dass es jetzt noch ein Stückchen chaotischer wird als bisher, und dass es den ersten “OMGwashabichgetan??!”-Moment gibt. Und das alles unter erschwerten Bedingungen, wie ihr gleich sehen werdet.
Dem immensen Lärm, den die Vögel morgens vor meinem Fenster machen, nach zu urteilen, steht der Frühling jetzt doch endlich vor der Tür – es wird Zeit, dass ich mit meinem Mantel fertig werde. Ich hab mich also gleich mal an den Rockteil gesetzt, damit das Ding auch endlich mal als angehender Mantel erkennbar ist. Es wurde also Schnitt für Rockteil konstruiert, ganzes Oberteil nochmal angepasst, hinten Falten angesetzt, für Taschen gesorgt und schließlich alles angenäht – und dabei jede Menge Fotos geschossen:
Lästiges Vorplanen, Einkaufen und Schnitt- musterbasteln fürs erste mal beiseite: Jetzt wird endlich geschnibbelt und genäht! Der fertige Schnitt steht zwar noch lang nicht komplett, aber weil das so langweilig ist, hab ich gleich mal angefangen, die Dinge, für die ich den Schnitt schon habe, gleich mal zu nähen. Das gilt also für das Oberteil und das Gürtelteil des Mantels. Wir erinnern uns – ich hab das aus zwei verschiedenen Schnitten zusammengesetzt, und musste jetzt hoffen, dass das auch funktioniert. Tut es bisher ganz gut. Außerdem hab ich mich entschlossen, jetzt doch mit Paspeln zu arbeiten – nachdem ich das so gut wie nie tue, war das auch recht abenteuerlich. Aber jetzt, damit ihr euch was vorstellen könnt, die Arbeit von gestern Abend und heute in Bildern:
Mein
Solange ich ohne Nähmaschine in Passau sitze geht es zwar nicht besonders mit meinem Mantelprojekt vorwärts, aber ein kleines Update zum WIP (= Work in Progress) mit Vorüberlegungen darf noch sein. Und zwar mit einer genaueren Beschreibung, wie die einzelnen Teile des Mantels dann eigentlich mal aussehen sollen (mit Bilder, damit ihr euch auch was darunter vorstellen könnt):
