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	<title>Mariakaefer: Filmblog und Bollywoodblog &#187; S.D. Burman</title>
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	<description>Filmkritiken, News, Gossip</description>
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		<title>Filmkritik: SHARMILEE (7/10)</title>
		<link>http://www.mariakaefer.de/2007/06/06/filmkritik-sharmilee-710/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jun 2007 21:08:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bollywood-Filmkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Rakhee]]></category>
		<category><![CDATA[S.D. Burman]]></category>
		<category><![CDATA[Shashi Kapoor]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch bekannt unter Sharmeelee, aber die Variante mit dem i gef&#228;llt mir besser *g* Endlich mal wieder Shashi, erneut von Jaman gesponsort. Der Jaman-Player hat &#252;brigens die h&#252;bsche Funktion, dass man zum Film Kommentare schreiben kann und die sp&#228;tere Seher dann lesen &#8211; wodurch ich Sharmilee mit st&#228;ndigen Anmerkungen von Beth und Carla genie&#223;en durfte! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/sharmilee-cover.jpg" alt="sharmilee-cover.jpg" align="right" />Auch bekannt unter Sharmeelee, aber die Variante mit dem i gef&#228;llt mir besser *g* Endlich mal wieder Shashi, erneut von Jaman gesponsort. Der Jaman-Player hat &#252;brigens die h&#252;bsche Funktion, dass man zum Film Kommentare schreiben kann und die sp&#228;tere Seher dann lesen &#8211; wodurch ich Sharmilee mit st&#228;ndigen Anmerkungen von <a href="http://bethlovesbollywood.blogspot.com/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fbethlovesbollywood.blogspot.com%2F','Beth')">Beth </a>und <a href="http://geekofalltrades.typepad.com/filmi_geek/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fgeekofalltrades.typepad.com%2Ffilmi_geek%2F','Carla')">Carla </a>genie&#223;en durfte! Sehr sch&#246;n &#8211; ohne Beth w&#252;rden mir die ganzen modischen Ausrutscher der Nebendarsteller gar nie auffallen, und zu dritt ist Shashi-Schmachten ja doch sch&#246;ner als allein *g*<br />
<span id="more-1613"></span></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><em><strong>Regisseur</strong></em>: Samir Ganguly<br />
<em><strong>Musik</strong></em>: S.D. Burman<br />
<em><strong>Darsteller</strong></em>: Rakhee, Shashi Kapoor, Nasir Hussain, Ifthekar, Ranjeet<br />
<em><strong>Crew</strong></em>: Shanti Das (art direction)<br />
<em><strong>Erscheinungsjahr</strong></em>: 1971</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><strong><em>STORY<br />
</em></strong><em>Kanchan (Raakhee) und Kamini (Raakhee) sind zwei ungleiche Zwillingsschwestern: w&#228;hrend Kanchan &#228;u&#223;erst sch&#252;chtern und in sich gekehrt ist, ist Kamini ein fr&#246;hliches, aufgewecktes, modernes M&#228;dchen. Als Kamini mit Freundinnen in Kashmir Ferien macht, gelangen sie in einen Schneesturm und Kamini versucht in einem Soldatenquartier Essen zu klauen &#8211; wobei sie den schmucken Captain Ajit (Shashi Kapoor) kennen lernt. Die beiden verlieben sich, doch am n&#228;chsten Tag ist Kamini schon wieder verschwunden. Derweil beschlie&#223;t Ajits Ziehvater ihn mit Kanchan zu verheiraten &#8211; die Ajit spontan f&#252;r Kamini h&#228;lt&#8230;<o:p></o:p></em></p>
<p class="MsoNormal"><span> </span></p>
<p class="MsoNormal"><strong>REVIEW<br />
</strong>Bollywood liebt Doppelrollen, dies ist mein 13. Film in dem ein Schauspieler mehr Figuren spielt &#8211; und Doppelrollen bieten auch eine wunderbare Gelegenheit verschiedene Wertesysteme gegen&#252;berzustellen. Wie hier in Sharmilee: wir haben zwei Schwestern, die eine in modernen Klamotten, die andere im traditionellen Sari &#8211; mit ein bisschen Bollywooderfahrung ist nat&#252;rlich sofort klar, welche der beiden das Rennen gewinnen wird. Aber genau das <img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/sharmilee-kamini.jpg" alt="sharmilee-kamini.jpg" align="left" />empfand ich gerade Anfangs als irritierend: denn w&#228;hrend die moderne Kamini als sympathisches, aufgewecktes, nettes M&#228;dchen eingef&#252;hrt wird, an der man keine negativen Seiten erkennen kann, ist Kanchan die Personifikation des Filmtitels: sch&#252;chtern. Eingef&#252;hrt wird sie, wie sie im Wald mit Tieren spricht und ein kleines wei&#223;es H&#228;schen knuddelt, doch gegen&#252;ber Menschen ist sie eben unglaublich sch&#252;chtern. Nicht das gut erzogene, traditionelle, indische Sch&#252;chtern-Sein, sondern wirklich krankhaft sch&#252;chtern und ver&#228;ngstigt: sie bringt kein Wort heraus und zittert am ganzen K&#246;rper wenn Fremde in ihre N&#228;he kommen. Und selbst mit ihrer ihr gegen&#252;ber sehr warmen Schwester redet sie kaum.<br />
Da r&#228;tselt man als Zuschauer schon, wohin der Film jetzt unsere Sympathien lenken will. Prinzipiell ist es ja geschickt, die Erwartungshaltung nicht mit stereotypen zu erf&#252;llen sondern zu &#252;berraschen &#8211; aber so ganz richtig funktioniert das nicht. Vor allem auch, weil das Konzept (wie man sich denken kann) nicht den ganzen Film &#252;ber durchgezogen wird und uns, damit doch letztlich alles aufgeht, zwei v&#246;llig unglaubw&#252;rdige Charakterwandel pr&#228;sentiert werden. Die man wirklich nur akzeptieren kann, wenn man alle Augen zudr&#252;ckt und jegliches Logikverst&#228;ndnis rechtzeitig ausschaltet.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p>Wenn man die fragw&#252;rdige Moral und Denkmuster ausblendet, bekommt man allerdings einen sehr unterhaltsamen Masalafilm zu sehen, komplett mit Doppelrolle, jede Menge Verwechslungen, Action, B&#246;sewichtern, melodramatischen Szenen und <img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/sharmilee-zwillinge.jpg" alt="sharmilee-zwillinge.jpg" align="right" />einer Reihe WTF-Momente. Vieles davon macht der Film auch wirklich gut, beispielsweise war ich sehr erfreut zu sehen, dass die Verwechslungen nie unangenehm und unglaubw&#252;rdig lang ausgew&#228;lzt wurden, wie das manche Filme gern tun, sondern ihr dramatisches Potential ausgen&#252;tzt und dann die Verwechslung schnell aufgedeckt wurde. So zieht sich der Film nicht, sondern schreitet die meiste zeit in einem angenehmen Tempo voran.</p>
<p class="MsoNormal"> Etwas problematischer sind die WTF-Momente, da sind doch einige dabei, die einen lang r&#228;tseln lassen was das jetzt soll und wie das sein kann &#8211; ohne, dass man zu einem Schluss kommen w&#252;rde. <o:p></o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Raakhee, die ich sonst ja eher langweilig finde, spielt hier ihre Doppelrolle ganz souver&#228;n und l&#228;sst uns mit ihren beiden Charakteren mitf&#252;hlen. Besonders als moderne Kamini ist sie gut, da man sie normalerweise eher aus typisch zur&#252;ckhaltenden Heimchen-Rollen kennt tut es gut sie hier mal aufgedreht zu erleben &#8211; und auch freiz&#252;giger als man von ihr erwartet, eine ausgiebige Badeanzug-Szene oder ein Schaumbad sind da schon drin. Die Szenen in denen eine der Schwestern so tut als ob sie die andere w&#228;re sind auch ganz ok, und zeigen deutlich eins der moralischen Prinzipien des Films: wenn man sich mit indisch-traditioneller Grundlage an de<img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/sharmilee-kippe.jpg" alt="sharmilee-kippe.jpg" align="left" />n Westen anpasst, funktioniert das, wenn man versucht mit westlich-modernem Inneren indisch zu sein, klappt das nicht. <o:p></o:p></p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Shashi hat eine ganz sch&#246;ne Rolle, in der er nicht nur langweiliger strahlender Held sein darf, sondern auch mal ein bisschen l&#228;stiger, aggressiver und genervter sein darf &#8211; das macht die Sache doch gleich interessanter. So sch&#246;n Shashi ja auch in Uniform ist, auf den versifften Shashi mit Kippe im Mundwinkel wollen wir ja auch nicht verzichten, oder?</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Einen kleinen Kommentar h&#228;tt ich noch anzubringen was eine à„hnlichkeit von Sharmilee und <a href="http://www.mariakaefer.de/2006/02/28/filmkritik-satyam-shivam-sundaram-910/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2F2006%2F02%2F28%2Ffilmkritik-satyam-shivam-sundaram-910%2F','Satyam+Shivam+Sundaram')">Satyam Shivam Sundaram</a> angeht &#8211; nachdem das aber ziemlich spoilerisch f&#252;r beide Filme ist, probier ich da lieber meine neue Spoiler-Funktion aus. Also bitte jetzt nur anklicken, wer BEIDE Filme gesehen hat!<br />
<em><strong>SPOILER</strong>: </em><a class="spoiler_link_show" href="javascript:void(0)" onclick="wpSpoilerToggle(document.getElementById('id156923461'), this, 'show', 'hide')">show</a>
<div class="spoiler_div" id="id156923461" style="display:none"> W&#228;hrend der Szene, in der Shashi seine frisch angetraute Kanchan entsetzt von sich weicht und behauptet, betrogen worden zu sein hab ich mir gedacht &#8220;Mooooment &#8211; das kenn ich doch!&#8221; Und zwar aus Satyam Shivam Sundaram, in dem Shashi ebenfalls seine gerade geheiratete Frau verst&#246;&#223;t. Da geht´s auch weiter mit à„hnlichkeiten, in beiden Filmen spielen Shashis Frauen ihm dann vor seine Geliebte zu sein, w&#228;hrend sie &#8220;als sie selbst&#8221; von ihm verabscheut werden &#8211; bis unser Shashi endlich zur Vernunft kommt und seine Frau um Vergebung bittet. Klar, in SSS ist die Lage doch deutlich tragischer, aber ich finde die Parallelen sind recht deutlich &#8211; ob Raj Kapoor Sharmilee gesehen hat und beschlossen hat aus dem vorhandenen Potential mehr zu machen? Oder doch blo&#223; Zufall bzw ein gel&#228;ufigeres Handlungsmuster? </div>
</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal">Fazit: Sharmilee ist recht kurzweiliger Doppelrollen-Masalaspa&#223; mit etwas ungl&#252;cklicher Sympathief&#252;hrung und daraus resultierender seltsamer Moral, aber sonst mit solider Unterhaltung. Raakhee und Shashi spielen charmant und damit kommt der Film grad noch auf 7 Punkte.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><strong>MUSIK<br />
</strong>F&#252;r S.D. Burman ist dieser Soundtrack fast ein bisschen entt&#228;uschend &#8211; aber was hei&#223;t das schon? Wir bekommen zwar kein Meisterwerk ala <a href="http://www.mariakaefer.de/2006/11/19/filmkritik-aradhana-7510/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2F2006%2F11%2F19%2Ffilmkritik-aradhana-7510%2F','Aradhana')">Aradhana </a>oder <a href="http://www.mariakaefer.de/2006/11/08/filmkritik-kaagaz-ke-phool-810/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2F2006%2F11%2F08%2Ffilmkritik-kaagaz-ke-phool-810%2F','Kaagaz+Ke+Phool')">Kaagaz Ke Phool</a>, aber Burman liefert trotzdem ein paar sch&#246;ne Songs, von denen sicher keiner den Film st&#246;rt, und dazwischen ein paar kleine Ohrw&#252;rmer.</p>
<p class="MsoNormal"><o:p> </o:p></p>
<p class="MsoNormal"><em>Kilte Hai Gul Yahan I</em> &#8211; Shashi singt ein Gedicht f&#252;r Kamini und eine Gruppe Damen &#8211; und das praktisch alle davon schmachtend an seinen Lippen h&#228;ngen liegt nicht nur daran, dass Shashi echt schick aussieht, sondern auch daran, dass das Lied wirklich h&#252;bsch ist</p>
<p class="MsoNormal"><em>O meri Sharmilee</em> &#8211; klassisches im Wald herumh&#252;pf Lied, das Shashi allerdings ziemlich allein bestreiten darf, weil Kanchan nat&#252;rlich st&#228;ndig vor ihm<img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2007/06/sharmilee-wald.jpg" alt="sharmilee-wald.jpg" align="right" /> davonl&#228;uft und sich versteckt. H&#252;bsch, aber letztlich recht unspektakul&#228;r</p>
<p class="MsoNormal"><em>Megha Chhaye Aadhi Raat</em> &#8211; interessantes Lied, das tragische Teile in denen Kanchan traurig durch den Wald wandelt mit fr&#246;hlichen Passagen in denen Kamini mit Ajit turtelt unterbricht. Typisch Klagelied ist es aber musikalisch nicht wirklich umwerfend&#8230;</p>
<p class="MsoNormal"><em>Aaj Madhosh Hua Jaye</em> &#8211; und noch ein durch-den-Wald-turtel-Lied von Kanchan, sehr s&#252;&#223; und diesmal fl&#252;chtet sie auch nimmer vor Shashi. Typisch, aber h&#252;bsch</p>
<p class="MsoNormal"><em>Kaise Kahen Hum</em> &#8211; tragisch-klagendes Gedicht-Lied-Vortragen von Shashi, sch&#246;n melancholisch. Armer Shashi&#8230;</p>
<p class="MsoNormal"><em>Kilte Hai Gul Yahan II</em> &#8211; Shashis Gedicht hier nochmal von Raakhee vorgetragen. Das Lied ist nach wie vor sehr sch&#246;n, die Umst&#228;nde hier machen es sowieso zu was besonderem&#8230;</p>
<p class="MsoNormal"><em>Reshmi Ujala Hai</em> &#8211; Carlas Kommentar dazu sagt eigentlich alles &#8220;There´s only one Helen &#8211; and this ain´t her.&#8221; Item-Song in einem Nachtclub mit einem recht blassen Item-Girl, aber der Song ist eigentlich ganz schick<o:p></o:p></p>
<p class="MsoNormal"> <o:p></o:p></p>
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		<title>Filmkritik: ARADHANA (7.5/10)</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Nov 2006 11:12:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bollywood-Filmkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Lost and Found]]></category>
		<category><![CDATA[R.D. Burman]]></category>
		<category><![CDATA[Rajesh Khanna]]></category>
		<category><![CDATA[S.D. Burman]]></category>
		<category><![CDATA[Shakti Samanta]]></category>
		<category><![CDATA[Sharmila Tagore]]></category>

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		<description><![CDATA[Wieder ein bisschen Nachschub f&#252;r die erschreckend sp&#228;rlich besetzten 60er, wieder einer der gro&#223;en Klassiker Bollywoods und zweiterfolgreichster Film der 60er. Und mal wieder mit Sharmila Tagore, die damit in Â¾ meiner 60er-Filme mitspielt (was bei vier Filmen nicht soo unglaublich ist, aber trotzdem). Meine EVP-DVD bietet ein recht gutes Bild, nervt aber mit zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img align="right" alt="aradhana-cover.jpg" id="image1104" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/aradhana-cover.jpg" />Wieder ein bisschen Nachschub f&#252;r die erschreckend sp&#228;rlich besetzten 60er, wieder einer der gro&#223;en Klassiker Bollywoods und zweiterfolgreichster Film der 60er. Und mal wieder mit Sharmila Tagore, die damit in Â¾ meiner 60er-Filme mitspielt (was bei vier Filmen nicht soo unglaublich ist, aber trotzdem).<br />
Meine EVP-DVD bietet ein recht gutes Bild, nervt aber mit zum Teil unvollst&#228;ndigen und vor allem in einem miserablen Englisch verfassten Untertiteln&#8230;<br />
<span id="more-1111"></span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong><em>Regisseur</em></strong><em>: </em>Shakti Samanta<br />
<strong><em>Musik</em></strong><em>: </em>S.D. Burman, R.D. Burman<br />
<strong><em>Darsteller</em></strong><em>: </em>Sharmila Tagore, Rajesh Khanna, Madan Puri, Farida Jalal, Ashok Kumar, Subhash Ghai<br />
<strong><em>Crew</em></strong><em>: </em>Aloke Dasgupta (cinematography), Shakti Samanta (producer)<br />
<strong><em>Erscheinungsjahr</em></strong><em>: </em>1969</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>STORY<br />
</strong><em>Vandhana (Sharmila Tagore) ist grad aus dem College in ihr Heimatdorf zur&#252;ckgekehrt, als sie den schmucken Air-Force-Piloten Arun (Rajesh Khanna) kennen lernt. Die beiden verlieben sich ineinander, heiraten bei einem Ausflug allein in einem Tempel und verbringen eine st&#252;rmische Nacht in einer Bergh&#252;tte. Doch bevor die Beiden ihre Hochzeit offiziell machen k&#246;nnen, muss Arun zu einem Einsatz &#8211; und stirbt dabei. So ist die schwangere Vandhana nun auf sich allein gestellt und muss wegen den Vorgaben der Gesellschaft viel Leid ertragen, doch sie setzt alles daran, den letzten Wunsch von Arun zu erf&#252;llen: seinen Sohn zu einem Piloten zu machen.</em></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>REVIEW<br />
</strong>Nachdem die gro&#223;en Stars der 50er und 60er langsam abtraten und bevor Amitabh Bachchan 1973 die Spitze &#252;bernommen hat, war Bollywood fest in der Hand eines Mannes: Rajesh Khanna, <em>der</em> gro&#223;e Romantiker des indischen Kinos schlechthin. Mit diesem Film (und dem kurz darauf erschienenen Do Raaste) hatte Rajesh seinen Durchbruch zum Superstar.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Die erste H&#228;lfte von Aradhana liefert uns typisches Geflirte in den Bergen und langsames Verlieben, mit erstaunlich wenigen Hindernissen sogar, da ja niemand etwas gegen die Beziehung<img align="left" alt="aradhana-sharmila.jpg" id="image1106" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/aradhana-sharmila.jpg" /> hat. Das haben wir schon oft gesehen und Aradhana bietet da wenig Neues, aber es ist doch immer wieder sch&#246;n &#8211; vor allem bei diesen beiden Stars. Etwas l&#228;stiger sind da dann die Comedy-Szenen mit Diener Sitaram, die absolut nicht lustig sind und nur nerven&#8230;</p>
<p class="MsoNormal">Die zweite H&#228;lfte bietet dann deutlich mehr Drama und tragische Schicksalsschl&#228;ge mit einem Schluss Lost-and-Found, was bei mir einen immensen Taschentuchverbrauch erfordert hat. Klar, eigentlich ist die Handlung in dieser zweiten H&#228;lfte schon ziemlich forciert, aber das st&#246;rt &#252;berhaupt nicht, man kann trotzdem aus vollem Herzen mitf&#252;hlen, mitleiden und mitweinen. Und somit hat mir diese zweite H&#228;lfte (trotz Rajesh-Mangels) doch besser gefallen.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Es ist nicht schwer zu verstehen, warum dieser Film Rajesh Khanna zum Star gemacht hat &#8211; er verschwindet zwar nach der Intermission (vorl&#228;ufig) aus dem Film und hat somit eine kleinere Rolle als Sharmila, doch sein Charme und seine Ausstrahlung &#252;berzeugen schnell. In meinem ersten Rajesh-Khanna-Film, <a href="http://www.mariakaefer.de/2006/05/17/filmkritik-namak-haraam-7510/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2F2006%2F05%2F17%2Ffilmkritik-namak-haraam-7510%2F','Namak+Haraam')">Namak Haraam</a>, <img align="right" alt="aradhana-traum.jpg" id="image1105" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/aradhana-traum.jpg" />hat er mich ja noch nicht soo beeindruckt, hier hat er mich dank seinem sympathischen und frischen Spiel schnell gewonnen. Einziger Wehmutstropfen: die Kost&#252;mdesigner meinen es ihm hier nicht immer gut und so sieht Rajesh des&#246;fteren eher weniger schick aus (und besonders den Schnurrbart muss er wirklich &#252;berdenken&#8230;). Schade, weil er ja so umwerfend aussehen <em>kann</em>&#8230;Jedenfalls hat Rajesh eine sehr gute Chance, in der n&#228;chsten nehaflix-Bestellung ber&#252;cksichtigt zu werden.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Auch wenn Aradhana Rajesh zum Startum verholfen hat, geh&#246;rt der Film doch eigentlich ganz Sharmila Tagore. Sharmila tr&#228;gt den Film leicht selbst, in der ersten H&#228;lfte mit Anmut, Lebensfreude und viel Charme, sp&#228;ter mit Kraft, W&#252;rde und einer warmen Mutter-Ausstrahlung. Sie spielt ihre Rolle wirklich wunderbar und man <em>muss</em> einfach mit ihr mitf&#252;hlen. Vielleicht &#252;bertreibt Sharmila ihre Darstellung der leidenen Mutter ein klein wenig (kann man sich mit 45 tats&#228;chlich nur noch in Zeitlupe bewegen?), aber ihre Wirkung verfehlt sie ganz sicher nicht.<br />
Au&#223;erdem sieht sie den ganzen Film &#252;ber einfach umwerfend aus, als fr&#246;hliches M&#228;dchen mit niedlichen Gr&#252;bchen ja sowieso, aber auch noch mit verheultem Gesicht oder sp&#228;ter als alte Vandhana.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Nach zwei Stunden kommt dann Farida Jalal in den Film und erleuchtet die Leinwand mit &#228;u&#223;erster <img align="left" alt="aradhana-farida.jpg" id="image1107" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/aradhana-farida.jpg" />Schnuckeligkeit. Mei, ist die niedlich. Die junge Farida hat mich ja schon in <a href="http://www.mariakaefer.de/2006/08/02/filmkritik-bobby-810/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2F2006%2F08%2F02%2Ffilmkritik-bobby-810%2F','Bobby')">Bobby</a> als geistig leicht angeknackste M&#246;chtegern-Verlobte begeistert, hier ist sie ebenfalls einfach umwerfend. Auch die restlichen Darsteller k&#246;nnen &#252;berzeugen &#8211; nur diese Diener nervt eben ziemlich. Aber der kommt zum Gl&#252;ck nicht soo oft vor&#8230;</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Um noch einen kleinen Bogen zu meinem momentanen Mahabharata-Projekt zu schlagen, Philip sieht in Sharmilas Geschichte Parallelen zu einerseits der Geschichte von Shakuntala (beide leben in den Bergen, wo sie von einem schicken K&#246;nig/Piloten verf&#252;hrt, geheiratet und geschw&#228;ngert werden, dieser K&#246;nig/Pilot sie aber dann verl&#228;sst und die Gesellschaft Shakuntala ausst&#246;&#223;t) und andererseits zu Draupadi, und zwar ihrem letzten Exiljahr in Virata (beide arbeiten als Dienerinnen um unerkannt zu bleiben). Ah ja. Ich muss zugeben, dass mir beides nie aufgefallen w&#228;re (was zum Teil auch daran liegt, dass sie Shakuntala-Geschichte aus meiner Fassung gek&#252;rzt wurde), aber es zeigt doch ganz sch&#246;n das, was indische Filmemacher eh st&#228;ndig behaupten: Alle Geschichten beruhen irgendwie auf dem Mahabharata.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Oh, und ganz nett zum Schluss, falls wir irgendwie verpasst h&#228;tten, dass der Film jetzt vorbei ist kommt dieser hilfreiche Hinweis: <a href="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/aradhana-complete.jpg" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2006%2F11%2Faradhana-complete.jpg','Aradhana+is+complete')">Aradhana is complete</a>. Tihi. Klar<img align="right" alt="aradhana-sharmilaalt.jpg" id="image1109" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/aradhana-sharmilaalt.jpg" />, es ist nicht im &#8220;Aradhana (der Film) is complete&#8221;-Sinn gemeint, sondern wohl eher im &#8220;Aradhana (zu deutsch: Verehrung) is complete&#8221;-Sinn. Etwas seltsam wirkt es aber trotzdem <img src='http://www.mariakaefer.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Weil die erste H&#228;lfte doch recht typisch ist und auch die zweite H&#228;lfte kaum &#220;berraschungen bieten kann, reichts nicht ganz f&#252;r mehr Punkte. Aber dank bezaubernden Darstellern und vielen niedlichen und bewegenden Momenten ist Aradhana doch ein sehr unterhaltsamer Film, bei dem man den Klassiker-Status gut nachvollziehen kann. Kann ich wirklich w&#228;rmstens weiterempfehlen, f&#252;r&#8230; eigentlich alle. Frauen k&#246;nnen Rajesh Khanna anschmachten, M&#228;nner Sharmila Tagore und Farida Jalal, und die Liebesdramastory sollte eigentlich jedem gefallen, wer so was nicht mag bleibt ja eh nicht bei Bollywood h&#228;ngen. Also: Anschauen! Oder zumindest gleich zu youtube sausen und <em>Roop Tera Mastana</em> anschmachten *g*</p>
<p class="MsoNormal">
 <img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=1111" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Filmkritik: KAAGAZ KE PHOOL (8/10)</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Nov 2006 09:35:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bollywood-Filmkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Guru Dutt]]></category>
		<category><![CDATA[S.D. Burman]]></category>
		<category><![CDATA[Waheeda Rehman]]></category>

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		<description><![CDATA[Dritter und letzter Teil meiner &#8220;Waheeda im Wandel der Jahre&#8221;- Minireihe, diesmal Waheeda als Heldin. Endlich ein Film mit einer angemessenen Rolle also. Und weitere Waheeda-Filme stehen schon auf der Einkaufsliste Au&#223;erdem ist dies mein zweiter Guru-Dutt-Film, und voraussichtlich auch nicht mein letzter. Ich mag Guru. Aber ich w&#252;nschte, er w&#252;rde bessere DVDs f&#252;r seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img id="image1063" title="kaagaz-cover.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/kaagaz-cover.jpg" alt="kaagaz-cover.jpg" align="right" />Dritter und letzter Teil meiner &#8220;Waheeda im Wandel der Jahre&#8221;- Minireihe, diesmal Waheeda als Heldin. Endlich ein Film mit einer angemessenen Rolle also. Und weitere Waheeda-Filme stehen schon auf der Einkaufsliste<br />
Au&#223;erdem ist dies mein zweiter Guru-Dutt-Film, und voraussichtlich auch nicht mein letzter. Ich mag Guru. Aber ich w&#252;nschte, er w&#252;rde bessere DVDs f&#252;r seine Filme bekommen &#8211; Pyaasa hatte ein l&#228;stiges Untertitel-Problem und auch diese DVD hier ist nicht das Wahre: Bollywoods erster Cinemascope-Film, und das soll alles sein, was wir davon bekommen? Hmpf.<br />
<span id="more-1070"></span></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong><em>Regisseur</em></strong><em>: </em>Guru Dutt<br />
<strong><em>Musik</em></strong><em>: </em>S.D. Burman<br />
<strong><em>Darsteller</em></strong><em>: </em>Guru Dutt, Waheeda Rehman, Baby Naaz, Johnny Walker<br />
<strong><em>Crew</em></strong><em>: </em>Guru Dutt (producer), V.K. Murthy (cinematography)<br />
<strong><em>Erscheinungsjahr</em></strong><em>: </em>1959</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>STORY<br />
</strong><em>Suresh Singh (Guru Dutt) ist ein gefeierte Filmregisseur, doch seine Frau hat ihn verlassen und h&#228;lt seine Tochter Pammi (Baby Naaz) von ihm fern, um sie vor dem schlechten Einfluss der Filmwelt zu bewahre</em><em>n. In einer st&#252;rmischen Nacht trifft Suresh auf die waise Shanti (Waheeda Rehman) und macht diese zur Heldin seines neuen Films. Shanti inspiriert Suresh und die beiden kommen sich n&#228;her, doch da taucht Pammi auf und bittet Shanti aus dem Weg zu gehen, damit ihr Mutter und ihr Vater wieder zusammen kommen k&#246;nnen. Shanti versteht das und verl&#228;sst die Filmwelt &#8211; Suresh verliert dadurch seinen Halt, verf&#228;llt dem Alkohol und st&#252;rzt schlie&#223;lich komplett ab&#8230;</em></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>REVIEW<br />
</strong>Man sollte das zwar eigentlich nicht tun, aber ich komm doch nicht umhin, diesen Film ein wenig mit seinem Vorg&#228;nger, <a href="http://www.mariakaefer.de/2006/08/07/filmkritik-pyaasa-810/" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2F2006%2F08%2F07%2Ffilmkritik-pyaasa-810%2F','Pyaasa')">Pyaasa</a>, zu vergleichen.</p>
<p class="MsoNormal">Kaagaz Ke Phool ist in gewisser Weise ein wenig ausgeglichener als Pyaasa, der hatte n&#228;mlich einige geniale Szenen, aber auch einige schw&#228;chere Parts (wie das st&#228;ndig leidende Singen). Die schw&#228;cheren Teile haben wir in Kaagaz j<img id="image1065" title="kaagaz-guruwaheeda.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/kaagaz-guruwaheeda.jpg" alt="kaagaz-guruwaheeda.jpg" align="left" />etzt nicht mehr so ausgepr&#228;gt, daf&#252;r sind allerdings auch die guten Szenen nicht ganz so gro&#223;artig und kraftvoll wie in Pyaasa.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Kaagaz Ke Phool ist auch etwas leiser, trauriger und melancholischer als Pyaasa. Klar, melancholisch war dieser auch schon, aber Guru Dutt hat in Pyaasa noch viele anklagende, aufr&#252;hrende Szenen gezeigt, in denen er alles und jeden angeprangert hat. Damit h&#228;lt er sich in diesem Film nun eher zur&#252;ck. Nat&#252;rlich, die hier pr&#228;sentierte Film- und Showwelt kommt auch nicht gerade gut weg und wird als oberfl&#228;chlich, kurzlebig, undankbar, kalt und falsch enth&#252;llt. Selbst als er noch ein gefeierter Regisseur ist, ist Suresh abseits der Filmsets verlassen und einsam, ohne Familie und ohne echte Freunde &#8211; <em>bilkul akele</em>, wie Shanti richtig erkennt. Doch passiert diese Kritik eben weniger plakativ als in Pyaasa und hat weniger die aufr&#252;ttelnde Wirkung, die man dort findet, sondern wird von viel Melancholie und Desillusionierung getragen. Und so haben wir eben hier mehr eine einzelne Geschichte als eine universale Anklage &#8211; und das ist durchaus positiv, auch wenn ich die Anklage-Szenen in Pyaasa nat&#252;rlich<img id="image1068" title="kagaaz-alt.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/kagaaz-alt.jpg" alt="kagaaz-alt.jpg" align="right" /> sehr mochte.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Besonders erw&#228;hnen muss man nat&#252;rlich auch die wunderbar- poetischen Bildkompositionen; Kagaaz Ke Phool ist einer dieser Filme, bei der man aus dem Screencappen gar nicht mehr rauskommt und am Schluss nicht wei&#223;, was man aus der F&#252;lle an Bilder jetzt ausw&#228;hlen soll. Guru Dutt hat hier zusammen mit V.K. Murthy eine wirklich faszinierende Bilderwelt entworfen, in der virtuos mit Licht und Schatten gespielt wird und jede Aufnahme voll von gro&#223;er Bedeutung ist &#8211; besonders bemerkenswert sind die grandios ausgeleuchteten und sehr stimmungsvollen Bilder des Filmsets.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Begeistert war ich auch davon, wie bewegend die Liebesgeschichte zwischen Shanti und Suresh dargestellt wird, vor allem, weil sie ganz auf einen Aspekt von Liebe setzt, den man in Filmen recht selten trifft: absolutes stummes gegenseitiges Verst&#228;ndnis, was eine unglaubliche Kraft haben kann. Gegen Ende meint Suresh mal zu Shanti: &#8220;Wir k&#246;nnen uns niemals Missverstehen&#8221; &#8211; das w&#252;rd man doch gern vielen Filmp&#228;rchen w&#252;nschen, deren Beziehung wegen bl&#246;den Missverst&#228;ndnissen gebeutelt wird.<br />
Weil diese Beziehung und Verbindung der Beiden so eindrucksvoll gezeichnet wird, geh&#246;ren auch automatisch alle Shanti-Suresh-Szenen zu den besten des Films. Und wenn dazu dann noch die &#8220;<em>Waqt ne kiya</em>&#8220;-Melodie l&#228;uft, ist man eh wunschlos gl&#252;cklich.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Guru Dutt spielt <img id="image1067" title="kaagaz-waheeda.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/kaagaz-waheeda.jpg" alt="kaagaz-waheeda.jpg" align="left" />seinen Regisseurpart nat&#252;rlich einwandfrei &#8211; vom selbstbewussten, inspirierten Perfektionisten bis zum gebrochenen, verlassenen und tiefstmelancholischen Verlierer mit einer gro&#223;en Portion Selbstmitleid. Das Selbstmitleid st&#246;rt ein wenig, aber wir sind ja alle <em>Devdas</em>-geschult und k&#246;nnen damit umgehen. Jedenfalls ist so eine Rolle selbstverst&#228;ndlich v&#246;llig auf Dutt zugeschnitten und damit bekommen wir auch eine wunderbare Darstellung von ihm.<br />
In nichts nach steht ihm Waheeda Rehman, die jedesmal, wenn sie auftritt, die Leinwand mit ihrer Ausstrahlung erhellt. Ich glaub, ich werd hier wirklich zum richtigen Waheeda-Fan. Sie besticht mit wunderbaren nat&#252;rlichen Charme, bringt das Leid ihrer Figur sehr bewegend r&#252;ber und sp&#228;testens beim Song &#8220;<em>Ek Do Teen Char</em>&#8221; hat man sich v&#246;llig in sie verliebt. Ehrlich, niemand kann &#8220;ich bin die unbedeutende Null&#8221; so furchtbar niedlich sagen/singen wie Waheeda.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Baby Naaz, die in der 55er-Devdas-Verfilmung die junge Paro gespielt hat, &#252;berzeugt ebenfalls mit bewegendem Spiel &#8211; sehr erwachsen f&#252;r eine Kinderdarstellerin. Johnny Walker ist zwar herzlich unn&#246;tig in diesem Film, aber<img id="image1066" title="kaagaz-schatten.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/11/kaagaz-schatten.jpg" alt="kaagaz-schatten.jpg" align="right" /> immerhin st&#246;rt und nervt er nicht allzusehr. Und sein gek&#252;nsteltes Hindi mit englischem Akzent ist ganz nett anzuh&#246;ren.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Etwas kurios sind die unbewussten &#8220;Anspielungen&#8221; auf den neuen Devdas, also den von 2002. Wenn die erste Paro-Darstellerin ihren Regisseur anbettelt, dass er ihrer Figur doch ein wenig Glamour gew&#228;hren soll muss man unweigerlich grinsend an die glamour&#246;se Aishwarya-Paro denken, und wenn die Filmcrew pl&#246;tzlich einfach so &#8220;Maar Dala&#8221; singt, fragt man sich schon ob das alles mit rechten Dingen zugeht.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Dass Kaagaz Ke Phool an den Kinokassen floppte ist kaum verwunderlich, zuviel Melancholie und Fatalismus ist nichts f&#252;r die Massen. Allerdings ist es nat&#252;rlich sehr tragisch, weil der Film diese Entwicklung ja schon vorweg nahm &#8211; und vor allem, weil Guru Dutt danach eben nie mehr Regie f&#252;hrte. Gegen mehr Filme vom Kaliber von Pyaasa und Kaagaz Ke Phool h&#228;tt ich wahrlich nichts einzuwenden&#8230;</p>
<p class="MsoNormal">
 <img src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=1070" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Filmkritik: PYAASA (8/10)</title>
		<link>http://www.mariakaefer.de/2006/08/07/filmkritik-pyaasa-810/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Aug 2006 11:32:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Maria</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bollywood-Filmkritiken]]></category>
		<category><![CDATA[Guru Dutt]]></category>
		<category><![CDATA[S.D. Burman]]></category>
		<category><![CDATA[Waheeda Rehman]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch etwas Klassiker-Material f&#252;r den 100-Filme-Endspurt. Ich hab die DVD von Sky. Falls ihr die Wahl habt zwischen dieser und irgendeiner anderen Ausgabe, nehmt die andere: bei meiner DVD laufen das letzte Drittel die Untertitel einige Sekunden zu fr&#252;h &#8211; und das nervt gewaltig. Zudem sind Bild- und Tonqualit&#228;t nicht gerade die beste, selbst f&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><img id="image799" title="pyaasa-cover.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/08/pyaasa-cover.jpg" alt="pyaasa-cover.jpg" align="right" />Noch etwas Klassiker-Material f&#252;r den 100-Filme-Endspurt.<br />
Ich hab die DVD von Sky. Falls ihr die Wahl habt zwischen dieser und irgendeiner anderen Ausgabe, nehmt die andere: bei meiner DVD laufen das letzte Drittel die Untertitel einige Sekunden zu fr&#252;h &#8211; und das nervt <em>gewaltig</em>. Zudem sind Bild- und Tonqualit&#228;t nicht gerade die beste, selbst f&#252;r 1957, was den Filmgenuss auch etwas tr&#252;bt &#8211; vielleicht gibt´s da ja auch besseres&#8230;<br />
<span id="more-805"></span></p>
<p class="MsoNormal"><strong><em>Regisseur</em></strong><em>: </em>Guru Dutt<br />
<strong><em>Musik</em></strong><em>: </em>S.D. Burman<br />
<strong><em>Darsteller</em></strong><em>: </em>Guru Dutt, Waheeda Rehman, Mala Sinha, Rehman, Johnny Walker<br />
<strong><em>Crew</em></strong><em>: </em>Guru Dutt (producer), V.K. Murthy (cinematography)<br />
<strong><em>Erscheinungsjahr</em></strong>: 1957</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>STORY<br />
</strong><em>Von seiner College-Liebe Meena (Mala Sinha) verlassen, fristet der Poet Vijay (Guru Dutt) ein ungl&#252;ckliches Leben: Verleger wollen seine tiefgr&#252;ndigen Gedichte nicht drucken, seine Br&#252;der verscherbeln seine Aufzeichnungen als Altpapier. So beginnt Vijay ein Leben auf der Stra&#223;e &#8211; wo er auch die Prostituierte Gulabo (Waheeda Rehman) trifft, die von seinen Gedichten verzaubert ist und sich in Vijay verliebt. Doch als wegen eines Missverst&#228;ndnisses Vijay f&#252;r Tod erkl&#228;rt wird, &#252;berschlagen sich die Ereignisse&#8230;</em></p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal"><strong>REVIEW<br />
</strong>Inspiriert von Saratchandras Roman &#8220;Srikanta&#8221; behandelt Guru Dutt in Pyaasa die Trag&#246;die eines Dichters in einer Welt, die f&#252;r Poesie nichts &#252;brig hat, sondern von Geld und Konsum regiert wird. Wir sehen also Vijay 146 Minuten gegen die Gesellschaft ank&#228;mpfen, mit seinem Schicksal hadern, an der Ignoranz der Menschen verzweifeln und sich schlie&#223;lich resigniert abwenden. Damit ist klar: <img id="image801" title="pyaasa-guru.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/08/pyaasa-guru.jpg" alt="pyaasa-guru.jpg" align="left" />leicht und fr&#246;hlich ist Pyaasa sicherlich nicht. Durchzogen von Melancholie und Desillusion, bleibt der Film aber trotzdem gut anzusehen, da Guru Dutt seine Geschichte sehr feinf&#252;hlig und bewegend erz&#228;hlt und vor allem einen technisch hervorragend gemachten Film liefert. Die Kamera ist beeindruckend und einige Szenen schlicht genial in ihrer Intensit&#228;t. Die ersten beiden Drittel des Films haben zwar durchaus ein paar L&#228;ngen und machen es dem Zuschauer nicht gerade leicht, im letzte Drittel jedoch erschafft Pyaasa einen Sog, der einen nicht mehr losl&#228;sst.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Manche Elemente von Pyaasa erinnern ein wenig an Devdas &#8211; der Held, dessen gro&#223;e Liebe einen wohlhabenden Mann heiratet, der daraufhin an der Welt verzweifelt, die Prostituierte, die selbstlos den Helden liebt ect (das dachte &#252;brigens auch Dilip Kumar, dem die Rolle angeboten wurde und der sie wegen den à„hnlichkeiten zu seiner Devdas-Figur ablehnte). Aber nat&#252;rlich ist Pyaasa doch etwas ganz anderes.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Wie f&#252;r einen Film aus dieser Zeit nicht verwunderlich, ist Pyaasa<img id="image804" title="pyaasa-ma.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/08/pyaasa-ma.jpg" alt="pyaasa-ma.jpg" align="right" /> sehr sozialistisch gepr&#228;gt und die Anklage gegen die reichen Kapitalisten st&#228;ndig pr&#228;sent, vor allem nat&#252;rlich am Schluss. Allerdings fand ich diese Botschaft irgendwie eher unaufdringlich, ich hab in Pyaasa meist nur den Kampf eines Einzelnen gegen seine Probleme mit der Welt gesehen, weniger eine generelle Verurteilung von Reichtum.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Was mich sehr gefreut hat, war, dass Vijay nicht zu den absolut abgehobenen, weltfremden und sich selbst bemitleidenden tragischen Helden geh&#246;rt, der an nichts als an seine Poesie denkt. Vijay versucht, als er auf der Stra&#223;e steht, schon auch zu arbeiten und ist sich selbst f&#252;r Dienerjobs nicht zu schade &#8211; auch wenn dies an seiner Situation wenig &#228;ndert.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Guru Dutt spielt seinen unverstandenen Poeten mit Hingabe, man sieht in jeder Szene, dass ihm an dieser Rolle sehr viel liegt. Der Film liegt ganz auf seinen Schultern, doch er tr&#228;gt ihn ohne weiteres perfekt. Waheeda Rehman ist ebenfalls wunderbar, sie schafft es mit Leichtigkeit, ihre etwas klischeebeladene Rolle lebensecht und liebenswert wirken zu lassen. Johnny Walker ist zwar etwas &#252;berfl&#252;ssig, aber ganz <img id="image803" title="pyaasa-waheeda.jpg" src="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/08/pyaasa-waheeda.jpg" alt="pyaasa-waheeda.jpg" align="left" />nett in seiner Comedy-Rolle (diese Stimme!). Mala Sinha und Rehman haben einige tolle Szenen und &#252;berzeugen durchaus und auch der Rest der Cast spielt ordentlich.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Ein paar der Szenen und Darstellungen in Pyaasa schie&#223;en mir ein wenig &#252;bers Ziel hinaus, beispielsweise bin ich mir nicht sicher, ob die Christus-Anspielungen (siehe <a href="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/08/pyaasa-christus1.jpg" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2006%2F08%2Fpyaasa-christus1.jpg','hier')">hier</a>, bei der Nachricht seines Todes und <a href="http://www.mariakaefer.de/wp-content/uploads/2006/08/pyaasa-christus2.jpg" onclick="return TrackClick('http%3A%2F%2Fwww.mariakaefer.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2006%2F08%2Fpyaasa-christus2.jpg','hier')">hier</a>, bei seiner &#8220;Auferstehung&#8221;) wirklich gerechtfertigt sind. Aber ihre Wirkung verfehlen auch diese Szenen nicht &#8211; und wir werden schlie&#223;lich mit deutlich mehr passenden und eindringlichen Szenen entsch&#228;digt.</p>
<p class="MsoNormal">
<p class="MsoNormal">Eine gewisse kleine Zuneigung zu Poesie sollte man schon haben, um Zugang zu diesem Film finden zu k&#246;nnen &#8211; ich kenn Leute, die k&#246;nnen bei jedem Gedicht nur verst&#228;ndnislos den Kopf sch&#252;tteln und ich bezweifle, dass solchen Menschen dieser Film dann gefallen kann (man muss nat&#252;rlich aber auch kein gro&#223;er Gedicht-Liebhaber sein, bin ich ja auch ganz sicher nicht). Nachdem es so viel um Poesie geht, ist es nat&#252;rlich ein Nachteil, dass wir auf die Untertitel angewiesen sind (und umso schlimmer, dass diese dann auch noch verschoben sein m&#252;ssen), aber es geht so schon auch.</p>
<p class="MsoNormal">
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