Neue “Jane Eyre”-Castinggerüchte

20. November 2009

Eine neue Kinoverfilmung von Charlotte Brontes Jane Eyre ist ja nun schon eine ganze Weile geplant, lange war Ellen Page in der Titelrolle im Gespräch, die sich aber inzwischen von dem Projekt verabschiedet hat und dann war es ziemlich ruhig um den Film. Jetzt tut sich aber wieder was: als Regisseur ist nun Cary Fukunaga an Bord, der mit seinem Spielfilmdebüt Sin Nombre (Trailer) gerade einige Festival-Preise abgeräumt hat. Und auch bei der Besetzung gibt es Neuigkeiten: Mia Wasikowska (demnächst als Alice in Tim Burtons Alice-Verfilmung zu sehen) und Michael Fassbender sind für die Hauptrollen im Gespräch.
Klingt doch alles ganz vielversprechend. Ich kenne Fukunaga nicht, aber ein junger, aufstrebender und untypischer Regisseur für so einen Film ist wohl eine gute Idee, damit diese x-te Verfilmung etwas besonderes wird, Mia Wasikowska kenn ich auch nicht, aber optisch scheint sie mir ganz gut in die Rolle zu passen, und Michael Fassbender kenn ich natürlich schon, und den kann ich mir auch sehr gut als Rochester vorstellen. Diesem Artikel zufolge wird die Verfilmung auch großen Wert auf die Schauerelemente der Geschichte legen – schön, das hatten wir ja jetzt schon eine Weile nicht mehr in den Jane-Eyre-Verfilmungen.

JANE EYRE (1983)

11. August 2009

janeeyre83-coverBevor es vor der hier im Blog schon beprochenen Jane Eyre Miniserie von 2006 eine etwas längere Pause gab, brachte die BBC immer schön im Abstand von 10 Jahren neue Adaptionen heraus: 1963, 1973 und 1983 eben diese Miniserie mit Zelah Clarke als Jane Eyre und dem späteren Bond Timothy Dalton als Rochester.
Mit einem für Kostümdramen eher ungewöhnlichem Format von 11 knapp halbstündigen Episoden dürfte diese Miniserie die längste BBC-Adaption sein.
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Brontë-Klassiker für Kinder?

29. July 2009

whkinderTrotz aller Buchliebe frage ich mich bei manchen Büchern doch, was das eigentlich soll: Die Real Reads Reihe bietet Nacherzählungen von Klassikern der Literatur für Kinder, und morgen erscheinen davon zwei neue Bücher: Jane Eyre und Wuthering Heights, nacherzählt von Gill Tavner, mit Illustrationen von Vanessa Lubach.
Nun – ich bin ja völlig dafür, dass Kinder viel lesen, und es ist immer eine gute Idee, Klassiker der Weltliteratur zu lesen. Aber muss man das denn kombinieren? Muss man Kinder an Klassiker heranführen, indem man ihnen vereinfachte Versionen schreibt? Besonders bei Wuthering Heights erscheint mir so ein Unternehmen höchst fragwürdig: der Stoff ist einfach nicht kindgerecht, ich denke die allerwenigsten Kinder sind interessiert an einer Geschichte einer leidenschaftlichen Liebe, durch die die Charaktere sich selbst und alle in ihrer Umgebung kaputt machen. Warum sollten Kinder dazu einen Bezug haben? Und vor allem: Der Roman wird durch so eine Nacherzählung ja doch ziemlich auf seine Handlung reduziert – und es ist doch nicht die reine Handlung, die solche Klassiker so lesenswert machen. Schreibstil, Erzähltechnik etc sind dabei doch genauso wichtig. Eine Nacherzählung kann das nie richtig einfangen – und macht damit wohl jeden noch so faszinierenden Roman langweilig. Die Handlung an sich ist es nicht, was an Jane Eyre so begeistert…
Es ist ja ein schöner Ansatz, Klassiker für möglichst jeden zugänglich zu machen. Aber es gibt halt doch Romane, die man einfach erst dann lesen sollte, wenn man alt genug ist, die Originale zu verstehen.

Hörspiel: Jane Eyre / Rebecca

15. June 2009

welles-audioplayDer Blog wird immer noch nicht zuletzt wegen des schönen Wetters vernachlässigt, eine gute Gelegenheit also, mich einer Kategorie zu widmen, die ebenfalls ziemlich vernachlässigt wurde: den Hörspielen. Was nicht bedeutet, dass ich keine Hörspiele gehört hab, das hab ich schon, ich hab nur nicht drüber berichtet. Dann holen wir das doch mal nach mit zwei zusammenhängenden Hörspielen:  Orson Welles Adaption von Charlotte Brontes Roman Jane Eyre und seiner Adaption von Daphne Du Mauriers Roman Rebecca, der wiederum an Jane Eyre angelegt ist. Beides recht frühe Hörspiele, 1938 entstanden – Jane Eyre ist noch aus der Mercury Theatre Zeit, und Rebecca die erste Produktion im Rahmen des Campbell Playhouse. Und weil man nicht genug Vergleiche haben kann, kann man das gleich noch mit der Verfilmung von Jane Eyre mit Orson Welles und der zeitgleich zum Hörspiel entstandenen Rebecca-Verfilmung mit Laurence Olivier vergleichen. Weiterlesen »

Filmkritik: JANE EYRE (1944)

19. February 2009

janeeyre44-coverUnd weiter geht´s mit meiner kleinen Brontë-Reihe, jetzt mit Hollywood: eine mit Orson Welles und Joan Fontaine starbesetzte Adaption von Charlotte Brontës Jane Eyre, flotte 96 Minuten kurz und 1944 unter der Regie von Robert Stevenson entstanden.
Die DVD-Situation scheint bei diesem Film mal wieder nicht die beste zu sein, weshalb ich eine chinesische Import-DVD geschaut hab. Deren Cover sieht in etwa so aus wie das rechts (plus ein paar chinesische Schriftzeichen), und bietet ein ganz ordentliches Bild.
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Filmkritik: SANGDIL (7/10)

12. February 2009

sangdil-coverDann beginnen wir mal wie angekündigt die kleine Hollywood-Bollywood-Brontë-Reihe. Den Anfang macht Sangdil – eine Bollywood-Adaption von Charlotte Brontës Jane Eyre, mit dem damaligen Traumpaar Dilip Kumar und Madhubala in den Hauptrollen (siehe Mughal-e-Azam und Amar), 1952 entstanden und 132 Minuten lang.
Die DVD von SLK bietet neben einem hässlichen Cover die eher schlechte Qualität die man von einem eher unbekannten Bollywoodfilm der 50er erwarten kann – aber ich hab schon schlimmeres gesehen.
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JANE EYRE (2006, inkl. Picspam)

3. October 2008

Keine Costume Drama Reihe ohne Brontë-Adaptionen: Charlotte Brontës Roman Jane Eyre von 1847 hat über die Jahre schon zahlreiche Adaptionen bewirkt, hier wird die momentan aktuellste besprochen: Die BBC-Miniserie von 2006 mit Ruth Wilson und Toby Stephens. Nächstes Jahr soll eine weitere Verfilmung ins Kino kommen – bin mal gespannt, wie das wird. Der Film hat jedenfalls einiges zu leisten, um an diese sehr schöne vierstündige Miniserie heranzukommen.
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