Modeanfall – Zeit für ein neues WIP?
13. March 2010Nachdem ich monatelang meine Nähmaschine nicht angerührt hab, hab ich auf einmal wieder Lust auf Designermode. Die Oscars sind schuld. Wegen denen bin ich über die neue Kollektion von Victoria Beckham gestolpert bin und war erstmal erstaunt, dass ich die generell sehr interessant finde (normalerweise trägt und designt Posh nicht gerade Mode, die ich für mich persönlich in Betracht ziehen würde) – und hab mich dann Hals über Kopf in zwei Kleider verliebt. Nämlich das hier und das hier. Hach, sind die schick.
Ich hätt definitv Lust, mich sofort daran zu machen mir ein davon inspiriertes Kleidchen zu nähen. Bloß, dass ich keinen passenden Stoff da hab, es auch noch dauert, bis ich herausgefunden hab, wie ich den Schnitt nachbauen kann und ich mir nicht sicher bin, ob bzw wo ich überhaupt kurze Kleidchen tragen kann/will. Und man bei Schneefall wenig Lust auf Sommermode hat.
Aber: Ich hätt hier ein Designerteil, wo ich den Stoff hab, den Schnitt hab, es definitiv tragen kann und was zum Wetter passt. Und das ich seit Jahren nähen will – nur hatte in erst nicht genug Näherfahrung, und später war ich mir über den Schnitt nicht mehr sicher. Aber irgendwann muss ich es doch noch nähen – also werd ich das wohl demnächst in Angriff nehmen. Und zwar ein Lagerfeld Longblazer – Bilder gibt es hier und hier. Ja, ich weiß, soviel sieht man da nicht, aber ich denke, ich werde den Nähprozess wie schon bei meinem letzten Mantelprojekt im Blog dokumentieren und das alles nochmal näher erklären…
Ihr habt nicht gedacht, dass da noch mal was kommt, gell? Aber es wird langsam wieder Mantelzeit – und ich hab nicht vergessen, dass ich euch noch Bilder vom fertigen Hornblower-Mantel schulde und werd die demnächst nachliefern. Ehrlich. Davor aber noch ein weiterer kleiner Näh- bzw eher Bastelschritt: Der Mantel war zwar eigentlich schon fertig und ich hab ihn auch schon fleißig getragen, aber ich war nicht hundertprozentig glücklich mit den Knöpfen. Irgendwie waren sie mir einen Tick zu hell und sahen damit etwas gar unecht aus. Ich hätte jetzt also neue Knöpfe kaufen und drannähen können. Aber weil ich die jetzigen Knöpfe ja eigentlich mochte, und vor allem zu faul zum Annähen neuer Knöpfe war, hab ich mich lieber dazu entschlossen, die Knöpfe am Mantel meinen Vorstellungen anzupassen.
Die Dokumentation der Entstehung meines Mantels hinkt weiter ziemlich hintennach, ein weiteres Update ist also dringend nötig. Heute gibt es einen kleinen Fortschritt, aber einen wichtigen und durchaus auch zeitraubenden: Knopflöcher und Knöpfe. Die Knöpfe hab ich ja schon zusammen mit dem Stoff gekauft (und hier schon vorgestellt), da musste ich mir also keine Gedanken mehr machen. Knopflöcher kann man mit der Hand nähen, oder ganz praktisch das ganze die Maschine erledigen lassen – oder man entschließt sich, so wie ich, Paspelknopflöcher zu machen. Davon haben die meisten von euch wahrscheinlich noch nie was gehört – und auch für mich war das das erste Mal, dass ich sowas ausprobiert hab. Also, was sind Paspelknopflöcher denn überhaupt:
Ich bin momentan noch langsamer beim WIP-Artikel schreiben als beim Nähen selbst, und hänge etwas hinterher – wird also Zeit, dass es weitergeht. Wie schon angekündigt, sind jetzt die à„rmel dran. Das ist sehr gut so, denn erst mit à„rmel sieht so ein Mantel wirklich wie ein Mantel aus – bisher hat er mich immer sehr stark an diese
Diverse à„nderungen an den verwendeten Grundschnitten für meinen Mantel gabs ja bisher schon so ein paar, jetzt gehts noch weiter ins freie Herumbasteln – der Kragen. Der ist eine Kombination aus hohem Stehkragen und Reverskragen, etwas, was ich noch nie in einem Schnittmuster gesehen hab, und das ich auch noch nie selbst probiert hab. Das heißt auch, dass es jetzt noch ein Stückchen chaotischer wird als bisher, und dass es den ersten “OMGwashabichgetan??!”-Moment gibt. Und das alles unter erschwerten Bedingungen, wie ihr gleich sehen werdet.
Dem immensen Lärm, den die Vögel morgens vor meinem Fenster machen, nach zu urteilen, steht der Frühling jetzt doch endlich vor der Tür – es wird Zeit, dass ich mit meinem Mantel fertig werde. Ich hab mich also gleich mal an den Rockteil gesetzt, damit das Ding auch endlich mal als angehender Mantel erkennbar ist. Es wurde also Schnitt für Rockteil konstruiert, ganzes Oberteil nochmal angepasst, hinten Falten angesetzt, für Taschen gesorgt und schließlich alles angenäht – und dabei jede Menge Fotos geschossen:
Lästiges Vorplanen, Einkaufen und Schnitt- musterbasteln fürs erste mal beiseite: Jetzt wird endlich geschnibbelt und genäht! Der fertige Schnitt steht zwar noch lang nicht komplett, aber weil das so langweilig ist, hab ich gleich mal angefangen, die Dinge, für die ich den Schnitt schon habe, gleich mal zu nähen. Das gilt also für das Oberteil und das Gürtelteil des Mantels. Wir erinnern uns – ich hab das aus zwei verschiedenen Schnitten zusammengesetzt, und musste jetzt hoffen, dass das auch funktioniert. Tut es bisher ganz gut. Außerdem hab ich mich entschlossen, jetzt doch mit Paspeln zu arbeiten – nachdem ich das so gut wie nie tue, war das auch recht abenteuerlich. Aber jetzt, damit ihr euch was vorstellen könnt, die Arbeit von gestern Abend und heute in Bildern:
Mein
Solange ich ohne Nähmaschine in Passau sitze geht es zwar nicht besonders mit meinem Mantelprojekt vorwärts, aber ein kleines Update zum WIP (= Work in Progress) mit Vorüberlegungen darf noch sein. Und zwar mit einer genaueren Beschreibung, wie die einzelnen Teile des Mantels dann eigentlich mal aussehen sollen (mit Bilder, damit ihr euch auch was darunter vorstellen könnt):
[kurz vorweg: Ja,

