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	<title>Mariakaefer &#187; Mani Ratnam</title>
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		<title>Chopra und Ratnam Castingger&#252;chte</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 10:39:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bollywood-Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Amitabh Bachchan]]></category>
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		<description><![CDATA[Ger&#252;chte zum Casting f&#252;r Yash Chopras n&#228;chsten Film wandern und wuchern weiter &#252;bers Internet &#8211; es wird ja schon seit einiger Zeit vermutet, dass Chopra Shahrukh Khan und Amitabh Bachchan f&#252;r den Film will (wir berichteten). Inzwischen geh&#246;ren auch Abhishek Bachchan und Katrina Kaif dazu &#8211; Katrina soll trotz Streitigkeiten zwischen ihrem Freund Salman Khan [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ger&#252;chte zum Casting f&#252;r Yash Chopras n&#228;chsten Film wandern und wuchern weiter &#252;bers Internet &#8211; es wird ja schon seit einiger Zeit vermutet, dass Chopra Shahrukh Khan und Amitabh Bachchan f&#252;r den Film will (<a href="http://www.mariakaefer.de/2008/09/20/voellig-unerwartete-geruechte/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2F2008%2F09%2F20%2Fvoellig-unerwartete-geruechte%2F','wir+berichteten')">wir berichteten</a>). Inzwischen geh&#246;ren auch <a href="http://www.khabrein.info/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=17022&amp;Itemid=70" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.khabrein.info%2Findex.php%3Foption%3Dcom_content%26amp%3Btask%3Dview%26amp%3Bid%3D17022%26amp%3BItemid%3D70','Abhishek+Bachchan+und+Katrina+Kaif+dazu')">Abhishek Bachchan und Katrina Kaif dazu</a> &#8211; Katrina soll trotz Streitigkeiten zwischen ihrem Freund Salman Khan und Shahrukh zugesagt haben, weil man Yash Chopras Angebote einfach nicht ablehnt.<br />
Glaubw&#252;rdiger sind dagegen die Ger&#252;chte &#252;ber Mani Ratnams n&#228;chsten Film: <a href="http://www.bollywoodhungama.com/news/2008/09/24/11954/index.html" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.bollywoodhungama.com%2Fnews%2F2008%2F09%2F24%2F11954%2Findex.html','Angeblich')">Angeblich</a> wird er zusammen mit Abhishek Bachchan, Aishwarya Rai und dem s&#252;dindischen Star Vikram einen Film mit Liebesdreieck drehen. Klingt jetzt nicht besonders aufregend, aber bei Ratnam kann man schon erwarten, dass er was interessantes daraus bastelt.</p>
 <img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=3212" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Filmkritik: THALAPATHI (7/10)</title>
		<link>http://www.mariakaefer.de/2007/06/14/filmkritik-thalapathi-710/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jun 2007 14:27:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bollywood-Filmkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Amrish Puri]]></category>
		<category><![CDATA[Gangsterfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Mahabharata]]></category>
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		<category><![CDATA[Rajnikanth]]></category>
		<category><![CDATA[Santosh Sivan]]></category>

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		<description><![CDATA[Zu Ehren von Rajnikanths hundertstem Tamilfilm Sivaji, der am Freitag startet, hab ich diese Woche auch wieder einen kleinen Ausflug in den S&#252;den Indiens gemacht, eben zu Rajni und Mani Ratnam. Gesehen hab ich die DVD von Raj Video Vision (bei anytamil bestellt) und ich kann jedem nur dringendst empfehlen die H&#228;nde von dieser Ausgabe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/thalapathi-cover.jpg" alt="thalapathi-cover.jpg" align="right" />Zu Ehren von Rajnikanths hundertstem Tamilfilm Sivaji, der am Freitag startet, hab ich diese Woche auch wieder einen kleinen Ausflug in den S&#252;den Indiens gemacht, eben zu Rajni und Mani Ratnam.<br />
Gesehen hab ich die DVD von Raj Video Vision (bei anytamil bestellt) und ich kann jedem nur dringendst empfehlen die H&#228;nde von dieser Ausgabe zu lassen: wirklich schlechtes, miserables Bild, kr&#228;chzender Ton und st&#228;ndige Einblendungen der Adresse von Raj Video Vision.<br />
<span id="more-1628"></span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><em><strong>Regisseur</strong></em>: Mani Ratnam<br />
<em><strong>Musik</strong></em>: Ilayaraja<br />
<em><strong>Darsteller</strong></em>: Rajnikanth, Mammootty, Shobana, Arvind Swamy, Amrish Puri<br />
<em><strong>Crew</strong></em>: Santosh Shivan (cinematography), Prabhu Deva (choreography)<br />
<em><strong>Erscheinungsjahr</strong></em>: 1991</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>STORY<br />
</strong><em>Die junge Kalyani (Sriviya) bekommt einen Sohn und sieht keinen anderen Weg als das Baby auszusetzen, in der Hoffnung, irgendjemand w&#252;rde es finden und aufziehen. Dies geschieht tats&#228;chlich, und aus dem Kind wird Surya (Rajnikanth), der in seinem Slum pr&#252;gelnderweise die Rechte der Armen verteidigt. Das f&#228;llt dem m&#228;chtigen Devaraj (Mammootty) auf, der sich mit Surya anfreundet und mit ihm zusammen Gesetz und Gerechtigkeit seines Viertels wird. Dar&#252;ber ist die Polizei nicht wirklich gl&#252;cklich, und um die Gewalt einzud&#228;mmen wird Arjun (Arvind Swamy) hinzugezogen, der in der Stadt aufr&#228;umen soll. Doch Arjun ist Suryas Bruder&#8230;</em></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>REVIEW<br />
</strong>Bei der Zusammenstellung von Namen in der Cast und Crew plus das Stichwort <a href="http://www.mariakaefer.de/themen/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2Fthemen%2F','Mahabharata')">Mahabharata </a>ist es kein Wunder, dass ich diesen Film sehen musste. Dabei hab ich allerdings nicht ganz bedacht, dass manche dieser Komponenten nicht wirklich zusammenpassen. Aber dazu sp&#228;ter.<br />
Hinter der Kamera finden sich einige alte Bekannte: Mani Ratnam mit seinem damaligen Hauskomponisten Ilayaraja und zum ersten <img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/thalapathi-regen.jpg" alt="thalapathi-regen.jpg" align="left" />Mal mit Santosh Sivan als Kameramann, mit dem er noch einige Male zusammenarbeiten wird. Da wei&#223; man gleich, dass auf diesen Gebieten nicht entt&#228;uscht werden wird. Ratnam inszeniert souver&#228;n wie immer und schenkt uns einige tolle Szenen, die Songs von Ilayaraja begeistern und Santosh Sivan liefert gro&#223;artige Bilder, oft in Sepiat&#246;nen und auch gern im str&#246;menden Regen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die Handlung von Thalapathi basiert auf dem Mahabharata, allerdings eher lose: das Grundger&#252;st des Films bildet die Figurenkonstellation Duryodhana-Karna-Arjuna (Devaraj-Surya-Arjun), Kunti (Kalyani) haben wir nat&#252;rlich auch, ebenfalls eine Draupadi-Figur (Subbulaxmi). Die Handlung bleibt auch in groben Z&#252;gen erhalten &#8211; in gewisser Weise k&#228;mpfen Deva und Arjun um den &#8220;Thron&#8221;, die Vorherrschaft in der Stadt und die Macht Ungerechtigkeit zu vertreiben. Aber sonst nimmt sich Ratnam so einige Freiheiten, sowohl in der Handlung, als auch bei den Figurencharakterisierungen. Der Hauptfokus wird auf Karna, also Surya gelegt (wie das so manche neue Interpretationen machen, und was ich durchaus begr&#252;&#223;e, Karna ist ja eine der interessantesten Figuren), und die beiden urspr&#252;nglich ja eher negativen Figuren fungieren in Thalapathi als klare Sympathietr&#228;ger.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Surya und Devaraj sind &#228;hnliche Charaktere wie Velu aus Ratnams <a href="http://www.mariakaefer.de/2006/10/26/filmkritik-nayagan-910/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2F2006%2F10%2F26%2Ffilmkritik-nayagan-910%2F','Nayagan')">Nayagan</a>: Sie stehen zwar auf der anderen Seite des Gesetzes und schrecken nicht vor kriminellen Methoden, Gewalt und Mord zur&#252;ck, doch alles was sie tun, tun sie f&#252;r das Wohl des einfachen Volkes. Glauben sie zumindest. Die Polizei (und damit hier auch Arjun) erscheinen nie wirklich positiv &#8211; die sind genauso grausam, wenden ebenso faule <img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/thalapathi-treppe.jpg" alt="thalapathi-treppe.jpg" align="right" />Mittel an und k&#246;nnen den normalen Menschen eh nicht helfen. W&#228;hrend in Nayagan Velus Verhalten aber reflektiert wird und dem Zuschauer &#252;berlassen wird dar&#252;ber zu urteilen, sind mir in Thalapathi Surya und Devaraj etwas zu sehr die strahlenden Helden. Muss die Polizei denn unbedingt so korrupt und unsere Gangster so weltverbessernd sein?</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Rajnikanth wird Superstargerecht mit einer Pr&#252;gelei im str&#246;menden Regen und mit dramatisch-albernen Soundeffekten eingef&#252;hrt. Die sieht zwar, Santosh Sivan sei Dank, wirklich gut aus, wirkt aber irgendwie fehl am Platz. Und man bekommt das Gef&#252;hl, dass die Superstaraura, die Rajni 1991 l&#228;ngst umgab, sich nicht allzu gut in einen Mani-Ratnam-Film einf&#252;gen l&#228;sst. Ratnam ist ein zu guter Regisseur, als dass man das oft merken w&#252;rde, doch hin und wieder wirken ein paar Rajni-Hero-Eins&#228;tze doch wie Fremdk&#246;rper im Film, als ob man sie aufgenommen h&#228;tte, um die Rajni-Fans wohlgesonnen zu stimmen.<br />
Abgesehen von diesen paar kleinen Momenten spielt Rajnikanth aber wirklich gut, gerade auch in den emotionalen Szenen, von denen der Film einige bietet. Mammootty an seiner Seite ist ebenfalls gut und beeindruckte mich vor allem mit seiner Stimme, Shobana als Rajnis Geliebte ist niedlich. Arvind Swamy bleibt eher blass, aber in der Rolle kann er auch kaum anders. Irgendwann mitten im Film f&#228;hrt dann ein Wagen vor und Amrish Puri steigt aus &#8211; ich war da erstmal recht &#252;berrascht, hab mich aber wirklich &#252;ber seine Rolle hier gefreut</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Das Ende ist dann leider ziemlich entt&#228;uschend, was wohl haupts&#228;chlich damit zu tun hat, dass Rajnikanth so viele fanatische Anh&#228;nger hat (was, wie man sich vorstellen kann, meine Einstellungen diesen Fans gegen&#252;ber nicht unbedingt bessert). Da baut Ratnam so eine sch&#246;ne, tragische Stimmung auf <img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/thalapathi-amrish.jpg" alt="thalapathi-amrish.jpg" align="left" />und auf die letzen Minuten macht er sie voller Elan kaputt. Das kennt man aus Bollywood zwar, aber Ratnam h&#228;tt ich mehr Mut zugetraut, vor allem wenn er doch eh ein heiliges Epos hat, auf den er sich berufen kann. Das hat mich dann doch ziemlich frustriert, aber mit viel gutem Willen kann man das halbwegs ignorieren und sich auf die stimmigeren Szenen vor dem Schluss konzentrieren (angeblich hat die Malayalam-Version des Films das Ende, das da hingeh&#246;rt &#8211; kann das jemand best&#228;tigen?)</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Dass ich jetzt vor allem eher negative Punkte aufgef&#252;hrt hab, soll nicht bedeuten, dass der Film wenig Positives zu bieten h&#228;tte. Thalapathi ist sicher ein guter Film, doch er sch&#246;pft nicht das ganze Potential aus, das eine Geschichte wie der Duryodhana-Karna-Arjuna-Konflikt unter einem Regisseur wie Mani Ratnam bietet. Da h&#228;tte eine gro&#223;e, epische Trag&#246;die entstehen k&#246;nnen, bekommen haben wir &#8220;nur&#8221; einen ordentlichen Film mit Action, Romantik und gelungenem Drama um Freundschaft und Familie und Gerechtigkeit. Daf&#252;r gibt´s immer noch 7 Punkte (solang man eben das Ende ignoriert), aber ein bisschen entt&#228;uscht bin ich doch.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>MUSIK<br />
</strong>Wie bereits gesagt sind die Songs von Ilayaraja wirklich allesamt sehr sch&#246;n, meistens passen sie auch ganz gut in den Film und halten die Handlung nicht st&#246;rend auf. Nicht im Songmen&#252; aufgef&#252;hrt ist der quasi-Titelsong: ein ehrender Thalapathi-Gesang als Surya eben zum thalapathi, also Anf&#252;hrer, ernannt wird.</p>
<p><em>Chinna Thai Aval</em> <em>I</em>- sch&#246;n melodi&#246;ses, melancholisches Lied zu den Credits und zum kleinen Surya, der ausgesetzt im Zug durch die Landschaft f&#228;hrt. Wirklich bezaubernd.</p>
<p class="MsoNormal"><em>Adi Rakkamma Kaiyai Thattu</em> &#8211; aufw&#228;ndig inszenierter Festsong, typisch Rajnikanth, sch&#246;n gefilmt und zu einem wirklich tollen, schmissigen und eing&#228;ngigen Lied mit schicker Instrumentierung. Sehr toll auch, wie die Tempelges&#228;nge dann eingeflochten werden.</p>
<p class="MsoNormal"><em>Yamunai Atrile Era Katrile</em> &#8211; h&#252;bsches, sehnsuchtsvolles Lied f&#252;r Surya und Subbulaxmi, die Sonnenuntergangsbilder dazu faszinieren ebenfalls</p>
<p class="MsoNormal"><em>Sundari Kannal Oru Sedi</em> &#8211; ein bisschen erstaunt ist m<img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/thalapathi-sundari.jpg" alt="thalapathi-sundari.jpg" align="right" />an ja schon, wenn mitten in einem Tamilfilm pl&#246;tzlich Ritter auf wei&#223;en R&#246;ssern daherreiten. Nachdem man sich vergewissert hat, dass das keine europ&#228;ischen Ritter sind und Surya und Subbulaxmi blo&#223; ein sehr elegantes Historienliebeslied bekommen darf man begeistert sein: die Umsetzung ist sehr schick und der Song ein sehr sch&#246;ner, melodi&#246;ser Ohrwurm.</p>
<p class="MsoNormal"><em>Kattukuyilu Mansukulle</em> &#8211; und nochmal feiern, mit einem schmissigen, spa&#223;igen Song, erneut auch sehr sch&#246;n gefilmt</p>
<p class="MsoNormal"><em>Chinna Thai Aval II</em> &#8211; Reprise des ersten Liedes, und das ist nat&#252;rlich immer noch genauso sch&#246;n wie zu Beginn des Films</p>
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		<title>Filmkritik: NAYAGAN (9/10)</title>
		<link>http://www.mariakaefer.de/2006/10/26/filmkritik-nayagan-910/</link>
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		<pubDate>Thu, 26 Oct 2006 19:06:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bollywood-Filmkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Gangsterfilm]]></category>
		<category><![CDATA[Kamal Hassan]]></category>
		<category><![CDATA[Mani Ratnam]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine erste Tamilfilmbesprechung im Blog, oder? Eigentlich bin ich mit Bollywood ja voll ausgelastet, aber der Kombination Mani Ratnam/Kamal Hassan/Godfather kann ich beim besten Willen nicht widerstehen. Also ein kleiner Ausflug nach S&#252;dindien. Tamil hat ja auch einen wirklich niedlichen Klang &#8211; ich versteh kein Wort (und war froh wenn zwischendurch immer mal wieder etwas [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img align="right" alt="nayagan-cover.jpg" id="image1015" title="nayagan-cover.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/10/nayagan-cover.jpg" />Meine erste Tamilfilmbesprechung im Blog, oder? Eigentlich bin ich mit Bollywood ja voll ausgelastet, aber der Kombination Mani Ratnam/Kamal Hassan/Godfather kann ich beim besten Willen nicht widerstehen. Also ein kleiner Ausflug nach S&#252;dindien. Tamil hat ja auch einen wirklich niedlichen Klang &#8211; ich versteh kein Wort (und war froh wenn zwischendurch immer mal wieder etwas Hindi gesprochen wurde), aber es h&#246;rt sich bezaubernd an. Allerdings werden sie sich &#252;ber Schreibweisen wieder mal nicht einig, man findet diesen Film sowohl unter Nayagan als auch unter Nayakan &#8230;</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-1022"></span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong><em>Regisseur</em></strong><em>: </em>Mani Ratnam<br />
<strong><em>Musik</em></strong><em>: </em>Ilayaraja<br />
<strong><em>Darsteller</em></strong><em>: </em>Kamal Hassan, Saranya, Nazar, Tinnu Anand<br />
<strong><em>Crew</em></strong><em>: </em>Mani Ratnam (story, screenplay), P.C. Sriram (cinematography)<br />
<strong><em>Erscheinungsjahr</em></strong><em>: </em>1987</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>STORY<br />
</strong><em>Der Vater des kleinen Velu stirbt in den Armen seines Sohnes &#8211; die Polizei hat den Gewerkschaftsf&#252;hrer erschossen. Velu ersticht den verantwortlichen Polizisten und flieht nach Bombay. Dort findet er eine neue Familie bei einem Schmuggler, der ihn in sein Gesch&#228;ft einf&#252;hrt. Als Erwachsener wird Velu (Kamal Hassan) zum Schutzpatron und Don seiner tamilischen Gemeinde, die er nach dem Motto &#8220;was anderen hilft kann nicht schlecht sein&#8221; leitet &#8211; eben auch mit illegalen Mitteln. Er heiratet die junge Prostituierte Neela (Saranya) und wird mit der Zeit immer einflussreicher &#8211; doch die Polizei, andere Gangsterbosse und das Schicksal stellen sich in seinen Weg.</em></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong><span lang="EN-GB">REVIEW</span></strong><br />
Nayagan wird &#246;fters &#8220;der indische Godfather&#8221; genannt &#8211; und das nicht nur, weil dieser Film ebenfalls ein gro&#223;artiges Gangsterepos ist, sondern weil sich Mani Ratnam bei einigen Szenen deutlich von Coppolas Meisterwerken inspirieren lassen hat. Nayagan ist allerdings weniger ein (szenenweises) Remake als eine respektvolle Hommage, die sich vor dem Original verbeugt. Hier wird nicht plump kopiert, sondern sorgf&#228;ltig Szenen und Ideen in einen neuen Kontext transferiert &#8211; man sp&#252;rt den ganzen Film &#252;ber deutlich, dass Ratnam seine Vorlage sehr sch&#228;tzt. <img align="left" alt="nayagan-abba.jpg" id="image1018" title="nayagan-abba.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/10/nayagan-abba.jpg" />Neben dem Godfather finden wir auch ein wenig <em>&#8220;Once Upon a Time in Americaâ€</em> wieder &#8211; die Salzsack- Schmuggel- Technik wurde beispielsweise dort entliehen &#8211; Ratnam hat schon gewusst, wo man sich f&#252;r einen guten Film am Besten bedient *g*</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Man k&#246;nnte hier nat&#252;rlich die Frage stellen, ob man einen indischen Godfather &#252;berhaupt braucht, wenn doch das Original so perfekt ist. Ja, braucht man. Weil die indische Gesellschaft dem Stoff v&#246;llig neue Facetten verleihen kann, die Umgebung komplett andere Ideen m&#246;glich macht. Die uneingeschr&#228;nkte Loyalit&#228;t und R&#252;ckendeckung der Bev&#246;lkerung beispielsweise w&#228;re im heutigen Amerika nicht denkbar &#8211; in Nayagan entwickelt diese Treue eine unglaubliche Kraft, der man fasziniert folgt.<br />
Und nat&#252;rlich hat dieser Film gen&#252;gend eigene Handlungsteile so dass es wirklich nicht angebracht w&#228;re, von einem einfachen Remake zu sprechen. Schlie&#223;lich ist die zweite gr&#246;&#223;ere Inspirationsquelle f&#252;r Nayagan eine reale: das Leben des echten Gangsters Varadarajan Mudaliar, ebenfalls ein Tamile, der in Bombay zum Don aufgestiegen ist.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Nicht nur die Story beeindruckt, sondern nat&#252;rlich auch unsere Darsteller: Kamal Hassan liefert eine wundervolle Mischung aus Al Pacino und Marlon Brando, ohne jemals nur stumpf zu kopieren, seine Figur hat selbstverst&#228;<img align="right" alt="nayagan-fenster.jpg" id="image1016" title="nayagan-fenster.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/10/nayagan-fenster.jpg" />ndlich gen&#252;gend eigene Facetten. Seine Anlehnungen und seine Hommage an die Original-Paten ist aber ein Genuss mitanzusehen &#8211; Kamal ist nun mal ein hervorragender Schauspieler mit einer beeindruckenden Leinwandpr&#228;senz, der ganz genau wei&#223; wie er seinen Film am besten tr&#228;gt ohne ihn durch seine Starpower zu sch&#228;digen. Den Wandel vom jungen, ungest&#252;men Rebell &#252;ber den erhabenen Don bis zum nahezu gebrochenen alten Mann nimmt man ihm ohne Probleme ab und leidet bzw freut sich mit ihm. Dabei bleibt sein Charakter jedoch immer sehr menschlich, mit Schw&#228;chen und Fehlern, aber auch mit St&#228;rken &#8211; unser Gangster hier ist weder der gro&#223;e Held, noch der b&#246;se Schurke. In welche Ecke man ihn pers&#246;nlich dann schieben m&#246;chte, bleibt dem Zuschauer selbst &#252;berlassen: wenn am Ende ein kleiner junge unseren Don fragt, ob er denn ein guter oder ein schlechter Mensch sei, wei&#223; Velu keine Antwort.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Obwohl Nayagan nat&#252;rlich ganz Kamals Film ist, beeindrucken auch die Nebendarsteller. Saranya spiel Velus herzensgute Ehefrau mit viel Charme und es ist sehr schade, dass sie uns nicht allzu lang erhalten bleibt. Tinnu Anand, den wir als meist schmierigen Charakter aus einigen Hindi-Filmen kennen, &#252;berzeugt als geistig zur&#252;ckgebliebener Mann, den Velu unter seine Fittiche nimmt. Und auch die restlichen<img align="left" alt="nayagan-zug.jpg" id="image1019" title="nayagan-zug.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/10/nayagan-zug.jpg" /> Darsteller sind gut, vor allem auch die Kinderdarsteller bleiben im Ged&#228;chtnis.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ich bin fast ein wenig stolz auf mich, dass ich kapiert hab, wo der Film eigentlich spielt &#8211; direkt gesagt wird es ja nicht, und die &#8220;<em>along the streets of a southern city</em>&#8220;-Songtexte und die tamilsprechende Bev&#246;lkerung f&#252;hren ja ein wenig in die Irre. Aber diese Stadt kenn ich inzwischen gut genug, um sie anhand ihrer Slums und Strandpromenaden zu erkennen &#8211; Bombay hat nun mal eine einmalige Ausstrahlung.<br />
<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br />
<!--[endif]--></p>
<p class="MsoNormal">Und doch ist nicht alles perfekt an Nayagan. Dem Film fehlt es ein wenig an Fluss, manchmal holpert die Handlung ein wenig, dann wiederum gibt es kleine L&#228;ngen und im Endeffekt sind es eher die Einzelszenen die begeistern und weniger der Film als Ganzes.</p>
<p class="MsoNormal">Bei vielen Filmen ist man ja ergriffen, <em>weil</em> irgendwas tragisches passiert, bei Nayagan steht man diesem Moment erstmal noch etwas gleichg&#252;ltig gegen&#252;ber, bis sich die jeweilige Szene dann weiter entwickelt, Ratnam alle Register zieht und sich dann doch die gesamte emotionale Kraft &#252;ber dem Zuschauer entfaltet und man immer wieder mit Tr&#228;nen in den Augen da sitzt. Kameramann P.C. Sriram, der des&#246;fteren mit Ratnam gearbeitet hat, unterst&#252;tzt den Film mit kraftvollen und durchdachten Bildkompositionen, die viel dazu beitragen, dass die Szenen so eindrucksvoll wirken k&#246;nnen. Aber nicht nur die tragischen Szenen beeindrucken, auch die gl&#252;cklichen, fr&#246;hlichen, ausgelassenen Episoden dazwischen bleiben im Ged&#228;chtnis &#8211; aber eben vor allem die Einzelszenen und nicht das Gesamtgef&#252;ge. Schade.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Etwas Trivia am Rande: Nayagan war Indiens Beitrag zum Oscar 1987, a<img align="right" alt="nayagan-velualt.jpg" id="image1017" title="nayagan-velualt.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/10/nayagan-velualt.jpg" />u&#223;erdem findet sich der Film in der &#8220;<em>ALL-TIME 100 Movies</em>&#8221; Liste des Time Magazines (von 2005), als weitere indische Beitr&#228;ge haben wir da nur noch die Apu-Trilogie und Pyaasa.<br />
Und noch ein paar bl&#246;de Kommentare am Rande: Nayagan ist ja eigentlich ein wunderbarer Gleichberechtigungsfilm. Kamal Hassan l&#228;uft 80% des Films mit einem kurzen R&#246;ckchen durch Bombay (den Rest vom Film in einem langen Rockding &#8211; wie hei&#223;t das Teil eigentlich?) und anstelle einer Wet-Sari-Szene wird eben Kamal st&#228;ndig durchn&#228;sst. Oder halt gleichberechtigt alle, wenn alle im Regen tanzen. Sehr fair. Aber jetzt zur&#252;ck zur meiner sachlichen Meinung.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Sp&#228;testens seit meiner (eigentlich viel zu) positiven Kritik zu Sarkar solltet ihr wissen, dass ich die Godfather-Reihe liebe und Anlehnungen daran gleich mal gro&#223;z&#252;gig mit Pluspunkten bewerte, wenn sie denn gelungen sind. Das sind die in Nayagan nat&#252;rlich. Also gibt´s hier auch trotz ein paar Problemen bewundernde 9 Punkte &#8211; und eine klare Anschau-Empfehlung. F&#252;r Godfather-Fans und alle anderen genauso &#8211; kommt, Mani Ratnam <em>und</em> Kamal Hassan, das <em>k&#246;nnt</em> ihr euch nicht entgehen lassen!</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
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		<title>Filmkritik: DIL SE (9.5/10)</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Dec 2005 19:44:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bollywood]]></category>
		<category><![CDATA[Bollywood-Filmkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[A.R. Rahman]]></category>
		<category><![CDATA[Mani Ratnam]]></category>
		<category><![CDATA[Manisha Koirala]]></category>
		<category><![CDATA[Preity Zinta]]></category>
		<category><![CDATA[Shahrukh Khan]]></category>
		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Jetzt hab ich mich lang genug um die Dil Se-Review gedr&#252;ckt, irgendwann muss ich sie ja mal schreiben. Warum mir das so schwer f&#228;llt? Wie bei allen Filmen von denen ich schwer begeistert bin, hab ich Probleme meinen Enthusiasmus in vern&#252;nftige Worte zu packen und sachlich zu erkl&#228;ren, warum ich eigentlich so fasziniert bin. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright" src="http://mariakaefer.de/images/dilse.jpg" />Jetzt hab ich mich lang genug um die Dil Se-Review gedr&#252;ckt, irgendwann muss ich sie ja mal schreiben. Warum mir das so schwer f&#228;llt? Wie bei allen Filmen von denen ich schwer begeistert bin, hab ich Probleme meinen Enthusiasmus in vern&#252;nftige Worte zu packen und sachlich zu erkl&#228;ren, warum ich eigentlich so fasziniert bin.<br />
Die Bewertung ist hier &#252;brigens besonders wackelig: Ich hab lang &#252;berlegt, was ich da jetzt nehme und hab mich nur ungern entschlossen &#8211; unter der Einschr&#228;nkung, dass sich meine Meinung &#228;ndern kann, sobald ich weitere Mani-Ratnam-Filme gesehen hab.<br />
<span id="more-109"></span><br />
<strong><em>Regisseur</em></strong>: Mani Ratnam<br />
<strong><em>Musik</em></strong>: A.R. Rahman<br />
<strong><em>Darsteller</em></strong>: Shahrukh Khan, Manisha Koirala, Preity Zinta<br />
<strong><em>Crew</em></strong>: Santosh Sivan (cinematography), Farah Khan (choreography), Ram Gopal Varma (producer)<br />
<strong><em>Erscheinungsjahr</em></strong>: 1998<br />
<strong><em>Titel</em></strong>: from the heart</p>
<p><strong>STORY</strong><br />
<em>Der beim staatlichen Radio angestellte Amar (Shahrukh Khan) verliebt sich Hals &#252;ber Kopf in die geheimnisvolle, verschlossene Meghna (Manisha Koirala), die Amar stur von sich abweist. Doch dieser will nicht aufgeben und verfolgt Meghna weiterhin. Wohl keine so gute Idee &#8211; ist doch Meghna eine Terroristin, die mit ihrer Gruppe ein Attentat plant&#8230;</em></p>
<p><strong>REVIEW</strong><br />
Dil Se war mein dritter Bollywoodfilm &#252;berhaupt &#8211; und ich hab ihn von Anfang an geliebt. Ich war sofort wie weggeblasen von dem, was ich da gesehen hatte und dieser Eindruck hat sich auch sehr, sehr lang so gehalten. Inzwischen kann ich den Film schon etwas distanzierter betrachten, aber noch immer komm ich zu dem Ergebnis, dass Dil Se einfach grandios ist.<br />
Die Atmosph&#228;re, der Sog, den Dil Se aufbaut, ist unbeschreiblich, so mitgerissen bin ich selten von Filmen. Ratnam erschafft ein perfektes Zusammenspiel von Liebesgeschichte und ernstem politischen Hintergrund, eine Geschichte einer v&#246;llig unm&#246;glichen Beziehung. Dabei bleibt er stets so realit&#228;tsnah und ehrlich, dass man nur umso mehr mitleiden muss. Seine dargestellte Liebe ist zu keinem Zeitpunkt unsere altbekannte Bollywood-rosarote-Wolken-Liebe, sondern eine aggressive, obsessive Liebe, die mehr verletzt <img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://mariakaefer.de/images/dilseaugen.jpg" />als dass sie gl&#252;cklich macht. So ist auch das erste was wir in diesem Film zu Gesicht bekommen ein Stacheldrahtzaun &#8211; wunderbar passend zur Beziehung von Amar und Meghna, von Indien und seinen Randbundesstaaten. Sie k&#246;nnen nicht ohne einander leben, sie geh&#246;ren zusammen &#8211; doch zwischen ihnen ist nicht nur irgendeine Barriere, sondern ein Stacheldrahtzaun, der sie nicht nur hindert zusammen zu kommen, sondern sie auch immer und immer wieder Schaden zuf&#252;gen muss.<br />
&#220;berhaupt macht schon der Anfang auf genialste Weise klar, worauf wir uns einzulassen haben, der einfache, schwarze Vorspann unterlegt mit Kindergesang und Bombengewitter zeigt uns sofort die verkehrte Welt, die um uns herum herrscht. Diese Atmosph&#228;re zieht sich durch den ganzen Film, selbst durch die eher harmlosen Szenen, um sich gegen Ende immer weiter zu verdichten, bis einem schon fast die Luft wegbleibt.</p>
<p>Zur&#252;ck zur Story: Viel h&#228;ngt bei diesem Film nat&#252;rlich davon ab, ob man Amar diese Liebe abkauft. Interessanterweise war das f&#252;r mich nie ein Problem, obwohl ich bei vielen anderen Bollywoodfilme diese unglaubw&#252;rdige Liebe auf den ersten Blick bem&#228;kle &#8211; hier war das f&#252;r mich immer v&#246;llig plausibel. Woran das liegt &#8211; keine Ahnung, vielleicht an den Schauspielern, vielleicht an Ratnams Erz&#228;hlweise. Aber wenn irgendjemand diesen Punkt an Dil Se kritisieren will, kann ich das gut verstehen. Objektiv betrachtet ist es l&#228;cherlich, wie besessen Amar nach dieser kurzen Begegnung von Meghna ist, wie er nach <img style=' float: right; padding: 4px; margin: 0 0 2px 7px;'  class="alignright" src="http://mariakaefer.de/images/dilsesatrangi.jpg" />ein paar zusammen verbrachten Augenblicken alles f&#252;r diese Frau aufgeben w&#252;rde, seine Familien, seine Arbeit, sein Leben. Aber irgendetwas an diesem Film hat mich von Anfang an davon &#252;berzeugt, dass es eh nicht anders sein k&#246;nnte.<br />
Und so war ich immer gerade von den Amar-Meghna-Szenen fasziniert, die etwas unglaublich intensives, aufw&#252;hlendes an sich haben.<br />
Doch nat&#252;rlich begeistert auch die Handlung um die beiden herum, die Vorbereitungen auf das Attentat, die Gesch&#228;ftigkeiten von Amars Familie, immer verbunden mit einem Hoffnungsschimmer, dass es f&#252;r Amar doch vielleicht einen anderen Weg, eine andere Liebe als Meghna geben k&#246;nnte.</p>
<p>Dil Se lebt nicht so sehr von den Schauspielleistungen wie manch anderer Bollywoodfilm &#8211; doch das hei&#223;t nicht, dass wir keine gro&#223;artigen Darbietungen bekommen. Am besten ist hier sicherlich Manisha Koirala, die abseits vom Bollywoodmainstream spielt, als ob es um ihr Leben ginge. In ihren Blicken liegen soviel Traurigkeit und Hass und doch auch Liebe, dass sie schon manchmal unheimlich perfekt ist. Und mit ihrer Nat&#252;rlichkeit ist sie in Dil Se oftmals sch&#246;ner als so manches aufwendig zurechtgemachtes Starlet.<br />
Shahrukh Khan mag manchmal ein wenig &#252;berfordert sein, doch &#252;ber weite Strecken spielt er aufrichtig gut und rei&#223;t die Zuschauer ohne Probleme mit. Wie gesagt &#8211; er schafft es, dass man ihm eine Liebe abkauft, die man unter normalen Umst&#228;nden nie glauben w&#252;rde, und bei allem aufdringlichen Verfolgen von Meghna bleibt er einem doch immer sympathisch &#8211; dazu braucht es schon einiges an Schauspieltalent.<br />
Preity Zinta ist in ihrem ersten Film nicht unbedingt herausragend, aber durchwegs solide und liebenswert und der Rest der Cast, mir gr&#246;&#223;tenteils unbekannt, spielt auch &#252;berzeugend.<br />
Noch ein Wort zur Kameraarbeit: Wow. Santosh Sivan ist wirklich unglaublich genial. Jede Bildkomposation, jede Kamerafahrt wirkt perfekt und macht <img style=' float: left; padding: 4px; margin: 0 7px 2px 0;'  class="alignleft" src="http://mariakaefer.de/images/dilseamar.jpg" />den Film zu einer Augenweide. In den Songsequenzen kann Sivan sowieso auftrumpfen, doch auch in den normalen Szenen, seien es die W&#252;sten- und Dschungel- aufnahmen in der ersten H&#228;lfte oder die wunderbar eingefangene Gro&#223;stadtatmosph&#228;re in Zweiten.<br />
Was ich Ratnam auch noch hoch anrechne, ist, dass sein Film nie belehrend mit dem Holzhammer daherkommt, sondern beiden Fronten ihre Berechtigung gibt &#8211; die Terroristen haben ihre Gr&#252;nde und werden jederzeit wie normale Menschen dargestellt, doch gleichzeitig wird auch klar gemacht, wie falsch ihre Handlungen sind. Er nimmt kaum Stellung ein und jeder kann selbst aus dem Film mitnehmen, was er f&#252;r richtig h&#228;lt. Zur Abwechslung wird auch mal die indische Armee, die ja sonst gern glorifiziert wird, etwas von ihrem Podest heruntergeholt und es werden ihre Fehler aufgezeigt.</p>
<p>Langsam wird meine Kritik immer zerfahrener und unzusammenh&#228;ngender, ich glaub, ich sollte langsam zu einem Ende kommen &#8211; wie bereits gesagt, bei Filmen die ich mag bekomm ich selten eine vern&#252;nftige Review zusammen. Also, zusammenfassend: ich liebe Dil Se, aber gerade bei diesem Film kann ich auch verstehen, dass ihn viele nicht m&#246;gen. Aber sehenswert ist der Film sicherlich f&#252;r jeden, schon allein wegen den Songs und der Kamera.</p>
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