Weiter geht’s mit der großartigen Granada-Serienadaption von Sherlock Holmes, mit dem genialen Jeremy Brett als Holmes und David Burke als Watson. Eine generelle Einführung zu dieser Serie und die Besprechung der ersten Staffel findet sich hier. In diesem Beitrag besprechen wir kurz David Burkes Watson und dazu die sechs Episoden der zweiten Staffel von 1985, die mit Moriarty und dem Tod von Holmes in “The Final Problem” endet. Was natürlich nicht das Ende der Serie bedeutet, wir kehren bald mit “The Return of Sherlock Holmes” (und mehr Besprechungen/Picspams) zurück. Weiterlesen »
David Tennant ist aktuell ja in den USA beim Dreh vom Remake des 80er-Vampirhorrors Fright Night – er spielt Peter Vincent, der im Remake ein Las-Vegas-Bühnenmagier mit “Expertenwissen” über Vampire ist. Nun sind die ersten Bilder von Tennant im Kostüm aufgetaucht – nun, nicht direkt Fotos von ihm, sondern Fotos von einem Werbebanner für Peter Vincents Zaubershow. Aber das reicht, um einen sehr guten Eindruck zu bekommen: Lange Haare, Bart, Eyeliner und offenes Shirt. Eine Kreuzung aus Russel Brand und Criss Angel, aber seit seinem Ghost of Christmas Present wissen wir ja, dass er das kann *g*
Wer bei dem Anblick nur lachen kann oder fürchtet, dass wir keinen ganzen Film mit so einem Tennant überstehen: Keine Angst, er wird nicht die ganze Zeit über so aussehen
Es ist nun tatsächlich schon fünf Jahre her, dass ich meinen ersten Beitrag geschrieben habe. Klingt nach einer langen Zeit, und fühlt sich auch so an: inzwischen ist der Blog auch fester Teil meines Alltags, auch wenn ich in den letzten Wochen weniger geschrieben habe als zu anderen Zeiten. Ich brauch den Blog zum Einen zum Abladen von Gedanken, zum Anderen freue ich mich natürlich sehr über den Austausch mit euch, meinen Lesern – also an dieser Stelle auch ein großes Danke für eure Kommentare!
Kurze Rekapitulation: 1389 Beiträge mit ca 708000 Wörtern, ein Designwechsel und etwa fünf angekündigte, zu denen wir nicht gekommen sind, und 9042 Kommentare. Ziemlich genau zur Hälfte der fünf Jahre hat sich der Fokus meines Blogs von Bollywood in Richtung britisches Fernsehen verschoben – und wer weiß, was ich die nächsten Jahre anstelle.
Ich habe nun schon häufiger Jeremy Bretts Sherlock Holmes erwähnt, es wird Zeit, diese Serie mal ordentlich zu besprechen. Von 1984 bis 1994 drehte Granada eine Serienadaption der Werke von Arthur Conan Doyle (Kurzgeschichten in 50 Minuten, Romane in Spielfilmlänge), eng an der Vorlage orientiert und neben Brett als Holmes mit David Burke und später Edward Hardwicke als Watson.
Ich bin schwer verliebt in diese Serie und will ihr natürlich auch gerecht werden und ausreichend Platz einräumen, und außerdem Jeremy Brett mit einem Haufen Bildern würdigen, also ändern wir ein bisschen das normale Schema. Es folgt hier erstmal eine generelle Besprechung der Serie und anschließend kurze Kommentare zu den einzelnen Episoden, jeweils mit ein paar Bildern von meinen liebsten Brett-Momenten dieser Episoden. Hier die ersten sieben Episoden (die erste Staffel), der Rest folgt dann nach und nach. Weiterlesen »
Heute gibts ein paar kleine Infos von der BBC zum Drama-Plan nächstes Jahr. Zum einen Sherlock: Es wurde ja schon bestätigt, dass es eine weitere Staffel geben wird, nun steht fest, dass Sherlock mit drei weiteren 90-Minuten Episoden im Herbst 2011 zurück kommen wird. Ich hatte auf etwas mehr Episoden gehofft, aber letztlich sind drei fantastische Filme besser als eine längere Serie mit Schwächen (Naja. Nicht wirklich. Aber ich versuch mich gerade davon zu überzeugen.)
Die Pressemitteilung ködert schließlich noch ein wenig: “There’ll be baffling new puzzles, old friends and new enemies – whether on two, or four legs. And we might well be seeing the cold master of logic and reason unexpectedly falling. But in love? Or over a precipice? Who can tell?” – Anspielungen auf den Hound of the Baskervilles, Irene Adler oder die Reichenbach Fälle? Wir sind gespannt.
(Und wo wir grad dabei sind: Wer Twitter hat, sollte unbedingt Mark Gatiss folgen. Weil der großartig ist, und im Gegensatz zu Moffat wenigstens häufig schreibt)
Auf der Doctor-Who-Seite gibt es derweil Gerüchte, dass sich etwas am Ausstrahlungsformat der Serie ändern könnte, sprich, dass nicht alle 13 bestätigten Folgen am Stück im Frühling/Sommer gesendet werden, sondern dass man die Serie beispielsweise aufsplitten könnte (mit einer Hälfte im Frühling und einer im Herbst), oder das ganze überhaupt in den Herbst verschieben. Solche Gerüchte gab es schon früher (bspw vor der fünften Staffel), wir werden sehen, ob sich etwas verändern wird.
Am Dienstag findet übrigens das gemeinsame Durchlesen des DW-Scripts von Neil Gaiman von Cast und Crew statt – Wheeee! Ich hab immer noch nicht ganz verarbeitet, wie toll das ist.
UPDATE: Und schon haben wir die offizielle Bestätigung: Die nächste Doctor Who Staffel wird tatsächlich aufgeteilt auf Frühling und Herbst, mit einem dramatischen Cliffhanger zum Ende des ersten kleinen Finales der ersten Hälfte. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halte – aber ein Herbst mit Doctor Who klingt doch auch gut.
Mein aktueller Filmplan beinhaltet immer noch sehr viel Sherlock Holmes und da zeichnet sich noch nicht so richtig ein Ende ab – ich hab grad eine Ladung Jeremy Brett bestellt. Vorerst aber wieder eine Kinoverfilmung – Holmes und Watson zu ihrer Schulzeit, produziert von Steven Spielberg, und besser als es das furchtbare DVD-Cover vermuten lässt. Und für mich einer dieser irritierenden Filme, bei denen man bestimmte Szenen auf einmal wiedererkennt und merkt, dass man den Film offenbar schon irgendwann mal gesehen haben muss, obwohl man sich da gar nicht daran erinnert… Weiterlesen »
Mit etwas Verspätung, aber jetzt endlich: meine Besprechung der BBC-Miniserien-adaption der drei “To the Ends of the Earth”-Romane von William Golding: Rites of Passage, Closed Quarters und Fire Down Below (wovon Rites of Passage mit dem Man Booker Preis ausgezeichnet wurde). Hab ich primär wegen Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle geschaut, passt aber sonst natürlich auch absolut in meine sonstige Filmauswahl: Bei Segelschiffen zur Zeit der napoleonischen Kriege sage ich doch nie nein. Und für Benedict Cumberbatch gibt es auch einen Picspam. Weiterlesen »
Ja, wir sollten nicht verpassten Chancen nachtrauern, aber natürlich wollen wir doch alle wissen, wie der Pilot zu David Tennants nicht realisierter Serie “Rex Is Not Your Lawyer” ausgesehen hätte. Zumindest ein bisschen von unserer Neugier können wir jetzt befriedigen: es ist ein kurzer Clip aus dem Pilotfilm im Internet aufgetaucht, mit David Tennant und Lindsay Kraft, die seine Assistentin spielt.
Nun, vielleicht sieht das nicht nach einer unglaublich interessanten Serie aus, aber OMG DAVID TENNANT!! In diesem Hemd! Mit diesem ungewohnten und etwas falschem, aber faszinierenden Akzent! Und der Gestik und Mimik! (Und mit Macbook! ) Ich merk grad erst, dass ich auf argem Tennant-Entzug bin… Single Father kann nicht früh genug kommen. Und der Rex-Pilot sollte wirklich irgendwann geleaked werden, ich will das sehen!
Deadline berichtet heute, dass Jamie Bell nun neben Cillian Murphy und Thandie Newton in Retreat mitspielen wird. Dabei wird David Tennant nicht erwähnt, aber das klingt doch ganz danach, als ob Tennant durch Bell ersetzt wurde – und auch die zur Verfügung stehende Drehzeit deutet darauf hin, dass Tennant nicht bei Retreat dabei ist.
Mit der Nachricht kann ich leben – es ist zwar äußerst schade, dass wir nicht Cillian Murphy und David Tennant zusammen zu sehen bekommen, aber ansonsten häng ich nicht so sehr an diesem Filmprojekt. Hoffen wir einfach, dass das bedeutet, dass Tennant andere, interessantere Dinge vorhat, die demnächst angekündigt werden.
Im Moment ist David Tennant in New Mexico beim Dreh zum Fright-Night-Remake, in dem er die Peter-Vincent-Rolle übernimmt. Und wenn ich mal dazu komm, gibt es hier auch eine Besprechung des Originalfilms, damit ich weiß, worauf ich mich da vorzubereiten hab.
Das ist doch seinen eigenen Beitrag wert: Steven Moffat und Sue Vertue haben gerade im BBC Frühstücksfernsehen bestätigt, dass es weitere Folgen von Sherlock geben wird, wie gehabt im 90 Minuten Format. Und diese Nachricht wird sicherlich jeder, der die aktuelle Staffel gesehen hat, mit einem überglücklichen YES!! inklusive Becker-Faust empfangen – die bisherigen drei Episoden Sherlock waren schließlich fantastisch.
Diese Nachricht kommt natürlich nicht überraschend, es gab ja auch schon vorher Stimmen von BBC-Produzenten, die deutlich machten, dass sie gerne mehr Sherlock haben würden, und alles andere wäre bei den euphorischen Reaktionen und den sehr guten Einschaltquoten eh irrsinnig gewesen. Aber es ist trotzdem schön, eine richtig offizielle Bestätigung zu haben, und sicher zu sein, dass Doctor Who diesen Plänen nicht in die Quere kommen wird. Wenn Mark Gatiss aber für Sherlock die Hauptaufgaben übernimmt, sollte das Nebeneinander der beiden Serien kein Problem sein. In einem Forum hatte jemand die Befürchtung geäußert, dass zugunsten von Sherlock Doctor Who ein paar Episoden opfern muss – aber ganz ehrlich? Für mehr Gatiss/Moffat-Sherlock würde ich gerne ein paar Folgen Moffat-DW aufgeben.
Mein Sherlock-Holmes-Fieber hält noch weiter an, und in den Jeremy-Brett- und Benedict-Cumberbatch-Pausen nimmt man auch mal wahllos, was einem grad in die Queere kommt. In diesem Fall eine deutsche Quasi-Parodie von 1937 mit Hans Albers und Heinz Rühmann als Holmes- und Watson-Verschnitte. Weil der Film halt grad passenderweise in der ARD kam. Und so einen nett-albernen Titel hat, der dazu auch noch gar nicht stimmt. Denn der Film bietet vieles – Komödie, Detektivgeschichte und Badewannen-Songs – aber sicher nicht Sherlock Holmes.
Ein paar kleine Filmschnipselchen: Anscheinend hat Cillian Murphy Jason Isaacs im Film Retreat ersetzt, der Dreh soll im September beginnen. Zur Erinnerung: Da spielen auch Thandie Newton und David Tennant mit. Nichts gegen Jason Isaacs, aber Cillian Murphy und David Tennant in einem Film? Oh Gott, bitte lass das wahr sein, und lass nichts dazwischen kommen. Wenn ich nicht grad in der Uni-Bib sitzen würde, würde ich definitiv einen kleinen Freudentanz machen!
Deutlich weniger erfreuliche News (aber dafür wahrscheinlich für kaum jemand hier interessant): Zac Efron soll als nächstes in der Nicholas Sparks Verfilmung The Lucky One die Hauptrolle übernehmen. Ürgs – Nicholas Sparks? Und das auch noch gleich nachdem Zac gerade in einem Romanzen-Drama gespielt hat? Selten blöde Karriereentscheidung.
Bonuspunkte gibts aber dafür, dass Zac gerade seine eigene Produktionsfirma gegründet hat, die “Ninjas Runnin’ Wild” heißt. Tihi. Außerdem gibt es noch weitere, deutlich interessantere zukünftige Projekte, bspw Snabba Cash – das geht dann schon wieder in Ordnung.
Ich hol noch ein bisschen die aktuellste Inkarnation von Sherlock Holmes auf: Guy Ritchies Film mit Robert Downey Jr. und Jude Law ist ebenfalls eine Modernisierung – wenn auch nur stilistisch. Also in historischem Setting, aber im Gewand eines Action-Adventures und an die Sehgewohnheiten eines modernen Publikums angepasst. Und das funktioniert eigentlich ziemlich gut.
Eine Fortsetzung ist bereits in Planung, was das Ende dieses Films auch nahelegt; der Dreh soll im Oktober starten und der Film dann nächstes Jahr ins Kino kommen. Sehr schön. Weiterlesen »
Die erste Episode des Moffat/Gatiss-Sherlocks am Sonntag heißt “A Study in Pink”, und darin treffen Holmes und Watson zum ersten Mal aufeinander und lösen den Fall einer in einem verlassenen Haus gefundenen Leiche – offensichtlich also eine Version von Conan Doyles erster Holmes-Story “A Study in Scarlet”.
Wer sich schonmal darauf einstimmen will, kann das mit einer anderen Adaption eben dieser Story machen, und zwar Neil Gaimans Kurzgeschichte “A Study in Emerald”. Diese gibt es nämlich auf Gaimans Seite zum herunterladen (in schicker 19.-Jahrhundert-Zeitung-Aufmachung), und sie bietet eine interessante Kombination: Hier trifft Sherlock Holmes auf H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos. In Gaimans Händen wird daraus natürlich eine großartige Kurzgeschichte – geheimnisvoll, gerissen und mit einem Hugo Award ausgezeichnet. Macht auch Spaß, wenn man wie ich nicht so vertraut mit Lovecraft ist, aber ein bisschen Holmes-Wissen sollte man mitbringen, um die Geschichte richtig genießen zu können. Weiterlesen »
Als Vorbereitung auf Sherlock hab ich mal die Uni-Videothek ausgebeutet und vier Filme der Sherlock-Holmes-Filmreihe mit Basil Rathbone als Holmes und Nigel Bruce als Watson mitgenommen: The Secret Weapon, The Woman in Green, Terror by the Night und Dressed to Kill.
Moffat und Gatiss versetzen in ihrer Adaption Sherlock Holmes in die heutige Zeit – eine Idee, die keinesfalls neu ist. Vielmehr tat das die überwiegende Mehrheit der Filme aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, nur, dass das damals noch keinen so großen Unterschied machte. Die Filmreihe mit Rathbone und Bruce ist tatsächlich die erste, die ihre Handlung in die Viktorianische Zeit zurücklegte – allerdings auch nur für die ersten beiden Filme, für den Rest wurde Holmes in die Gegenwart geholt.
Die vier hier besprochenen Filme sind alle ziemlich kurz (ca 70 Minuten) und mäßig unterhaltsam: Weiterlesen »