Blutiger Advent
1. December 2009Als der Produzent der Macbeth-Verfilmung mit Patrick Stewart und Kate Fleetwood zu Beginn des Drehs “it’s no coincidence that among Sam’s [Anm: der Kameramann] credits are the exceptional British horror films Dog Soldiers, 2002, and The Descent, 2005.” erklärt hat, hab ich dem nicht viel Beachtung geschenkt – aber es zeichnet sich langsam ab, dass dieser Macbeth tatsächlich eine äußerst blutige, ja fast schon splattrige Angelegenheit wird. Letztens hat John schon schön von der Exekution des Thane of Cawdor erzählt: “We have him executed on screen, shot through the head with his brains and blood spattered on a wall. We rig a hidden compressor that fires a blood capsule — and the final result on the monitor is eerily impressive.”. Und heute hab ich es schon sehr bereut, den Produktionsblog während dem Frühstück aufzusuchen – den Anblick eines herausgerissenen Herzes und Ausführungen über verschiedene Arten von Kunstblut brauch ich eigentlich nicht gleich nach dem Aufstehen… Mal von der unpassenden Uhrzeit abgesehen ist diese Herangehensweise aber durchaus begrüßenswert – Macbeth ist ein sehr grausames, blutiges Stück, das darf man ruhig darstellen. Und nachdem ich gerade erst Patrick Stewart in einer Shakespeare-Verfilmung gesehen hab, bin ich besonders gespannt auf seinen Macbeth…
EDIT: Oh, und grad bestätigt: Hamlet kommt am 26.12. um 17 Uhr (UK-Ortstzeit)!
An eher familienfreundlichen Dingen gibt es zu berichten, dass die BBC dieses Jahr erneut einen Doctor-Who-Adventskalender eingerichtet hat, der uns mit täglichen Kleinigkeiten auf Weihnachten vorbereiten wird.
1948 war ein gutes Shakespeare-Jahr: während Laurence Olivier seinen gefeierten
Dank der sehr zuverlässigen Post konnte ich Vishal Bharadwajs erste Shakespeare- Verfilmung leider erst nach Omkara ansehen. Mag sein, dass das meine Maqbool-Bewertung beeinflusst hat, ich bin halt immer noch ganz begeistert von Omkara…
Gründe, diese Macbeth-Verfilmung von Roman Polanski zu sehen gibt´s für mich viele: zum einen haben wir im Englischunterricht als Begleitung zu Macbeth immer wieder Szenen daraus angesehen – und irgendwann musste ich doch mal den ganzen Film sehen. Weil Shakespeares Sprache immer gut tut und der Hauptdarsteller so eine schicke Aussprache hat. Dann natürlich als Vorbereitung auf Maqbool. Und weil ich gestern einfach einen pessimistischen, tragischen Film brauchte.
