Es ist nun tatsächlich schon fünf Jahre her, dass ich meinen ersten Beitrag geschrieben habe. Klingt nach einer langen Zeit, und fühlt sich auch so an: inzwischen ist der Blog auch fester Teil meines Alltags, auch wenn ich in den letzten Wochen weniger geschrieben habe als zu anderen Zeiten. Ich brauch den Blog zum Einen zum Abladen von Gedanken, zum Anderen freue ich mich natürlich sehr über den Austausch mit euch, meinen Lesern – also an dieser Stelle auch ein großes Danke für eure Kommentare!
Kurze Rekapitulation: 1389 Beiträge mit ca 708000 Wörtern, ein Designwechsel und etwa fünf angekündigte, zu denen wir nicht gekommen sind, und 9042 Kommentare. Ziemlich genau zur Hälfte der fünf Jahre hat sich der Fokus meines Blogs von Bollywood in Richtung britisches Fernsehen verschoben – und wer weiß, was ich die nächsten Jahre anstelle.
Heute gibts ein paar kleine Infos von der BBC zum Drama-Plan nächstes Jahr. Zum einen Sherlock: Es wurde ja schon bestätigt, dass es eine weitere Staffel geben wird, nun steht fest, dass Sherlock mit drei weiteren 90-Minuten Episoden im Herbst 2011 zurück kommen wird. Ich hatte auf etwas mehr Episoden gehofft, aber letztlich sind drei fantastische Filme besser als eine längere Serie mit Schwächen (Naja. Nicht wirklich. Aber ich versuch mich gerade davon zu überzeugen.)
Die Pressemitteilung ködert schließlich noch ein wenig: “There’ll be baffling new puzzles, old friends and new enemies – whether on two, or four legs. And we might well be seeing the cold master of logic and reason unexpectedly falling. But in love? Or over a precipice? Who can tell?” – Anspielungen auf den Hound of the Baskervilles, Irene Adler oder die Reichenbach Fälle? Wir sind gespannt.
(Und wo wir grad dabei sind: Wer Twitter hat, sollte unbedingt Mark Gatiss folgen. Weil der großartig ist, und im Gegensatz zu Moffat wenigstens häufig schreibt)
Auf der Doctor-Who-Seite gibt es derweil Gerüchte, dass sich etwas am Ausstrahlungsformat der Serie ändern könnte, sprich, dass nicht alle 13 bestätigten Folgen am Stück im Frühling/Sommer gesendet werden, sondern dass man die Serie beispielsweise aufsplitten könnte (mit einer Hälfte im Frühling und einer im Herbst), oder das ganze überhaupt in den Herbst verschieben. Solche Gerüchte gab es schon früher (bspw vor der fünften Staffel), wir werden sehen, ob sich etwas verändern wird.
Am Dienstag findet übrigens das gemeinsame Durchlesen des DW-Scripts von Neil Gaiman von Cast und Crew statt – Wheeee! Ich hab immer noch nicht ganz verarbeitet, wie toll das ist.
UPDATE: Und schon haben wir die offizielle Bestätigung: Die nächste Doctor Who Staffel wird tatsächlich aufgeteilt auf Frühling und Herbst, mit einem dramatischen Cliffhanger zum Ende des ersten kleinen Finales der ersten Hälfte. Ich bin mir noch nicht sicher, was ich davon halte – aber ein Herbst mit Doctor Who klingt doch auch gut.
Die erste Episode des Moffat/Gatiss-Sherlocks am Sonntag heißt “A Study in Pink”, und darin treffen Holmes und Watson zum ersten Mal aufeinander und lösen den Fall einer in einem verlassenen Haus gefundenen Leiche – offensichtlich also eine Version von Conan Doyles erster Holmes-Story “A Study in Scarlet”.
Wer sich schonmal darauf einstimmen will, kann das mit einer anderen Adaption eben dieser Story machen, und zwar Neil Gaimans Kurzgeschichte “A Study in Emerald”. Diese gibt es nämlich auf Gaimans Seite zum herunterladen (in schicker 19.-Jahrhundert-Zeitung-Aufmachung), und sie bietet eine interessante Kombination: Hier trifft Sherlock Holmes auf H.P. Lovecrafts Cthulhu-Mythos. In Gaimans Händen wird daraus natürlich eine großartige Kurzgeschichte – geheimnisvoll, gerissen und mit einem Hugo Award ausgezeichnet. Macht auch Spaß, wenn man wie ich nicht so vertraut mit Lovecraft ist, aber ein bisschen Holmes-Wissen sollte man mitbringen, um die Geschichte richtig genießen zu können. Weiterlesen »
Gestern wurden die Nominierungen für den diesjährigen Hugo Award veröffentlicht – einer der wichtigsten Sci-Fi/Fantasy-Awards, falls jemand hier die noch nicht kennen würde. Doctor Who war da in den letzten Jahren immer ziemlich gut dabei, und auch dieses Jahr ist die Serie wieder vertreten: mit ganzen DREI Nominierungen für Russell T Davies in der Kategorie “Best Dramatic Presentation, Short Form”. Das freut mich natürlich sehr, es wundert mich bloß ein wenig, für was er nominiert wurde: The Next Doctor, Planet of the Dead und The Waters of Mars. Also kein Children of Earth? Und Planet of the Dead bekommt den Vorzug über The End of Time? Das ist… seltsam. Ich vermute, Children of Earth würde als zusammenhängende Story in die Kategorie der “Long Form” fallen, und kam da nicht gegen die starke Filmkonkurrenz an, und vielleicht gilt ähnliches für den End-of-Time-Zweiteiler. Naja, Hauptsache, RTD ist ordentlich häufig nominiert für seine grandiosen Leistungen für Doctor Who – und ich wünsch mir dann bitte einen Award für The Waters of Mars.
Ansonsten ist natürlich auch Neil Gaiman wieder dabei, mit seinem Batman-Comic “Whatever Happened to the Caped Crusader?”, der unter anderem gegen Paul Cornells “Captain Britain And MI13. Volume 3: Vampire State” antritt.
Neil hat übrigens vor ein paar Tagen ein klein bisschen über seine Doctor-Who-Folge für nächstes Jahr getwittert – da erwarten wir dann wohl auch sicher einen Hugo *g*
Wie lang spekulieren wir jetzt schon darüber, und wie lang hat uns Neil Gaiman mit vagen Andeutungen und Nicht-Dementi auf die Lauer gespannt? Fühlt sich wie eine Ewigkeit an, in der wir nie konkrete Hinweise bekamen, aber doch immer wieder durch allerlei Indizien unsere Hoffnung schüren konnten. Jetzt ist es endlich soweit: Neil Gaiman hat in seiner Dankesrede für einen SFX Award bekannt gegeben, dass er tatsächlich eine Doctor Who Episode schreibt. Seine Folge wird früh in der 2011er-Staffel kommen und hieß ursprünglich “The House of Nothing”, was sie jetzt nicht mehr tut. Diesem Artikel zufolge waren es wohl Budget-Gründe, wegen denen Gaimans jetzt schon fertig geschriebene Episode nicht in der kommenden Staffel ist sondern noch ein Jahr verschoben werden musste.
Dass Neil Gaiman perfekt für Doctor Who ist, steht ja sowieso außer Frage, und ich bin auch wahnsinnig froh, dass wir das jetzt endlich sicher bestätigt haben. Da ist es fast egal, dass es bis dahin noch so lang dauern wird. Richten wir uns halt schon mal einen Countdown ein, für irgendwann in 14 Monaten…
Ich liebe es, wenn eigentlich unzusammenhängende Lieblingsdinge von mir zusammentreffen und großartig sind. Beispielsweise wenn einer meiner Lieblingsautoren sich mit einer meiner Lieblingssängerinnen verlobt. Oder wenn wie gestern einer meiner britischen Lieblingsschauspieler auf einen meiner indischen Lieblingsschauspieler bei Jonathan Ross trifft. Und britischer Liebling und indischer Liebling sich bestens verstehen und es zu fantastischen Szenen kommt:
Ich konnte die ganze Show noch nicht sehen, aber dieser Ausschnitt hat mir jetzt schon mein Wochenende versüßt.
EDIT: Ganz anderes Thema, aber das hab ich grad gelesen und es ist genauso klasse: Über den Auftritt von Neil Gaiman an der UCLA :
Will he ever write an episode of “Dr. Who”? There was much applause. Someone shouted “YES!” Gaiman opened his mouth, said nothing, then smiled. And nodded.
Neil Gaimans Kurz-Stummfilm Statuesque wird im UK am 25.12. ausgestrahlt. Neil Gaiman + Bill Nighy + Amanda Palmer = Kann nur fantastisch werden. Ich bin auch sehr gespannt, wie sich Neil als Regisseur schlägt – ich muss mal schaun, ob man Neils ersten Kurzfilm “A Short Film About John Bolton” irgendwo bekommt…
Wenn ich mich nach Weihnachten nicht mehr melden sollte, bin ich an Squee-Hibbel-Übermaß gestorben. Aber das ist in Ordnung, das ist sicher ein schöner Tod.
Andere Stummfilm-Gedanken des Tages: Auch bei Filmen, die man an der Uni in einer “Frühe Moderne”-Vorlesung behandelt, sollte man vorsichtig sein, wenn man danach googelt. Weil man bei “Geschlecht in Fesseln” (englisch: “Sex in Chains”) halt nicht nur Screenshots aus dem Stummfilm von 1928 bekommt. Dann werd ich halt nichts über die teilweise wirklich herzigen Szenen darin posten…
Ab morgen gibt’s dann wieder längere und sinnvollere Beiträge hier, ich tipp grad den schon lang angekündigten Beitrag zu Orson Welles Inszenierung von Julius Caesar.
Und wie üblich hab ich an solchen Tagen natürlich alle meine Gaiman-Bücher in der falschen Wohnung und kann das nicht ordentlich zelebrieren. Aber es gibt ja doch etwas, was noch besser ist, als Gaiman-Bücher zu lesen: Sich Gaiman-Bücher von Neil selbst vorlesen zu lassen. Und das geht ganz wunderbar auf dieser Seite mit Videos von Neils “The Graveyard Book”-Lesetour. Ja, darauf hab ich vor einem Jahr schonmal hingewiesen. Aber das ist lang genug her, um euch nochmal daran zu erinnern. Weil Neils Stimme hinreißend ist, und er wirklich wunderschön vorliest. Weil The Graveyard Book ein ganz großartiger Roman ist (nicht nur meine Meinung, sondern auch die vieler anderer. Ein Buch gewinnt ja nicht einfach so die Newberry Medal, den Hugo und bleibt ein Jahr auf der New York Times Bestsellerliste für Kinderbücher). Und weil das genau das richtige für triste Novemberabende ist.
Außerdem gibt’s hier vorraussichtlich morgen eine Besprechung eines Romans mit einem Protagonisten, der auf einem Friedhof lebt und mit Geistern sprechen kann. Damit hat es sich zwar schon mit Gemeinsamkeiten (und der Roman ist auch nie so toll wie The Graveyard Book), aber es darf hier trotzdem als Überleitung dienen.
Wie kann man die Aussicht auf einen “Burke and Hare”-Film von John Landis mit Simon Pegg und David Tennant noch verschönern? Man fügt noch mehr schicke Namen der Castliste hinzu: Gerüchten zufolge sollen auch Bill Nighy und Dan Aykroyd bei dem Film dabei sein! Noch nichts darüber, welche Rollen die beiden spielen werden, aber ich denke mal, einer von ihnen wird Dr Robert Knox übernehmen. Solange keine offizielle Bestätigung da ist, sind solche Neuigkeiten natürlich mit Vorsicht zu genießen.
Apropos Bill Nighy: Der hat ja letztens in einem Kurzfilm von Neil Gaiman mitgespielt, und ich glaub, ich hab hier noch nicht erwähnt, dass diese Kurzfilmreihe, von der Gaimans “Statuesque” ein Teil ist, in den 12 Tagen vor Weihnachten ausgestrahlt wird. Weil wir dieses Weihnachten ja noch nicht genug großartige Dinge im Fernsehen zum Hibbeln haben *g*
Internetzugang im Urlaub ist nett, aber recht viel mehr als die wichtigsten Seiten checken macht man da nicht. Umso besser dann das ordentliche Surfen danach, bei dem man geballt auf schicke Dinge stoßt. Zum Beispiel auf die Nachricht, dass Neil Gaiman Bill Nighy als Star für seinen Kurz-Stummfilm gewinnen konnte, den er demnächst in London dreht. Oder eben auf den Trailer zu The Men Who Stare at Goats, einem Film, von dem ich bisher noch gar nichts mitbekommen habe, der aber extrem vielversprechend aussieht: George Cloony (Thii!), Ewan McGregor (Doppel-Thii!!), Jeff Bridges (mit Zöpfchen!) und Kevin Spacey und eine wunderbar irre klingende Story. Einziger Minuspunkt: Der soll in Deutschland erst nächsten März starten. Ich glaub, ich muss im November wieder in die USA…
Ich hätts fast übersehen, nicht zuletzt weil meine Kinohomepage den Film trotz Neustart in der Liste irgendwo weit unten versteckt hat – aber heute startet Coraline endlich in den deutschen Kinos. Meine Planung ist da mal wieder recht unglücklich: Ich werd es nicht mehr schaffen den Film vorm Urlaub anzugucken, und in den USA ist er wohl kaum noch in den Kinos. Mit etwas Glück läuft er in Passau noch, wenn ich wieder da bin – eventuell ja dann sogar in 3D (die zeigen jetzt zumindest Ice Age in 3D – man darf kaum davon ausgehen, dass Coraline genauso behandelt wird, aber hoffen kann man ja mal).
Ihr solltet jetzt jedenfalls schleunigst ein Kino aufsuchen und den Film ansehen – auch wenn der bei uns hauptsächlich als Kinderfilm beworben wird, ist der gerade auch was für Erwachsene. Weil Neil Gaiman toll ist, weil Henry Selick toll ist und weil man ruhig auf die überschwenglichen Kritiken vertrauen kann.
Gestern war die Verleihung der Hugo Awards, einem der wichtigsten Sci-Fi Awards. Zwar sind die Doctor-Who-Vertreter Steven Moffat und Russel T. Davies leer ausgegangen, aber so tragisch ist das nicht – zum einen hat Gewinner Dr. Horrible’s Singalong Blog den Award sehr verdient, zum anderen hat Moffat ja eh erst drei Hugos in Folge abgeräumt, und für RTD wünsch ich mir nächstes Jahr einen Hugo für Children of Earth und am besten auch gleich noch das Regenerations-Weihnachtsspecial von Doctor Who.
Auf jeden Fall haben wir trotzdem genügend Grund zum Feiern: Neil Gaiman hat mit The Graveyard Book den Preis für den besten Roman bekommen! Yay!
Wo wir grad bei Fantasydingen sind: Es ist der erste Trailer zu Terry Gilliams neuem Film The Imaginarium of Doctor Parnassus erschienen. Und der lässt sich am besten mit einem Wort zusammenfassen: Wow. Das sieht fantastisch aus, und auch nach zehnmal gucken entdeckt man im Trailer immer noch Neues zum staunen.
Mein treuer Laptop hat gestern wohl das Zeitliche gesegnet. Momentan habe ich also nur sporadischen Internetzugang und komme nicht an meine auf dem Laptop sitzenden Dateien – damit verschieben sich einige geplante Blogeinträge.
Für heute gibts also nur eine kleine Newsmeldung: Wir haben drei Hugonominierungen zu feiern! Die Hugo Awards sind die wichtigsten Sci-Fi-Awards, und auch dieses Jahr sind bei den Nominierten einige meiner Lieblinge dabei: Neil Gaiman ist für The Graveyard Book für “Best Novel” nominiert, und Doctor Who hat auch wieder zwei Einträge für “Best Dramatic Presentation, Short Form” dabei: Steven Moffat für seinen “Silence in the Library”-Zweiteiler, und Russel T. Davies für “Turn Left”. Sehr schön. Ich hätte RTD zwar lieber für Midnight nominiert gesehen, doch Turn Left ist auch klasse – und so ein Hugo wär ja schon ein schönes Abschiedsgeschenk für unseren Doctor-Who-verlassenden Showmaster.
Coraline kommt bei uns ja leider erst im Juni in die Kinos, es bringt also nicht viel, wenn ich jetzt schon ständig Werbung dafür mache. Aber manche Dinge sind einfach so herrlich, dass ich sie euch nicht vorenthalten will – so wie dieser Coraline Trailer, in dem Neil Gaiman etwas über Knöpfe erzählt. Der Mann ist einfach großartig.
Und noch mehr gute Neil-Film-News: Wie hier schon berichtet wird an einer Verfilmung von The Graveyard Book gearbeitet, Neil hat jetzt auch verraten, wer das Drehbuch schreiben und Regie führen wird: Neil Jordan. Den kennt man von Filmen wie The Crying Game, Interview with a Vampire, Michael Collins oder Breakfast on Pluto. Sehr schick, ich bin schon sehr gespannt. Neil Gaiman hat für The Graveyard Book übrigens gerade die Newbery Medal erhalten, einen der prestigeträchtigsten Preise für Kinderbücher.
Wir haben ja schon eine ganze Liste an kommenden Neil-Projekten, auf die wir hinhibbeln können, anscheinend dürfen wir jetzt mal ganz vorsichtig zwei weitere Filme hinzufügen: Neil wurde auf Twitter gefragt, ob er ein Drehbuch für The Graveyard Book schreibt. Neil hat das zwar verneint, aber gesagt, dass jemand eines schreibt (und er sich darüber freut wer das tut), und dass er selbst ein Drehbuch zu Anansi Boys schreibt (Anansi Boys ist quasi die Fortsetzung von American Gods). Dass Neil schon mal auf einem Meeting zu einem Graveyard-Book-Film war, war mir bekannt, dass er ein Anansi-Boys-Drehbuch schreibt, war mir neu. Sehr schön. Es ist natürlich klar, dass es noch lange nicht heißt, dass tatsächlich ein Film daraus wird, wenn ein Drehbuch existiert – aber es ist zumindest mal ein Zeichen, dass ernsthaft über diese beiden Filme nachgedacht wird.